Kultur | 29.10.2007

Grillpartys und Tage am Strand

Text von Jessica Hefti | Bilder von Tatjana Rüegsegger
Die Dänische Band The Elephants zeigt ihre Version von fröhlicher Musik.Auf ihrem gleichnamigen Album vermischen sie ein bisschen 60er mit dem ganz normalen heutigen Wahnsinn.
Gelb wie die Sonne: Das Cover der CD.
Bild: Tatjana Rüegsegger

Wovon viele Nachwuchsbands träumen: Nach unzähligen Live-Auftritten auch ohne Schweiss zu vergiessen, gehört zu werden, sprich; einen Plattenvertrag unterschreiben, eine CD zu produzieren. The Elephants aus Kopenhagen gelang dies beim Hamburger Label Tapete Records. Nun kann man das Ergebnis kaufen.

Laut Tapete Records besteht die Band aus vier ranken und schlanken Jungs und Mädchen, wobei zwei weitere Elefäntchen noch im Hintergrund instrumentalisch mitmischen. Der Indie-Rock hört sich dann auch genau so an, als hätten sechs Freunde den Tag am Strand verbracht, ein einsamer Strand sei dabei noch nebenbei erwähnt, um abends im Biergarten ihre Songs zum Besten zu geben. Doch im Gegensatz zu Elefanten sehen die Dänen schön glatt aus und ihre Songs gegen jegliche Art von Blues, sei es wegen der Liebe oder dem Herbst, stammen vermutlich direkt aus ihren Träumen.

Da ist zum Beispiel „5 Minutes“, der Song der zwar nur 3 Minuten 11 Sekunden lang ist, aber genug um nochmals die vergangenen Grillparty-Erinnerungen hervorzurufen. Bei „Autumn Hearts“ darf man der Gitarrstin Martine Madsen zuhören, wie sie mit hoher klaren Stimme ihre Version von einem Califiornia Dreaming singt, während es in „New Ark“ einfach um Flughäfen und Fliegen geht. Die Texte sollten auch nicht besonders ernst genommen werden, so etwa schreibt sich in „Valentine’s Day“ ein Typ am Tag der Liebe selber einen Brief, in dem er sich verspricht, dass er sterben will. Aber wer soll auch etwas für die Text übrig haben, wenn es um Unterhaltung geht.  Darum, dem Regen entgegenzulächeln und bei „Good Time“ laut „uuuhhh“ mitzusingen.

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