Politik | 23.12.2007

Karikaturen gegen Armut

Text von Stefan Luzi
Bis 2015 soll die Schweizer Entwicklungshilfe schrittweise auf 0,7% erhöht werden. Wird es soweit kommen? Fünf der bekanntesten Zeichner der Schweiz zeigen sich skeptisch.
Haben wird Grund zum Jammern? Karikatur von Schaad. Sagen es mit trockenem Humor: Mix&Remix Karikatur von Burki, der sonst für "24 Heures" zeichnet.

Fünf bekannte Schweizer Zeichner – Schaad (bekannt aus: Tagesanzeiger), Orlando (Bund / Südostschweiz), Chappatte (International Herald Tribune / NZZ am Sonntag), Mix&Remix (Blick) sowie Burki (24heures) – äussern sich mit einer Karikatur zur Frage, ob sich die Schweiz eine Erhöhung der Entwicklungshilfe leisten kann. Die Karikatur ist ein Beitrag der Zeichnenden an die Kampagne „0,7% – Gemeinsam gegen Armut“.

„0,7% – Gemeinsam gegen Armut“ ist die Kampagne von über 70 schweizerischen Hilfswerken, Frauen- und Jugendorganisationen, Umweltverbänden, Kirchen und Gewerkschaften. Gemeinsam setzen sie sich dafür ein, dass die Schweiz sich als eines der reichsten Länder der Welt stärker für die Millennium-Entwicklungsziele der Uno einsetzt. Diese wollen die Armut und die Zahl der Hungernden weltweit bis im Jahr 2015 um die Hälfte reduzieren. Alle Menschen dieser Welt sollen unter würdigen Bedingungen leben können.

Der Schweizer Bundesrat hat versprochen, sich für die Millenniumsziele zu engagieren und die Entwicklungshilfe auszubauen. Leider hat er sich bisher nicht an diese Worte gehalten. Mit einer Petition fordern die Organisationen deshalb Bundesrat und Parlament auf, den Worten nun endlich Taten folgen zu lassen: Die öffentliche Entwicklungshilfe der Schweiz soll bis 2015 schrittweise auf 0,7% des Bruttonationaleinkommens erhöht werden. Und die Mittel sollen verstärkt für die Erreichung der Ziele sowie die Bekämpfung der Armut eingesetzt werden.

Links