Kultur | 05.11.2007

Verliebt in die „Frauen der Nacht“

Text von Tatjana Rüegsegger | Bilder von The Wombats
The Wombats aus Liverpool benannten sich nach einem australischen Beutelsäuger. Diesen Monat kommen die niedlichen Tierchen nach Zürich.
Die Liverpooler Wombats haben Coolness im Blut.
Bild: The Wombats

Die Geschichte der Band beginnt mit den zwei ungewöhnlichen Jungs Murph und Dan, die McCartney’s „Liverpool Institute Of Performing Arts“ besuchten und denen das Kricketspielen bei den „Strawberry Fields“ einfach nicht mehr genug war. Die zwei lernten sich mit 19 Jahren kennen und mochten sich zunächst nicht wirklich. Das war 2003. Heute sind sie zu dritt und haben ein tolles Album in der Tasche. Genau wie tausend andere Indiebands auch.


Unglückliche Romanzen
The Wombats allerdings sind unvergleichlich. Während die meisten Bands sich entweder auf ihre Texte oder auf ihre Musik spezialisieren, beherrschen die Wombats beides gleich gut. Seit einem Jahr touren die drei Jungs mit ihren Songs, welche auch auf der Platte „The Wombats Proudly Present… A Guide To Love, Loss & Desperation“ zu finden sind, erfolgreich durch England. Am 9. November erscheint das Album in der Schweiz. Die Songs auf dem Debut drehen sich selbstverständlich um nichts Geringeres als die Liebe. Zu dumm nur, dass die Jungs ihr Herz immer wieder an Prostituierte verlieren. So ein Ausdruck käme ihnen allerdings nie über die Lippen. Wenn schon, wird so eine Dame liebevoll  „Lady Of The Night“ genannt. Auch in den Stücken „Patricia the Stripper“ oder „Backfire at the Disco“ ist von solchen unglücklichen Romanzen die Rede, welche aber immer oder meistens gut enden.

Ironische Freude
Ihre Liebe zu Tieren gestehen The Wombats mit dem A capella  Song „Tales of Girls, Boys and Marsupials“ (Achtung, keine Marsupilamis!). Den Weihnachtsmann scheinen sie auch nicht  aufgegeben zu haben. Der hat nämlich in einigen Songs einen Auftritt wie zum Beispiel in „Lost in the Post“ und seine Glöckchen sind ebenfalls immer wieder zu hören. Dann gibt’s noch solche Songs bei denen man einfach schmunzeln muss, wie „Let’s Dance to Joy Division“. Wer ein wenig Ahnung hat von Joy Division, weiss, welch langsame und ironische Songs die britische Band in den Achtzigern fabrizierte. Die Wombats haben Joy Division gewählt um eine Botschaft zu verbreiten: „Let’s dance to Joy Divison and celebrate the irony, everything could go so wrong but we’re so happy“. Am 19. November kommen die Wombats nach Zürich in die Hafenkneipe. Man kann sicher sein, dass die Band nicht ohne geeignete Plüschmaskottchen anreisen wird.

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