Gesellschaft | 21.01.2008

Ungeschminkt und hautnah

Text von Noah Thoma
Rascheln im Blätterwald: "Kinki", das erste Cross-mediale Magazin der Schweiz wird diese Woche zum ersten Mal publiziert. Tink.ch stellt das marktgeschneiderte Produkt vor.
Jung, kaufkräftig und spasswütig: So stellt sich "Kinki" seine Leserschaft vor. Fotos: Kinki Vor allem Studentinnen und Studenten sollen durch das Magazin angesprochen werden.

Wer gerne Geld fürs Kino ausgibt und eine Digitalkamera sowie eine Kreditkarte besitzt, wird früher oder später wahrscheinlich das diese Woche erscheinende „Kinki“-Magazine durchblättern. Das sagt jedenfalls die Marktforschungsanalyse, die das Team hinter dem neuen Crossmedia-Produkt durchgeführt hat. Was klingt wie eine japanische Karaoke Bar oder ein pinkes Teletubie ist in Tat und Wahrheit das Magazin der Schweiz, das nicht nur ein Magazin, sondern vor allem ein Verkaufsschlager sein will.

Laut Wikipedia versteht man unter Cross-medial oder Crossmedia die Kommunikation über mehrere inhaltlich, gestalterisch und redaktionell verknüpfte Kanäle, die den Nutzer zielgerichtet über die verschiedenen Medien führt und auf einen Rückkanal verweisen. Klingt zu abstrakt? Dann wird „Kinki“ in Zukunft hoffentlich dafür sorgen, dass sich die jungen Schweizerinnen und Schweizer mehr darunter vorstellen können als bisher.

Revolutionärer Lifestyle
„Kinki“ will selbstbewusst mit polarisierenden Beiträgen auftreten und kündigt an, frech, kreativ, ja gar revolutionär zu sein. Ob „Kinki“ die selbst gesteckten hohen Erwartungen erfüllen kann, wird sich zeigen. Die Zielgruppe des Magazins sind die 18- bis 30-jährigen, nicht rein zufällig die konsumfreudigste aller Bevölkerungsgruppen. Doch von Konsum liest man in den sogenannten „Key facts“ zum neuen Magazin nichts. Dafür Folgendes: „Meinugnsbildend, aber nicht erziehend richtet sich „kinki magazine“ an kreative, aktive, junge und urbane Menschen mit Drive und Leidenschaft und dem Gewissen Etwas um Trends zu setzen.“  Bemerkenswert ist zudem, dass sich laut der dahinter stehenden Marketing-Agentur die Leserschaft aus 52% Frauen zusammensetzen wird. Weiter haben die Vorab-Analysen gezeigt, dass jeder Fünfte der gesamten Leserschaft plant, sich in nächster Zeit ein Auto anzuschaffen.

Den Puls fühlen
Das Magazin nähert sich der Kundschaft über vier verschiedene Kanäle. Neben dem Printmagazin setzt man auf Events, Promotion und ein Onlinemagazin inklusive Community und Diskussionsforum. Mit diesem Konzept wird ein Optimum an Kommunikation und, natürlich, Kommerz angestrebt. In jährlich elf Printausgaben will „Kinki“ die Menschen direkt aus dem Leben zeigen. Nackt und ungeschminkt soll der Drive des 21. Jahrhunderts verinnerlicht werden. Man darf gespannt sein, wie das Konzept aufgenommen wird.