Gesellschaft | 11.12.2007

130 Projekte für Vielfalt, Menschenrechte und Partizipation

Text von Tink.ch
Der Schlusspunkt der Europaratskampagne "alle anders - alle gleich" am Tag der Menschenrechte vermittelte einen Überblick über die vielfältigen Aktivitäten.
Alle gleich. Alle anders. Mit dieser Bilderserie hat Josias Brotbeck beim Fotowettbewerb Regardeux von Tink.ch den vierten Platz erreicht.

Yves Rossier, Direktor des Bundesamtes für Sozialversicherungen eröffnete und moderierte die Schlussveranstaltung und betonte die positive Kraft der Jugend, die sich für gelebte Vielfalt und Chancengleichheit im Rahmen der Kampagne einsetzte. Er unterstrich, dass Vielfalt Bestandteil einer Demokratie ist und eine grosse Bereicherung für das kulturelle und gesellschaftliche Leben darstellt, gleichzeitig aber auch eine ständige Herausforderung für das alltägliche Zusammenleben ist.

Im Namen des Unterstützungskomitees der Kampagne wies Nationalrätin Brigitta Gadient auf die Notwendigkeit von Begegnungen und Austauschmöglichkeiten zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen hin, damit aus Fremdem Vertrautes wird und aus Vorurteilen Verständnis wächst.

Guy-Michel Brandtner vom Direktorat des Europarats für Jugend und Sport berichtete über die Aktivitäten der Kampagne auf Europaratsebene, an der sich insgesamt 43 Länder beteiligten. Der offizielle Teil wurde mit kabarettistischen Einlagen des Duos „Schön & gut“ und Darbietungen aus einzelnen Projekten umrahmt. Unter anderem präsentierte die Stiftung gegen Rassismus die besten Kinospots ihres nationalen Wettbewerbs „Spot it! Stop it!“.

Insgesamt wurde nach über anderthalb Jahren Kampagne „alle anders – alle gleich“ ein sehr positives Fazit gezogen: Die Themen Vielfalt, Menschenrechte und Partizipation wurden in über 130 kleineren und grösseren Projekten auf unterschiedliche Weise umgesetzt. Grosse Festivals trugen zur besseren Wahrnehmung in der Öffentlichkeit bei. Im Rahmen von Workshops wurden zahlreiche Jugendarbeitende und Interessierte geschult.

Nicht enden soll mit dem Abschluss der Kampagne der Einsatz für Vielfalt, Menschenrechte und Toleranz. Es geht vielmehr um die Weiterführung von Prozessen, die immer wieder weitergedacht, neu eingefordert und mit innovativen Ansätzen verwirklicht werden müssen. Dazu will auch die Schlusspublikation „alle anders – alle gleich“ zum Dranbleiben anregen.

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