Kultur | 08.10.2007

Schattenseiten des Erfolgs

Im eben auf DVD erschienen Film "One Way" kämpft Til Schweizer als Werbeprofi gegen das Unrecht - und bleibt doch nicht frei davon.
Das Gesetz ist keine Hilfe mehr: Til Schweiger als Eddie Schneider. Fotos: Universal Die DVD ist erschienen bei Universal Pictures.

Endlich hat es der Werbeprofi Eddie Schneider (Til Schweiger) geschafft: Er soll Partner in der Agentur werden und die Hochzeit mit der Tochter seines Chefs (Stefanie von Pfetten) steht kurz bevor. Alles scheint perfekt, doch dann vergewaltigt sein zukünftiger Schwager Anthony brutal eine Angestellte und zwingt Eddie zu einer Falschaussage. Als Anthony kurz darauf ermordet aufgefunden wird, fällt der Verdacht auf Eddie.

Glaubwürdiges Opfer

Leider beginnt der Film mit einer der schlechtesten Szenen des ganzen Filmes – eine Vergewaltigungsszene die mehr verwirrt als, wie wahrscheinlich gewollt, schockiert. Später vermisst man diese anfängliche Unsicherheit dann jedoch wieder, der Film ist eher platt gehalten und hat keine überraschende Wendungen. Auch sonst fehlt dem Film das innovative Pünktchen auf dem I. Der Hintergrund des Filmes ist jedoch ganz klar positiv zu vermerken. Das Thema Vergewaltigung mit anschliessender Selbstjustiz in ein wirtschaftliches Karriereumfeld zu integrieren, ist eine interessante Idee welche auch sehr realistisch umgesetzt wurde. Gelobt wurde der Film oft wegen der sehr authentischen Darstellung der Opferrolle.

Leider fehlt dem Film ein wenig die Spannung und lässt dem Zuschauer selten eine Wahl, selbst zu entscheiden, wer gut und wer böse ist. Dennoch ist er dank den sehr schön gestalteten Menüs und den langen Extras einen Kauf wert – nicht nur für Fans von Till Schweiger.