Kultur | 06.07.2007

Schlecht in der Schule, gut im Singen

Text von Yann Schlegel
Melancholisch und sanft - so lässt sich das neuste Album von Ray Lamontagne umschreiben. In seinem neusten Werk "Till the sun turns black" offenbart der US-amerikanische Musiker wiederum sein Innerstes.
Das rabenschwarze neue Album: "Till the sun turns black.

An Sanftheit ist das neue Album von Ray Lamontagne wohl nicht mehr zu überbieten. Es ist die perfekte Musik für Fans von Streicheleinheiten und Rocker, die zwischendurch gerne mal abschalten. Lamontagne bringt mit seiner verträumten Stimme viel Melancholie in seine Lieder hinein und das Orchester spielt wehmütige, wunderschöne Klänge. Romantik pur, so kann man den Ausdruck der Musik auch zusammenfassen. So manches Liebespaar würde sich bei Lamontagnes Musik bestimmt noch näher aneinanderkuscheln.

Die ganze CD gestaltet sich mehrheitlich im gleichen Stil und beinhaltet absolut keine ausgefallenen Lieder. Für hartgesottene Rocker ist diese CD gar nichts und verdient wohl kaum eine Eins. Alle jedoch, die Musik mögen, welche zum Träumen verleitet, gäben der CD bestimmt eine acht oder neun, auf einer Skala von eins bis zehn. Was Ray Lamontagne bietet, sind Emotionen die er in Form von Gesang aus sich heraus lässt, wie er auch selbst sagt: „Ich hatte nur das Gefühl das etwas in mir steckte, das ich finden und aus mir herauslassen musste.“

Spezieller Werdegang

Der Mann aus dem nordamerikanischen New Hampshire sagt von sich selbst, er sei extrem schlecht gewesen in der Schule. Während seiner ganzen Schulzeit tat er nichts anderes als zu Zeichnen und Geschichten zu schreiben. Er verliess sein Zuhause gleich nach dem Schulabschluss, ohne eine Idee davon zu haben, was er tun möchte. Also begann er in einem Schuhladen zu Arbeiten. Eines Morgens, als er erwachte, klang wunderschöne Musik aus dem Radio an sein Bett. Dieser Tag veränderte sein ganzes Leben, denn nun wusste er, dass er singen wollte.

1999 nahm er sein erstes Demo auf, mit welchem er dann gleich zu den ersten Auftritten kam. In nur zwei Wochen entstand 2004 sein Debutalbum „Trouble“. Dies brachte ihm kontinuierlich steigenden Erfolg ein. „Till the sun turns black“ vereint die bekannten Qualitäten eines zweiten Albums: Ein Sound, der ausgereifter klingt und ein Künstler, der besser weiss, was er will.

Info:


"Till The Sun Turns Black" ist bei Import (point music) erschienen

 

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