Kultur | 03.06.2007

Knaller zum Saisonabschluss

Das Solothurner Kofmehl präsentierte zum Saisonabschluss noch einmal einen musikalischen Leckerbissen. Nach den überzeugenden Vorbands A.F. und Ticking Bombs rockte die Schwedische Punkrock-Band No Fun At All die ausverkaufte Kulturfabrik.
Die Band Ticking Bombs überzeugten mit hartem Punkrock... Fotos: Thomas Hirsbrunner ...und energievollem Auftreten. No Fun At All im Einsatz.

Pünktlich um 21.45 Uhr eröffnete die Walliser Punkrockband A.F. das Saison-Abschlussspektakel. Die Vier-Mann-Combo rockte das bereits zahlreich erschienene Publikum in Festlaune und legte mit ihrem dreiviertelstündigen Konzert den Grundstein für einen gelungenen Abend. Das Punkrock-Quartett stellte sofort unter Beweis, dass ihre Auftritte an Festivals wie Gampel oder Greenfield nicht Zufall waren. Zudem zeigte A.F, das sich ausgeschrieben „allpot futsch“ nennt, dass auch in der Schweiz hochstehender Punkrock produziert wird.  

Militärlook und Gitarrengewitter

Wenige Minuten nach dem Abgang von A.F. betrat bereits die nächste Band die Konzertbühne der Kulturfabrik. Die fünf Mitglieder der Schwedischen Punkband Ticking Bombs erschienen einheitlich im Militärlook gekleidet und liessen es mit ihrem ersten Song gleich richtig krachen. Mit einem Gitarrengewitter begrüssten sie die schon fast gefüllte Kofmehl-Halle. In ihrer einstündigen Vorstellung ging es dann im gleichen Stile weiter. Ein energiegeladenes Stück reihte sich ans andere. Die Begriffe Ballade oder Softrock dürften für die Street Punker wohl Fremdwörter sein. Doch Ticking Bombs beeindrucke die Konzertbesucher nicht nur mit ihrer Musikgewalt. Wenn Sänger Dirty Joe mit seinem Schellenkranz rockte, gewagte Luftsprünge machte oder Schlagzeuger Johnny Imposter während den Songs mit den Drumsticks jonglierte, bewiesen die jungen Schweden, dass es ihnen auf keinen Fall an Energie mangelt.  

Nichts an Qualität verloren

Nachdem sich die Konzertbesucher in einer, diesmal etwas längeren, Pause von dem Feuerwerk der Ticking Bombs erholt hatten, rückten die lang ersehnten und gross angepriesenen Altrocker von No Fun At All ins Zentrum des Geschehens. Die fünfköpfige Band bestieg in düsterem Licht majestätisch die Bühne und legte sofort mächtig los. Das restlos ausverkaufte Kofmehl verwandelte sich in wenigen Sekunden in einen brodelnden Hexenkessel. No Fun At All hatte sich im Jahre 2001 offiziell aufgelöst und gibt seither nur noch sehr selten Konzerte. Dies hat zur Folge, dass es keine neuen Lieder im Angebot der pensionierten Punkrocker gibt, was ihren zahlreich erschienenen Fans allerdings überhaupt nichts ausmachte. Aber auch die Band genoss es sichtlich, vor der pogenden und mitsingenden Menschenmasse ihre alten Hits wieder zu beleben. Zwar waren die bereits etwas älteren Herren nicht mehr so energiegeladen wie ihre Vorband, ihr Handwerk beherrschen sie aber nach wie vor ausgezeichnet.  

Höhepunkt zum Abschluss

Es war bereits weit nach ein Uhr, als sich der gelungene Auftritt von No Fun At All und damit auch die Saison im Kofmehl langsam zu Ende neigte. Mit diesem musikalischen Höhepunkt kann man nun entspannt der Sommerpause entgegenblicken. Wer sich aber noch nicht von der Kulturfabrik verabschieden konnte, hatte nach den Konzerten noch die Gelegenheit, einige Stunden weiter zu feiern. Die anschliessende Abschlussparty wurde von verschiedenen DJ´s musikalisch unterstützt.