Kultur | 01.09.2007

Bis das Portemonnaie nichts mehr hergibt

Text von Wanja Knausz
Im noch schlammig nassen Boden aber trockenem Wetter startete am Freitag das nationale jährlich stattfindende Pfadi Folk Fest zum 100-jährigen Pfadijubiläum. Kein Open Air meinten die Veranstalter. Bühnen, Bands und tolle Stimmung gab es aber trotzdem.
Claudo aus Zug, auch er war zufrieden. Fotos: Anina Peter. Florian von der Pfadi "Stärn vo Buebeberg" Spiez.

Neben Bands und Konzerten bot das PFF aber auch noch einige andere Dinge. Das Schwimmbad Solothurn war mit dem PFF-Ticket gratis und bot Platz für Fussball, Volleyball etc. Auch in der Altstadt unweit vom Festgelände gab es zwei Bühnen wo sich unter anderem auch Pfadibands präsentierten. Verschiedene Ateliers und ein „100 Jahre Pfadiweg“ liessen die ganze Stadt die Präsenz des Festes spüren.

Der Hauptteil des Jubiläums fand jedoch auf dem Festgelände unweit der Kulturfabrik Kofmehl statt. Open Season, Wurzel 5, Plüsch und viele mehr hatten hier ihren Auftritt. Insgesamt 50 Bands auf 5 Bühnen zeigten ihr Können, um während drei Tagen das hundertjährige Bestehen der Pfadi angemessen zu feiern. Da verziehen die Besucher den Organisatoren auch die teilweise langen Wartezeiten beim Eingang gerne.

Nicht lange warten mussten Scaccio, Max und Michelle. Die drei Liestaler Pfadimitglieder kamen bereits am Freitag um 18:00 Uhr und konnten sich so lange Wartezeiten ersparen. Die Stimmung sei Geil, und am meisten freuen würden sie sich auf die Rap und Hip-Hop Bands. Einziges Manko: Getränke mussten draussen bleiben. Vielleicht ein Grund dafür warum beim PFF erstaunlich wenige mit den Promillen kämpften. Problem wegen zu hohen Alkoholkonsum gab es jedenfalls keine.

„Besser als letztes Jahr“ meinte auch Florian von der Pfadi „Stärn vo Buebeberg“ aus Spiez zufrieden. Bleiben werde er drei Tage und Geld ausgeben bis das Portemonnaie nichts mehr hergibt, also um die 100 Franken.
Noch länger gereist waren Kathrin und Simone aus dem Appenzell. Klar dass auch sie drei Tage bleiben würden. In Vorfreude auf Open Season und trotz „recht langen“ Wartezeiten beim Eingang zeigten auch sie sich mit der Organisation zufrieden.
Claudio aus Zug war besonders mit den vielen Helfern zufrieden. Er sei hier

„Wegen den vielen Leuten“ und nur in zweiter Linie wegen den Bands. „Ich bleibe drei Tage und bin bisher zufrieden“, meinte auch er.

Zufrieden war auch Tink.ch. Das Schlammwaten war ein tolles Erlebnis und die Bands und die Stimmung waren nach getaner Arbeit einfach toll. Von wegen kein Open Air, abgesehen von den Zusatzprogrammen ausserhalb des Festgeländes, erinnerten hier nur die vielen Pfadiabzeichen daran was hier gefeiert wurde: 100 Jahre Pfadi Schweiz.