Kultur | 27.11.2007

Eichhörnchen und Fledermaus

Text von Tanja Mitrovic
Junge Filmemacherinnen und Filmemacher, Profis und Cinéasten versammelten sich am diesjährigen Upcoming Filmmakers in Luzern.Nun stehen die Gewinnerinnen und Gewinner fest.
Jadwiga Kowalska gewann mit ihren Animationsfilm "Tôt ou tard" den Luzerner Filmpreis. Fotos: Upcoming Filmmakers

Die Jungfilmerin Jadwiga Kowalska begeisterte auch in Luzern mit ihrem Film Tôt ou Tard. Sie gewann am 6. Schweizer Jungfilmfestival Luzern- Upcoming Filmmakers- den mit 2000 Franken dotierten Luzerner Filmpreis. Ihr Anmationsfilm zeigt mit Witz und raffinierten Ideen, wie die beiden Einzelgänger das tagaktive Eichhörnchen und die nachtaktive Fledermaus einen Weg suchen, ihre unterschiedlichen Lebensweisen zu vereinen, indem sie das Räderwerk von 24 Stunden durcheinanderbringen. Jadwiga Kowalska erzählt uns in ihrem wunderbar zeitlosen Film über die Unmöglichkeit eines Zusammenkommens unterschiedlicher Welten.

Unter den 20 Kurzfilmen erfreuten sich auch die Jungfilmenden Claudia Jucker mit ihrem Dokumentarfilm „Shanghai Manners“ über den 2. Rang und Michael Werder mit „Ich säg wenns fertig isch“ mit dem 3.Rang. Der Nachwuchsfilmer Luzian Schneebeli (Jahrgang 1987) überzeugte die Jury mit seinem Film „Das Unterseeboot“. Luzians Film wird in der restriktiven Zeit wie heute, wo die Inhalte zur Banalität verkommen, als erfrischend mutig bewertet, so der Juror Nino Jacusso. Als Publikumsliebling und Träger des Spezialpreises der Jury brillierte „Oh, Tannenbaum“ von Simon Nagel. Die kreativen Juroren des 6. Schweizer Jungfilmfestivals Luzern Nino Jacusso (Regisseur), Matthias Lerf (Kulturredaktor SonntagsZeitung) und Adrian Aeschbacher (Er wurde beim letzten Upcoming Filmmakers Zweiter) haben nach ihrem Gusto in Unterkategorien Spezialpreise vergeben. Für Dustin Rees und seinem Animationsfilm „The Bellringer“ die beste Idee, beste Ausstattung an den Film „Die Schlacht von Orléans“ und die jüngsten Teilnehmer Manuel Dangel und Tobias Aeschbach, beste Regie für „De la révolution, des marcels et des aillerons“ des Westschweizers Alain Wirth sowie beste Bildgestaltung an Sarah Horst und Juri Steinhart mit ihrem Film „Bon Appetit“.

Auch dieses Jahr war das Schweizer Jungfilmfestival Luzern Upcoming Filmmakers ein Erfolg und versammelte junge Filmemacher, Profis und Filmliebhaber vor der Leinwand. Gewinnerglück und neue Ideen erwarten bereits das 7. Schweizer Jungfilmfestival Luzern 2008.

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