Kultur | 31.08.2007

Jugendliche machen Live-Fernsehen

Text von Ronny Tschanz | Bilder von Janosch Abel
Das Buskers Bern präsentierte dieses Jahr erstmals ein eigenes Fernsehen, genannt Buskers TV. Eine Gruppe von Jugendlichen produzierte die Sendungen. In die journalistische Arbeit eingeführt wurden sie von Profis, die sie auch bei den Recherchen begleiteten. Die fertigen Beiträge wurden dem Publikum an drei Abenden gezeigt.
Projekt Buskers TV: Jugendliche hinter den Kameras, an der Technik und als Moderatoren der Live-Sendungen vor Publikum: Fotos: Janosch Szabo
Bild: Janosch Abel

Am frühen Samstagabend ging es im mobilen Fernsehstudio von Buskers TV, bestehend aus einem Videoschnittwagen und einem alten Zirkuswagen, hektisch zu und her. Die Hauptprobe für die Präsentation vor Publikum war in vollem Gange. Da funktionierte noch so einiges nicht, es gab immer wieder Missverständnisse zwischen den Kameraleuten und der Regie. Dies sei jedoch auf die Müdigkeit der Jugendlichen zurückzuführen, sagte Projektleiterin Claudia Paiano: „Die nun Beinahe-Fernsehprofis haben während einer ganzen Woche streng nach Plan gearbeitet, und das macht eben sehr müde.“  

Die Hauptsendung am späteren Abend, als es bereits dunkel war, verlief dann aber wie geplant. Zwar gab es kleinere Fehler, die aber kaum ins Gewicht fielen. Das provisorische Fernsehstudio auf dem Waisenhausplatz füllte sich während der Übertragung auf Grossleinwand zunehmend, zog mehr und mehr Zuschauerinnen und Zuschauer an. Die dankten am Ende den Jugendlichen für ihre Arbeit mit Applaus.  

Nach der Sendung konnte Tink.ch kurz mit den Teilnehmenden des Projekts Buskers TV sprechen. In einem Punkt waren sich alle einig: Sie freuten sich, dass sie nun nach Hause gehen konnten, um sich vom stressigen Alltag eines Fernsehreporters zu erholen. „Wir haben alle sehr viel gelernt“ sagte Brian, der sich als Moderator betätigt hatte: „Ich würde es jederzeit wieder machen.“

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