Gesellschaft | 17.12.2007

Süsse Spiegelbilder

Text von Michael Urwyler
Wer den Film "Chocolat" von Lasse Hallström nicht gesehen hat, kann dieses Erlebnis nun in Burgdorf nachholen. Im ChocoLade von Eva Bütikofer bekommt man edle Schoggi aus der ganzen Welt und betritt zugleich eine Wunderwelt aus kunstvollen Spiegeln. Höchste Zeit also für einen Besuch.
Hergestellt in der Schweiz, mit Kakao aus Kuba und Venezuela: Schokolade von Hot-Xocolatl. Fotos: Michael Urwyler Ein Lichtlein brennt selbstverständlich auch hier. Ob diese wundersamen Gegenstände zum Schoggiherstellen gebraucht werden? Sie bringt Spiegel wieder in Hochform: Ladenbesitzerin Eva Bütikofer.

Sobald man den ChocoLade im Zentrum vom bernischen Burgdorf betritt, fühlt man sich sehr geborgen. Nebst erlesenen Kakaofabrikaten aus aller Welt in verschiedensten Geschmacksrichtungen erwarten die Kundschaft aber noch eine ganze Reihe geheimnisvoller Gegenstände. In ihrem Laden verkauft Eva Bütikofer nämlich nicht einfach „nur“ Schokolade, sondern sie schafft auch eine stets neue Wunderwelt aus Spiegeln. Teils  auf lustige Art, teils gefühlvoll, verwandelt die Geschäftsführerin „normale“ Spiegel in kreative Kunstwerke. Somit entsteht ein Gleichgewicht aus Schokoladen- und Spiegelkunst. Keine alltägliche Kombination und sicher eine, die jeden Besuchenden in ihren Bann zieht.

Der Traum von Selbständigkeit
Sich mit einem Schokolade-Laden selbständig zu machen, brauchte sehr viel Mut und Zuversicht, wie Bütikofer erzählt. Denn nebst dem grossen zeitlichen Aufwand, den der Laden erfordert, lässt auch hier die Wirtschaft ihre Finger nicht aus dem Spiel. Da die Produkte sehr speziell und von bester Qualität sind, und zudem grösstenteils aus fairem Handel stammen, zahlt man hier für die Schoggi deutlich mehr als für einen M-Budget Riegel. Dass der ChocoLade auch noch nach Weihnachten genug Umsatz macht, bleibt zu hoffen. Eines ist jedoch sicher: Die Zuversicht wird der Ladenhinhaberin erhalten bleiben.

Hochgenuss und Fair-Trade

Die Schokoladeprodukte, welche im ChocoLade angeboten werden, sind allesamt kleine Meisterwerke, welche am ehesten mit einem guten Wein zu vergleichen sind. Hier zählt nicht das schnelle Verputzen, sondern das bewusste Geniessen jedes einzelnen Schokolade-Stückchens. Nebst vielen anderen Produkten vertreibt Eva Bütikofer Schokolade von „Hot-Xocolatl“, einer kleinen Schweizer Marke. Die dazugehörige Chocolaterie befindet sich im freiburgschen Ulmiz und wird von zwei Frauen betrieben, die ihren hochwertigen Kakao unter anderem aus Kuba, Madagaskar und Venezuela beziehen. Die Leidenschaft und Freude, welche die beiden Frauen von Hot-Xocolatl vermitteln, will Eva Bütikofer nun weitergeben. Dass die Genussmittel auch noch Fair-Trade sind, erleichtert Vielen den Griff ins Portemonnaie. Wer also noch auf der Suche nach einem Geschenk für sich selbst oder seine Nächsten ist, könnte im ChocoLade in Burgdorf fündig werden. Und auch wenn nicht: Allein die verträumte Atmosphäre ist ein Besuch wert.

Info:


ChocoLade, Mühlegasse 16 in Burgdorf.
Mit dem Interregio ist man von Bern aus in zwölf Minuten am Bahnhof Burgdorf.