Gesellschaft | 04.02.2008

Blick über den Tellerrand

In einer neuen Kolumnenserie vergleicht Tink.ch alle zwei Wochen Österreich mit der Schweiz. Hauptthema ist dabei natürlich der Fussball, jedenfalls solange, bis die Euro08 vorüber ist.
Berge, soweit das Auge reicht.
Bild: Lukas Bischofberger/youthphotos.eu

Der deutsche Sprachraum, von Nichteuropäern gern als einheitliches Ländergefüge betrachtet, ist bei näherem Hinschauen eher eine Ansammlung von ziemlich verschiedenen Kulturen, die zufällig ähnliche Sprachen sprechen. Warum also nicht anlässlich der kommenden Fussball–Europameisterschaft einmal über den Tellerrand gucken um herauszufinden, was uns denn wirklich trennt und verbindet?

Gerne, solange es nicht um Deutschland geht. Es gibt kaum ein lustiges Vorurteil, das man über unsere nördlichen Nachbarn noch verbreiten könnte. Wobei man sagen muss, dass es sowieso nie viele lustige Vorurteile gab. Aus all den Schauermärchen von wegen „arrogant, unfreundlich und scharf auf unsere Jobs“ sprach vor allem ein tief verwurzelter Minderwertigkeitskomplex der Helvetier, der wenig darüber aussagte, was die Deutschen tatsächlich von uns unterscheidet.

Ein Blick nach Österreich ist da schon viel beruhigender. Die Schweiz ist zwar nur halb so gross wie die mitteleuropäische Repbulik, hat aber fast ebenso viele Einwohner. Skifahren tun trotz dem offensichtlichen Platzmangel auf unserer Seite sowohl Schweizer als auch Österreicher mit Leidenschaft und Nationalgerichte mit seltsamen Namen haben ebenfalls beide vorzuweisen. Diesen Sommer, wenn hüben und drüben die Euro 08 ausgetragen wird, werden diese Ähnlichkeiten mit Sicherheit erneut aufs Tapet gebracht werden.

Um besser zu verstehen, warum Österreich im Fussball so unsagbar schlecht ist und warum das öffentliche Fernsehen in der Schweiz in einer derartigen Misere steckt, haben sich zwei Tink.ch-Kolumnisten (Ein Wiener und eine Bernerin) vorgenommen, von nun an alle zwei Wochen ganz selbstkritisch das eigene Land zu betrachten. Das Themenspektrum reicht dabei vom eben erwähnten Fussball über das Studentenleben bis hin zur Café-Bedienung. Vielleicht wissen wir dann bis zum Sommer, was es mit den seltsamen Menschen ännet unserer Landesgrenze auf sich hat.