Kultur | 01.10.2007

Nichts für Sesselkleber

Text von Lena Tichy
Seit 2003 findet es jedes Jahr in Bern statt: Das Kurzfilmfestival Shnit. Auch heuer ist das Programm wieder atemberaubend im wahrsten Sinne des Wortes.

Filmfestivals haben gemeinhin den Ruf, etwas für intellektuelle Cineasten zu sein, die dann jeweils die Gelegenheit ergreifen, stundenlang über theoretische Aspekte der gezeigten Filme zu diskutieren. Nicht so das Kurzfilmfestival Shnit, welches diesen Monat in um die Turnhalle des Progr in Bern stattfindet. Hier ist Stillsitzen eher die Ausnahme. Entweder findet nämlich gerade eine „Filmkaraoke-Weltmeisterschaft“ statt oder es gibt einen „Realtime-Filmwettstreit“ bei dem Filmemacherinnen oder Filmemacher in Echtzeit jeweils ein und dieselbe Textvorlage von Schriftsteller Pedro Lenz verfilmen.


Buhen oder Klatschen

Wem das nicht Aufregung genug ist, ist herzlich eingeladen, sich an der Slam Movie Night am Eröffnungsabend zu beteiligen. Dabei werden ausgewählte Kurzfilme gezeigt, die das Publikum durch lautes Buhen abwählen oder durch begeistertes Klatschen weiterbringen kann. Jener Film, der die harte Jury überlebt, wird am Ende des Abends zum Gewinner gekürt. Selbstverständlich vergibt das Shnit auch noch einen ganz grossen Preis. 72 Kurzfilme aus 16 verschiedenen Nationen buhlen um den Titel „Bester Shnit-Kurzfilm 2007“. Dabei ist keiner der gezeigten Filme länger als eine Viertelstunde. Fastfood mit kulturellem Mehrwert, sozusagen.

Tickets


Eintrittskarten sowie Tages- und Festivalpässe können im Olmo-Ticket an der Zeughausgasse 14 in Bern bezogen werden. Der Online-Verkauf läuft ab dem 25. September über www.starticket.ch

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