Gesellschaft | 03.12.2007

Wie der Weihnachtsmann erfunden wurde

Text von Lino Schaeren | Bilder von Nathalie Kornoski
Rot, weiss, dick und sympathisch: So stellen wir uns den Weihnachtsmann vor. Tink.ch ging der Frage nach, woher er denn sein typisches Äusseres hat.
Bild: Nathalie Kornoski

Der ganzen Welt ist er entweder unter dem Namen Weihnachtsmann, Father Christmas, Père Noël, Nikolaus oder Santa Clause bekannt. Sein Aussehen hat sich in den letzten siebzig Jahren kaum verändert: Ein Mann, so rund wie ein Fass und mit Pauspacken so rot wie ein Apfel. Doch woher dieses Bild des Weihnachtsmannes kommt, wissen die Wenigsten.

Die Antwort dürfte jedoch kaum jemanden überraschen: Es war die Coca-Cola Company, die dem Weihnachtsmann sein typisches Aussehen verlieh. Diese lancierte im Jahre 1931 eine Werbekampagne mit dem freundlichen, dicken Mann in Rot-Weiss. Gezeichnet wurde der damalige Werbe-Samichlaus vom schwedischen Zeichner Haddon Sundblom, der damit getrost als der Erfinder des „klassischen“ Weihnachtsmannes betitelt werden darf.

Und das Christkind? Es ist als Geschenkbote nicht verschwunden, jedoch seltener geworden. Aufgrund der roten Santa Clause-Kultfigur gibt es heute fast nur noch eine Vorstellung davon, wie der Weihnachtsmann auszusehen hat. Der Mann mit Bart war zwar schon lange vor dieser Zeit bekannt, allerdings nicht als Weihnachtsmann und nicht mit diesem Auftreten. Der Samichlaus brachte zusammen mit seinem Gehilfen Schmutzli und seinem Esel Naschereien. In alten Überlieferungen wurde er jeweils mit dunklem Mantel und Hut beschrieben. Schon erstaunlich, dass es nur eine Werbekampagne brauchte, um dieses Bild vollständig zum Verschwinden zu bringen. Keine Frage: Die Kinder freut es, die meisten Erwachsenen auch und die Coca Cola Company sowieso. In diesem Sinne: frohe Weihnachten und ein kräftiges „Ho, Ho, Ho“.