Kultur | 21.08.2007

Veränderung kommt, gute Musik bleibt

Am vierten und letzten Tag des Gampel Openairs rockte Mad Caddies die Hauptbühne. Die Ska- Punker aus Amerika übernahmen mit viel Power die Rolle des Publikummagneten.
Mad Caddies rockten am Sonntagnachmittag auf der Hauptbühne. Fotos: Sandro La Marca. Tolle Stimmung am letzten Festivaltag.

Pünktlich mit dem Konzertbeginn der Mad Caddies setzte am Sonntag Nachmittag zum ersten Mal am Gampelfestival 2007 auch der Regen ein. Glücklicherweise hielt sich dieser aber zurück und prasselte nicht erbarmungslos auf die Konzertbesucher nieder. Ganz anders die mit Sonnenbrille und Sonnenhut gekleideten Mad Caddies. Die sechs Kalifornier liessen sich von den Wetterbedingungen keineswegs beeindrucken und lockten mit ihrem Ska-Punk immer mehr Leute vor die Hauptbühne.  

Starke Bläser

Anders als bei den meisten Bands steht bei den Mad Caddies nicht der Sänger an vorderster Front. Zwar ist Chuck Robertson mit seiner melodiösen Stimme ein wichtiger Punkt in der Band, für die Showeinlagen und den Wirbel auf der Bühne sind jedoch die Musiker an den Blasinstrumenten besorgt. Der Posaune spielende Eduardo Hernandez liess es genauso krachen, wie Trompeter Keith Douglas. Die beiden putschten die von Lebensfreude sprudelnden Lieder mit den jedoch vorwiegend ernsten Songtexten regelmässig durch fulminante Bläsersolos auf. Je länger die Mad Caddies auf der Bühne standen, umso besser wurde auch das Wetter. Schon nach einer halben Stunde hatte sich der Regen wieder gänzlich eingestellt.  

Neue CD bringt Veränderung

Das Festival Gampel war eine Station in der Agenda der Mad Caddies, auf ihrer Europatournee mit der neuen CD „Keep It Going“. Die Scheibe erschien im April dieses Jahres und enthüllt einen kleinen Stilwechsel in der Musik der Amerikaner. Während man von der im Jahre 1995 gegründeten Band bisher sehr ska- und punklastige Musik gewohnt war, präsentiert sich die jüngste Scheibe deutlich mehr zum Pop orientiert. Während dem gesamten Konzert wechselten sich die älteren Lieder mit den neuen, dem Publikum noch spürbar unbekannten, Songs ab. Ohne viel mit der Menge zu kommunizieren, zogen die Ska-Punker ihre routiniert wirkende Show fehlerfrei durch. Kurz vor dem Ende des gut eine Stunde dauernden Konzertes, schenkten die Kalifornier den Konzertbesuchern noch ihren bisher grössten Hit „Monkeys“.

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