Kultur | 23.06.2007

Für gute Musik brauchts keinen guten Sound

Die New Yorker Band Sonic Youth brachte 1988 das Album "Daydream Nation" zum ersten Mal heraus. 2007 veröffentlichen sie es nochmals mit einem kleinen, oder eher grossen Bonus.
Das Coverbild ist ein Werk des Malers Gerhard Richter und sieht so aus als ob es eine Foto sei. Sonic Youth. Die komplette Besatzung in jungen Jahren. Die zweite Seite der Kerze. Die Band zündet die Kerze an beiden Enden an.

Wer nicht viel von „Best of“-Platten hält und trotzdem eine Reihe von gutem Sound Zuhause zur Verfügung haben will, sollte sich dringend eine Sonic Youth CD zutun.

Doch es ist nicht ganz so einfach ein Album zu wählen, vor allem wenn man die Band eigentlich nicht wirklich kennt. „Daydream Nation“ ist DAS Sonic Youth Album welches man als Ersatz für ein „Best of“ Album braucht.

Die Platte (Frühere Ausgabe 1988 Anm. d. Red. ) wurde zusammen mit einer  Live-Aufnahme wieder veröffentlicht. Das komplette Album, vom riesigen Hit „Teenage Riot“ zur Joni Mitchell-Hommage „Hey Joni“ und zurück zum rockigen „Candle“, ist alles was man von Sonic Youth kennen muss. Auch die vergessenen Songs „Kissability“ und „The Sprawl“ sind mit dabei.

Das berühmte „Silver Rocket“, welches man wegen dem kurzen Zwischenspiel von Thurston Moore kennt, fehlt auch nicht. Im mitgelieferten Booklet findet man kleine Anekdoten zu den verschiedenen Songs und Interviews in denen sich Kim Gordon, Thurston Moore, Lee Renaldo und Steve Shelley  darüber Streiten, wieso sie welche Texte schrieben.

Echter Leckerbissen

Es ist einfach eine unverwechselbare Sonic Youth-Platte.  Neben der originalen Ausgabe der CD befindet sich in der Special Edition auch noch eine Cd mit verschiedenen Live Performances der einzelnen Songs, welche auf „Daydream Nation“ zu finden sind. Ganz exklusiv sind da die vier Coversongs die am Schluss der zweiten Platte zu finden sind. „Within you without you“ (Original von den Beatles, Anm. d. Red. )  ist ein echter Leckerbissen und erinnert uns daran, dass Sonic Youth seine Wurzeln in der psychedelischen Musik hat. Als letzten Bonus gibt es noch die Trilogie: „The Wonder“, „Hyperstation“ und „Elimnator Jr.“ welche heutzutage schwer zu finden ist. Das Album ist rockig, schnell, ausgeflippt, frisch, anders. Es ist ganz einfach Sonic Youth. Die letzten Worte überlasse ich der Sonic-Sängerin Kim Gordon: „The Drifter wasn’t a great guitar. But it doesn’t take great playing or even great sound to make a great album.“ („Man braucht kein grossartiger Spieler zu sein, man braucht nicht einmal guten Sound, um ein wirklich grossartiges Album zu machen.“)

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