Politik | 24.09.2007

Der Tag danach

Text von Noah Thoma | Bilder von Raphael Hünerfauth
Kurz vor Montagmittag folgten Presseleute und andere Interessierte dem Ruf der Jugendsession an die Pressekonferenz im Medienzentrum des Bundeshauses.
Von links: Salome Hofer, Pauline Gerardier, Rolf Heuberger, Diego Bigger und Christoph Musy.
Bild: Raphael Hünerfauth

Es schlug gerade viertel nach elf, als Christoph Musy, Projektleiter der Jugendsession mit seiner Einführung in die Medienkonferenz begann. Auf dem Podium hatten fünf Verantwortliche der Jugendsession Platz genommen. Das harte und lange Wochenende schien an niemandem spurlos vorbeigegangen zu sein, soviel stand bereits bei der nüchternen Betrachtung aus rund zwanzig Metern Entfernung fest. Dies darf aufgrund des dichten Programms der 16. Jugendsession allerdings auch nicht verwundern. Für die französischsprachigen Jungpolitiker sprach zuerst Pauline Girardier vom Organisationskommitte

Positive Rücklicke, zuversichtliche Ausblicke
OK-Präsidentin Salome Hofer griff dann sichtlich erfreut einige Highlights der diesjährigen Jugendsession auf. Einer der angesprochenen Lichtblicke stellte zweifellos die SMS-Aktion dar. Jedermann und Jederfrau steht noch bis zum 21. Oktober die Möglichkeit offen, sich mit einem Weltverbesserungsvorschlag zu melden. Die sechzehn besten Einsendungen werden dem neuen Parlament vorgelegt werden. Dass der Bundesplatz und Pascal Couchepin der Jugendsession 2007 zur Verfügung standen, geniesst für Salome Hofer Symbolcharakter: „Die Stimme der Jugend soll nicht hinter verschlossenen Türen erklingen. Der diesjährigen Jugendsession ist es nun gelungen, diese Brücke zwischen Bundeshaus und Öffentlichkeit zu schlagen, indem sie stark auf dem Bundesplatz präsent war. Interessante Dialoge entstanden überall, ob in organisierten Debatten oder Gesprächen mit Passanten auf offener Strasse.“

Breites Themenband
Seine Müdigkeit konnte auch Rolf Heuberger vom Forum Jugendsession nur schlecht vertuschen. Was er jedoch erfolgreich in Erinnerung rufen konnte, war die breite Themenauswahl. Von Formel 1 bis zum Stimmrecht 16 wurden diverse Themen debattiert, in prägnanten Diskussionen Lösungswege gesucht. Erfreulicherweise konnten auch erste Resultate präsentiert werden, Statements und Petitionen, welche nun hoffentlich ihren Weg ins Parlament finden. Nicht zuletzt fordert die Jugendsession den Bundesrat dazu auf, gegen die Jugendgewalt präventive statt repressive Massnahmen einzusetzen. Wie die Pressekonferenz begann, so hörte sie auch auf. Christoph Musy bedankte sich für das Erscheinen und wünschte viel Spass bei der anstehenden Wahldebatte, die – wo auch sonst – auf dem Bundesplatz stattfand.

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