Kultur | 10.12.2007

Zwei Leute, eine grosse Band

Text von Julia Reifler | Bilder von twogallants.com
Two Gallants- die "zwei Kavaliere" die sich seit Kindesbeinen kennen und zusammen musizieren seit sie zwölf sind, waren im Abart zu Gast und haben mit ihrem countrybeinflussten Folk überzeugt.
Zwei schräge Vögel: Adam Stephens und Tyson Vogel sind Two Gallants.
Bild: twogallants.com

Was für ein Auftakt: Adam Stephens und Tyson Vogel betreten die Bühne mit einem roten Reiseköfferchen und farbigen Zipfelmützen. Mit „Despite what you’ve been told“ wählten sie zu Beginn genau den richtigen Song um das Publikum für sich zu gewinnen. Adams unvergleichliche raue und eindringliche Stimme die sehr an Caleb Followill von den Kings of Leon erinnert, liess einen teilweise den Atem stocken. Mit einer sinnlichen Traurigkeit und Wehmut erzählt der Sänger seine Geschichten aus mythischer Vergangenheit und bringt seine Erfahrungen und Enttäuschungen zum Ausdruck. Tyson begleitet den Gesang und die Sixstring mit einem feinen aber dennoch sehr präsenten Bass. Wenn man die Augen schliesst würde man nie erraten, dass die Band nur aus zwei Personen besteht, so einnehmend ist die Musik. Beeindruckend spielen die Beiden mit den verschiedenen Musikrichtungen von Bluegrass zu Folk bis hin zu Blues. Und dies alles in einem Song.

Beim Auftakt zum grossartigen „Las Cruces Jail“ bei dem einem der Wind förmlich um die Ohren pfeift, fühlt man sich wie in einem Spaghetti-Western. Das Publikum kriegt nicht genug von den zwei Kaliforniern und zeigt Ausdauer bei den Zugabe-Rufen. Die beiden Kavaliere, bei denen man das Gefühl hat, sie schon ewig zu kennen, beenden den Abend mit dem wunderschönen: „Waves of grain“ und Adam singt „My words won’t be done, they’ll never be done ‚till the end…“ Das lässt uns hoffen.

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