Kultur | 20.08.2007

„Songs direkt aus dem Läbe“

Text von Eliane Burri
Der Solothurner Rapper Bensch feierte seinen Tourauftakt an diesem Wochenende am Royal Arena Festival in Orpund. Seine Platte steht ab dem 24. August in den Läden. Tink.ch stellte ihm einige Fragen.
Rapper Bensch im Gespräch mit Tink.ch-Reporterin Eliane Burri. Fotos: Janosch Abel "Ich freue mich über jedes Graffiti, das ich sehe."

Wie bist du zum Rappen gekommen?

Ich habe mitte der Neunziger Jahre damit angefangen. In meinem Kollegenkreis war HipHop total in. Alle haben gerappt und so bin ich dann auch reingerutscht.

Wie geht es dir, wenn du auf der Bühne stehst, rappst und das Publikum dir zujubelt?

Es ist ein schönes Gefühl. Für mich ist es das Grösste, wenn ich mit meinen Songs die Leute berühren kann. Egal, ob sie tiefgründig oder einfach zum Party machen sind.

Was bedeutet dir die Hip Hop-Kultur?

Als ich anfing, waren die verschiedenen Elemente der Hip Hop-Kultur noch enger miteinander verbunden. Heute wird die Rap-Musik von den anderen Elementen oft abgekoppelt. An diesem Openair gibt es sie wieder alle: Die Breakdancer, Sprayer, DJs und die Rapper.

Wie lebst du den HipHop?

HipHop gehört zu meinem Leben. Meine Songs handeln von Themen aus dem

Alltag und ich höre Rap-Musik, wo immer ich kann. Ich freue mich über jeden Breakdancer und jedes Graffiti, das ich sehe.

Du bist Lehrer und Rapper. Passt das zusammen?

Klar. Es gibt viele Gemeinsamkeiten. In beiden Bereichen stehe ich vor einem Publikum und unterhalte die Leute. In der Schweiz gibt es einige Rapper, die auch Lehrer sind. Ich bin also keine Seltenheit.

Du hattest gestern einen speziellen Auftritt, mit dem Tourauftakt zu deinem neuen Album «Läbe“. Wie war dieser Moment für dich?

Es war ein besonderer Moment. Der Auftritt war der Startschuss für meine Release-Tour. Da Manillio mit mir auf der Bühne stand, war es noch spezieller. Wir haben gemeinsam für diesen Auftritt ein Konzertprogramm zusammengestellt. Es war daher ein einzigartiger Moment.

Gibt es eine lustige oder abgefahrene Geschichte die dir während der Arbeit am Album passiert ist?

Ja, es ist aber eine schöne Geschichte. Ich war letztes Jahr im März eine Woche lang auf Tour mit GZA von Wu-Tang Clan. Zum Ende der Tour war ich dann mit Dreddy Kruger aus dem Wu-Tang-Umfeld und Chace Infinite von Self Scientific im Studio. Wir haben somit die East- und Westcoast mit Solothurn verbunden.

Wie würdest du das Album «Läbe“ in ein paar Worten beschreiben?

Es sind Songs direkt aus dem „Läbe“. Traurig, schön, tiefgründig, zum Party machen, für Jedermann und Jedefrau.

Ist das Album so geworden, wie du es dir erhofft, beziehungsweise gewünscht hast?

Klar, ich bin zufrieden damit, sowohl von der textlichen als auch von der musikalischen Seite her. Als Rapper bist du verantwortlich für die Texte und wählst aber auch die Beats aus, somit kannst du klar mitbestimmen wie der Sound klingen soll. Jetzt bin ich gespannt, wie es bei den Leuten ankommt.

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