Kultur | 30.07.2007

Rock auf Zuger Art

Text von Daniel Jörg
Die Zuger Band Wake genoss am Samtagabend den Heimvorteil und zog viele Rockbegeisterte ans Waldstock an.
Wake mit ihrem umwwerfenden Bühnenbild Singen kann er auch noch Der doppelte Rückenkratzer! Der Hammer

Nach ca. fünf Minuten Spielzeit dürfte wohl auch dem letzten Waldstockbesucher klar geworden sein, wer die zur Zeit stärkste Rockband im Kanton Zug ist. Rock mit Dreck und Eiern wurde der Menge geboten, welche dies auch zu schätzen wusste. Nachdem dann auch die letzten nervigen Strohballen vor der Bühne weggeräumt waren, stand dem Pogospass nichts mehr im Weg. Es wurde Headgebangt und Crowdgesuft. Was will man mehr. Selbst harte Bikertypen in Lederhosen sah man, wie sie sich in eckstatischer Weise zur Musik um sich selbst drehten. Jung und alt freute sich über eine geniale Rockshow.

Der Sänger schrie sich die Lungen aus dem Leib, sämtliche Gitarristen rannten völlig aus dem Häuschen von einem Ende der Bühne zum anderen und der Schlagzeuger verarbeitete seine Drumsticks zu Kleinholz. Und alles passierte in perfekter Harmonie. Langsame und schnelle Songs waren gleichermassen energiegeladen. Zugegeben, in der ersten Reihe hätte ich ein wenig Angst gehabt, einen Mikrofonständer oder Monitor an den Kopf zu bekommen, aber solche Sachen gehören auch irgendwie zu Rockkonzerten von diesem Kaliber dazu.

Klug waren jene, welche sich das neue Album «Tremor« direkt am Waldstock zum supergünstigen Aktionspreis besorgt haben. Es lohnt sich aber auch den normalen Preis zu zahlen. Wer möchte sich diese geballte Ladung Rock schon entgehen lassen? Aber genug der Lobeshymnen. Wake kann man nicht beschreiben, Wake muss man erleben!

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