Gesellschaft | 10.09.2007

„Leute auf dieser Welt, die sich engagieren“

Wohl nicht zuletzt des jungen Organisationskomitees wegen, zählte man am ersten Bieler Sozialforum sehr viele junge Leute. Die Stimmung war engagiert in den Workshops und gemütlich auf dem Gelände, wo ein Strassenfest den Anlass umrahmte. Tink.ch ging auf Stimmenfang.
Bild: Luca Casetti "Die Organisatoren des Sozialforums Biel Bienne sind auf einem guten Weg." Adrian Dörig, 23, aus Flawil. Fotos: Lailo Sadeghi "Das so etwas, wie dieses Forum möglich ist, stimmt mich optimistisch." Rahel Nater, 23, aus Münchenbuchsee. "Um etwas verändern zu können, muss man sich gut informieren und der Sache auf den Grund gehen. Blinder Idealismus kann sich schnell ins Gegenteil kehren." Frank Moser, 31, aus Bern. "Mich beschäftigt das Ungleichgewicht zwischen Norden und Süden. Ich möchte etwas dagegen tun und im Bereich Fair Trade aktiv werden." Tanja Burgdorfer, 25, aus Zürich.

Adrian Dörig:

„Hier zeigt sich wieder einmal, dass es Leute gibt auf dieser Welt, die sich engagieren, die Freiwilligenarbeit leisten und von unten herauf etwas bewirken. Selber helfe ich bei der Organisation des SUFO mit, des Sozial- und Umweltforums Ostschweiz. Nach Biel bin ich gekommen, weil ich sehen wollte, wie es die jungen Organisatoren hier in der Westschweiz machen. Sie haben schon bei der ersten Ausgabe viel erreicht, mit guten Workshops und einer interessanten Podiumsdiskussion.“

Rahel Nater:

„Ich bin beeindruckt von den Leuten, die das Sozialforum Biel auf die Beine gestellt haben. Das so etwas möglich ist, stimmt mich optimistisch. Meine Teilnahme sehe ich als kleinen Beitrag, etwas zu verändern und zu bewegen. Aber ich will mehr tun, zum Beispiel konsequenter sein bei der vegetarischen Ernährung. Das hat mir ein Workshop gezeigt, in dem es um den Fleischkonsum und seine Auswirkungen ging.“

Frank Moser:

„Ich bin gekommen um hier am Sozialforum die INWO – Initiative für Natürliche Wirtschaftsordnung – zu präsentieren. An so einem Anlass können wir unser freiwirtschaftliches Gedankengut direkt an die Leute bringen. Es sind allerdings eher wenig Leute gekommen, was vielleicht daran liegt, dass die Leute erst  dann sozial sein können, wenn die Grundvoraussetzungen dafür gegeben sind, wenn ihre Bedürfnisse, wie Einkommen und Sicherheit, gedeckt sind. Damit befasst sich auch die INWO – mit einer Welt, wo alle Platz haben.“

Tanja Burgdorfer:

„Für die Workshops bin ich etwas zu spät gekommen, aber jetzt geniesse ich die gute Stimmung. Soziale Fragen interessieren mich ganz allgemein, im Besonderen der Bereich Fair Trade. Ich möchte beruflich etwas in dieser Richtung machen, um etwas zu tun gegen das Ungleichgewicht zwischen Norden und Süden. Das kann ich aber auch schon im Alltag, indem ich meinen Konsum ökologisch und sozial ausrichte. Jeder und jede Einzelne kann dadurch etwas verändern.“

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