Kultur | 07.01.2008

„Es kann nur besser werden“

Text von Loredana Autiero | Bilder von atreyurock.com
Alex Varkatzas, Sänger der amerikanischen Metal-Band Atreyu sprach mit Tink.ch über seinen Lieblingssong und warum er gerne mal mit AC/DC spielen würde.
Metalcore oder Post-Hardcore? Atreyu lassen sich in keine Schublade stecken.
Bild: atreyurock.com

Seid ihr zum ersten Mal hier in der Schweiz?

Alex: Nein, wir haben hier auch schon vor vier oder fünf Jahren gespielt.

Und wie war es?

Es war toll, es war toll. Ich erinnere mich noch gut. Es war sehr kalt! (lacht) Es war wohl Winter.

Wie findest du Zürich?

Ja, nun es ist schön, doch wir haben noch nicht wirklich viel davon gesehen, da wir erst vor etwa drei Stunden angekommen sind. Nach dem Konzert haben wir dann auch keine Zeit dafür, wir müssen dann gleich weiter.

In welcher Stadt hattest du bisher am meisten Spass bei einem Konzert?

(zögert) Ich habe keine Ahnung, vielleicht irgendwo in Australien. In Australien ist es immer sehr witzig, dort haben wir meistens viel Spaß. Wir haben auch schon öfters dort gespielt.

Welche Bands sprechen dich am meisten an, welche hörst du dir selber an?

Das kann ich nicht recht sagen, denn es wechselt immer wieder ein wenig. Im Moment, würde ich sagen, habe ich einen AC/DC-Kick, die sind cool.

Würdest du gerne mal mit ihnen zusammen spielen?

Oh ja, das wäre unglaublich! Wir haben oft Anfragen in der Art, doch wenn es um AC/DC geht würden wir sofort zusagen. Wenn das irgendwie möglich wäre.

Was inspiriert euch eigentlich eure Songs zu schreiben?

Ich würde mal sagen hauptsächlich das Leben. Im Alltag passieren viele Sachen. Oft sind es auch Beziehungen zur Freundin oder Familie die mir auch schon früher Ideen brachten oder mich einfach inspirierten etwas zu schreiben. Einfach alles was mir durch den Kopf geht.

Und du schreibst die Songs selber oder helfen dir die Anderen aus der Band dabei?

Zum größten Teil tu ich es selbst, denn ich bin ein bisschen ein Kontrollfreak was das angeht. Nicht, dass ich sage „wechselt das, wechselt dies“, wenn ich etwas sehe, dass die Anderen geschrieben haben, aber hauptsächlich schreibe ich sie selber.

Welche Lieder spielst du am liebsten live?

Vom neuen Album mag ich den Song „Lose it“ sehr gerne. Wir haben begonnen das Lied auf dieser Tour zu spielen und es macht wirklich Spaß. Der Song, der mir persönlich auch noch gefällt, ist „Blow“, auch wegen meiner Stimme. Doch heute bin ich ein wenig heiser, langsam kommt die Stimme aber wieder zurück. (lacht) Deswegen muss ich es nun ein wenig anders singen, aber sonst lieb ich es „Blow“ zu spielen, dieser Song ist einfach der Hammer.

Welches eurer Alben ist den das wichtigste für euch?

Ich würde sagen, es ist das, welches wir noch nicht fertig geschrieben haben. Das, was als nächstes kommt. Man ist immer wirklich froh und stolz, wenn man für so etwas arbeitet, doch wenn es dann fertig ist siehst du es dir an und denkst, dass könnte doch besser sein. Das Album „Lead Sails Paper Anchor“ ist ein Album, wo ich sage, du kannst es nicht noch einmal schreiben und es kommt besser raus, doch es gibt immer irgendetwas, wo du denkst, man hätte es anders machen können. Ich denke in der Zukunft kann es nur immer besser werden.

Du willst uns nicht vielleicht etwas über das neue Album verraten?

Oh nein, das kann ich leider nicht tun. Das ganze ist noch zu geheim.

Was hat euch eigentlich dazu gebracht, diesen Musikstil zu spielen?

Also die Band „Rancid“ hatte einen großen Einfluss auf mich. Da wir ja auch noch andere Arten von Musik hören wie Hardcore, Metal oder Punkrock hat sich das alles zusammengemischt und wir wurden Atreyu.

Stört es euch wenn Leute euch nach einem gewissen Genre einordnen? Ihr werdet ja als „Metalcore“ bezeichnet.

Eigentlich nicht. Leute stufen einen nun mal irgendwie ein. Als wir begonnen haben mit der Band, war da nie etwas wie „Metalcore“. Leute werden eben auch oft auf Grund ihres Aussehens eingestuft, doch man ist ja eigentlich gekleidet wie man will. Man wird halt einfach in eine Schublade gesteckt, ob man will oder nicht.

Was sind eure Pläne für die Zukunft?

Wenn wir mit dieser Tour durch sind, gehen wir nach Hause und müssen in Kalifornien noch einige Radioshows führen, also wir fangen in Kalifornien an und gehen dann weiter durch die USA. Vielleicht gehen wir auch wieder nach Australien und ich denke wir werden im Herbst oder einfach in dieser Jahreszeit wieder zurück nach Europa oder UK kommen.

Werdet ihr das nächste Jahr am „Taste of Chaos“ in der Schweiz teilnehmen?

Oh, das kann ich nicht sagen. Es heißt ja nicht, dass wenn man am Taste in den USA spielt, automatisch auch die weltweite Tour macht, aber wir würden es gerne machen, absolut. Wenn sie uns fragen kommen, werden wir es sicher tun!

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