Gesellschaft | 25.12.2007

Music First statt DJ Radio

Text von Andreas Renggli
Kurz vor Weihnachten hat das Uvek den Entscheid für die neue UKW-Frequenz für einen Zürcher Jugendsender gefällt. Diesmal für Music First und gegen DJ Radio. Egon Blatter ist schockiert.

Wie hast du vom Entscheid erfahren?

Am Donnerstagnachmittag per Fax.

Und bist du überrascht, dass nun Music First bevorzugt wird, nachdem ursprünglich dein Konzept von DJ Radio das Rennen gemacht hatte?
Ja, sehr. Das ist medienpolitisch vom Uvek (Eidgenössisches Departement für Verkehr, Energie und Kommunikation; Anm. d. Red.) entschieden worden.

Das Uvek führt den Entscheid darauf zurück, dass Music First „eine breit abgestützte Zusammenarbeit mit jugendbezogenen Institutionen und Organisationen vorlegen konnte“. Ist euer Projekt schlussendlich doch abgelehnt worden, weil die FH Winterthur nicht mehr bei euch im Boot war?

105 arbeitet bereits mit dem Institut für angewandte Medienwissenschaft von der Zürcher Hochschule zusammen. Nun wurde dieser Zustand genommen und mit unseren vordefinierten Konzepten mit dem Medienausbildungszentrum in Luzern sowie der Hochschule für Kunst und Gestaltung verglichen. Das ist nicht richtig so!

Siehst du weitere Gründe für die Ablehnung?

Music First hatte ein paar Testimonials, sogenannte Schreiben von Befürwortern aus dem Partyumfeld. Dieser Unwichtigkeit wurde Gewicht gemessen. Absurd!

Legt ihr gegen den neuen Entscheid Beschwerde ein?

Wir prüfen eine Einsprache und werden gegebenenfalls im Januar orientieren.

Wie geht es mit DJ Radio weiter?

Wir haben sicher noch ein paar andere Projekte. Konkret mache ich mir jedoch Gedanken, wie lange ich das persönlich noch mitmachen möchte. Das Bakom bringt es nicht zu Stande, einem Jugendradio die Konzession zu erteilen und dann diesen Entscheid aufrechtzuerhalten.

Und wo steht die Idee von DJ TV?

Im Moment noch die der Schublade. Wir werden dieses Vorgehen auch prüfen.

DJ Radio versus Music First


Das Uvek hat der Music First GmbH eine UKW-Konzession für ein Jugendradio in der Region Zürich erteilt. Damit revidiert das Uvek seinen früheren Entscheid aus dem Jahre 2004. Damals hatte es die Konzession dem Konkurrenten von Music First, DJ Radio, zugesprochen. 

 

 

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