Kultur | 19.11.2007

Wortgefechte

Text von Moritz Noser | Bilder von Rubikon
Am kommenden Wochenende finden im Berner Gaskessel Bern und im Zürcher Schiffbau zwei Poetry Slams statt, die man nicht verpassen sollte.
Der Berliner Slam-Poet Wehwalt Koslovsky.
Bild: Rubikon

Poetry Slam ist ein Spiel mit der Sprache. Als Hilfe hat man nur ein Mikrophon. Das ganze kommt als kreativer Wettkampf daher, in beiden Fällen entscheidet das Publikum über Erfolg oder Misserfolg. Durch Klatschen, Johlen oder Buhen wird der Sieger ermittelt. Am Freitag, dem 23. November findet im Berner Gaskessel die Schweizermeisterschaft für alle unter 20 statt. Laut der Organisatorin Rahel Bachmann sind die jungen Poetryslammer „An Literatur oder Rap interessiert“. Inhaltlich gäbe es keine Grenzen. Auf die Frage, ob Texte zensiert würden, meint Bachmann: „Nein. Die Texte sind manchmal im sexuellen Sinn anstössig aber es ist noch nie ausgeartet, dass man hätte zensieren müssen.“
Theoretisch kann jeder teilnehmen, der Lust dazu hat. Es gibt zwar eine Aufstellung von sieben bis neun Slammern aber es gibt laut der Organisatorin auch immer wieder Leute, die spontan vor Ort fragen, ob sie ihre Texte performen dürfen. „Diese Leute sind immer willkommen“, erklärt Rahel Bachmann.

Staraufgebot in Zürich
Am Samstag dem 24. November geht im Zürcher Schiffbau zum 13. Mal ein Poetry Slam von Rubikon über die Bühne: Der Literaturverein, der seit neustem auch die Online Community Slam-it.ch betreibt, ist berühmt für hochkarätige Slams. Am kommenden Wochenende werden unter anderem der Berner Pedro Lenz, der Berliner Wehwalt Koslovsky sowie der deutsch-tschechische Jaromir Konecny das Publikum mit ihren Worten begeistern. Wer wissen möchte, wie die Nachfolgerin oder der Nachfolger dieser Szenegrössen aussehen könnte, wird es ebenfalls im Schiffbau erfahren. Der Wiener Alex Gendlin, die Aargauerin Marguerite Meyer sowie der Zürcher Simon Chen werden je einzeln auftreten und dem Publikum die Entscheidung über die beste Performance überlassen.

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