Gesellschaft | 17.12.2007

Wer den Franken ehrt

Text von Milena Geiser
Tink.ch bastelt das ultimative Recycling-Portemonnaie für Gross und Klein; vom Schickimicki-Style bis ausgeleiert. Gegen Weihnachten wird das Geld im Beutel ja meistens knapper. Das Portemonnaie hat daher symbolischen Wert und lässt auf fettere Zeiten hoffen.
Von Schickimicki bis ausgeleiert: Die Recycling-Portemonnaies machen in jedem Zustand Freude. Fotos: Milena Geiser

Alle Jahre das gleiche Lied: Ja, man hat sich vorgenommen dieses Jahr früher nach Weihnachtsgeschenken Ausschau zu halten – am besten schon im Sommer- und nein dieser Vorsatz wurde natürlich auch im Jahr 2007 nicht eingehalten. Keine Lust irgendetwas auf die Schnelle von der Stange zu kaufen?
Nun, nicht verzagen, sondern bei Tink.ch nachfragen. Denn mit etwas Phantasie lässt sich die hier vorgestellte Eigenkreation gut verwirklichen. Die Beschenkten werden über das handgemachte individuelle Portemonnaie garantiert staunen.

Was du dazu brauchst:
-Etwas Zeit
-alte und neue Zeitungen, Zeitschriften und alles Weitere, was aus Papier besteht
-Eine Karton-Schablone
-Schere
-Stift
-Durchsichtige Klebefolie
-Selbstklebender Klettverschluss
– evtl. Nadel und Faden
– evtl. Postich
-eine Prise Phantasie


Und so wird’s gemacht:

Schritt 1:
Die Schablone für das perfekte Portemonnaie sieht wie folgt aus:
Man zeichne, am besten auf dünnem Karton, ein 21 cm x 11,4 cm breites Rechteck. Die 21 cm lange Seite wird beidseitig in eine 9 und 12 cm lange Strecke eingeteilt, um danach genau in der Mitte den Zirkel mit Radius 6,5 cm einzustecken. Es sollten dann auf beiden Seiten zwei Halbkreise zu sehen sein. Diese Schablone kannst du dann ausschneiden. Um das Portemonnaie in zwei Teile zu teilen, zum Beispiel in einen mit den Karten und einen anderen mit den Banknoten und dem Münz, braucht es ein trennendes Viereck (11,4 cm x 6,7 cm). Auch diese Schablone muss man ausschneiden. Sie werden dir für die nächsten Portemonnaies zur Verfügung stehen; exaktes Arbeiten ist also von Vorteil. Für das Schlussresultat siehe Foto. Hat das bis soweit einmal geklappt, kommt nun der kreative Teil.

Schritt 2:
Man nehme eine frischgebackene oder steinzeitliche Zeitung, eine Zeitschrift, ein Plakat, eine Werbung oder aufgeklebte Schokoladepapierchen. Hauptsache es wird nach Lust und Laune das beste Sujet ausgewählt.
Die Schablone wird so auf besagtes Sujet gelegt, dass es am besten zur Geltung kommt. Mit einem Stift wird der Schablone nachgefahren und danach entlang der Linie ausgeschnitten. Das trennende Viereck wird am besten aus dem gleichen Papier oder ähnlichem Material ausgeschnitten.

Schritt 3:
Mit der durchsichtigen Klebefolie wird das Portemonnaie und das Viereck vorder- und rückseitig laminiert. Es sollte danach vollständig wasserdicht und dreckresistent sein.

Schritt 4:
Jetzt geht es ans Falten. Zuerst die Klappen, dann die Halbkreise nach innen falten. Das Portemonnaie quer falten und zum Schluss noch die Seitenfalten nach innen klappen. Es darf herzhaft gedrückt und gefaltet werden. Es handelt sich schliesslich nicht um ein fragiles japanisches Origami.

Schritt 5:
Das trennende Viereck wird nun in das vorgefaltete Portemonnaie gestellt und mit einer feinen Naht angenäht, was aufgrund der Folie ein bisschen mühsam ist. Der Einfachheit halber kann man es auch nur mit ein paar Postich-Klammern befestigen.

Schritt 7:
Jetzt fehlt nur noch der selbstklebende Klettverschluss. Der wird bei der Klappe angebracht. Und fertig ist das Meisterwerk.

Tipp:
Wer es besonders kreativ mag, kann natürlich das Portemonnaie noch mit etwas Flachem füllen. Zum Beispiel mit einem hausgemachten Essensgutschein, einem Abonnementsgutschein für die Lieblingszeitschrift oder einem persönlichen Kärtchen.
Die Liebsten wird es doppelt freuen.