Kultur | 30.07.2007

„Mir sind Gschnätzlets und wenn er nid ufpassed sinders nacher au!“

Text von Daniel Jörg
Am Samstag fand am Waldstock die etwas andere Dichterlesung statt. Abgerundet wurden die Kurzgeschichten von Silvano Cerutti von Count Vlads Liedern.
Los jetz zue! Der Gesichtsausdruck spricht Bände Count Vlad in Aktion. Eat The Rich!

Die Kurzgeschichten, welche Cerutti auf urkomische Art und Weise und mit viel Leidenschaft vortrug, handeln vom Alltag stink normaler Schweizer Bürger und ihren Problemen. Man könnte schon fast «Füdlibürger« sagen, so «bünzlig« sind die Akteure der amüsanten Geschichten gestaltet. Die Mischung aus Schweizerdeutsch und Hochdeutsch mit einem starken Mundart Einschlag, welche Cerutti gekonnt einsetzt, machen die Gedichte noch witziger als sie ohnehin schon sind.

Nach jeder Kurzgeschichte folgte eine Musikeinlage von Count Vlad. Das Programm wurde durch seine bluesig bis rockige Spielweise aufgelockert. Mit Songs wie «Eat The Rich« oder «All You Need Is Love« war für jeden etwas dabei. Nach letzterem gab Vlad zu, dass es immer schon sein Traum gewesen sei, diesen Song an einem «Hippie Festival« zu spielen.

«Aber es isch schwirig, i mim Traum hät ich no en drüü Meter lange Joint im Muul gha! Aber mer chömed dere Sach scho nöcher.«

Wie dem auch sei, die beiden ergänzten sich perfekt. Eine Show, die wunderbar zu einer Bratwurst mit Senf und einem kühlen Bier an einem warmen Sommerabend passt. Wer die Gelegenheit hat sich «Gschnätzlets« in nächster Zeit anzuschauen, sollte die Gelegenheit unbedingt nutzen! Der nächste Termin wäre am 02.08.07 in Aarau. Mehr Infos dazu unter dem unten aufgeführten Link.

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