Kultur | 11.06.2007

„Friedlich gegen Rassismus“

Text von Janosch Szabo
Ob am Infostand, beim Sinnesparcours, vor oder hinter der Bühne: Überall sah man am Imagine 2007 junge Leute in grünen T-Shirts mit dem Schriftzug Staff. Tink.ch fragte sechs von ihnen, wieso sie beim Festival aktiv mitmachen, was sie über Rassismus denken und wie sie selber zu mehr Toleranz beitragen können.
Sofia Liebermann, 17, Basel. Fotos: Janosch Szabo Lukas Künzli, 16, Binningen Lea Grass, 18, Münchenstein Emanuel Wyss, 17, Basel Tomi Heitzmann, 17, Nunningen

Sofia Liebermann, 17, Basel

Imagine ist ein aktiver Akt gegen Rassismus, um den Leuten zu zeigen, wie wichtig das Thema ist. Ich erschrecke immer wieder, wie viel Hass aufgrund von Vorurteilen gegen Leute entwickelt wird, die gar nichts dafür können. Das, finde ich, muss sich ändern, Rassismus bringt nichts. Diese Meinung vertrete ich hier am Festival, wo ich mitarbeite und Flyer verteile, und auch in meinem Umfeld.

Lukas Künzli, 16, Binningen
Hier am Festival engagiere ich mich, weil es Spass macht und weil etwas dahinter steckt. Ausgrenzung ist alltäglich, aber wir dürfen sie nicht akzeptieren. Jeder und jede kann einen kleinen Teil dagegen machen. Ich zum Beispiel sensibilisiere Leute in meinem Umfeld für das Thema, versuche sie zum nachdenken anzuregen. Ein erster wichtiger Schritt ist nämlich, dass jedem das eigene Handeln bewusst ist.

Lea Grass, 18, Münchenstein

Andere Menschen, andere Kulturen, das finde ich interessant. Deshalb stören mich rassistische Haltungen. Ich finde es wichtig, dass die Menschen offener werden und weniger egoistisch denken und handeln. Das wäre schon ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Toleranz. Selber kann ich dazu beitragen, indem ich mit anderen Leuten darüber diskutiere, sie anrege, ihre Meinungen vielleicht mal zu hinterfragen.   

Emanuel Wyss, 17, Basel

Ich organisiere gern und finde es wichtig, dass es ein Festival gegen Rassismus gibt. Deshalb mache ich hier am Imagine aktiv mit. Ich finde es daneben, wenn man Leute wegen Äusserlichkeiten oder Angewohnheiten ausgrenzt. Wir müssen unsere Vorurteile loswerden. Ein solches Festival kann dazu anregen, darüber nachzudenken, wie man selber dazusteht, ob man selber Vorurteile hat.

Tomi Heitzmann, 17, Nunningen

Imagine ist ein Festival, das die richtige Sache unterstützt, das friedlich gegen Rassismus kämpft und obendrein ein Hammergratisopenair ist. Die Ideologie der Gesellschaft müsste sich verändern, sie müsste weltoffener und vorurteilslos werden, weil das ein friedliches Zusammenleben aller Menschen möglich machen würde. Ich versuche selber so zu sein: weltoffen, friedlich, vorurteilslos.

Rebecca Häusel, 22, Basel

Imagine ist ein tolles Projekt. Hier begegnen sich Menschen, hier durchmischen sich Kulturen, Toleranz wird gefördert und eine gute Stimmung verbreitet. Mit so einem Festival kann man der Angst vor dem Anderen und dem Neuen begegnen. Denn Rassismus gibt es und darf kein Tabuthema sein. Hier am Imagine wird ein Bewusstsein dafür geweckt. Ich finde es wichtig, dass Leute miteinander ins Gespräch kommen, dadurch entsteht gegenseitiges Verständnis.

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