Kultur | 24.06.2007

Festival vom Feinsten

Gutes Wetter, hochkarätige Bands, super Stimmung: Am zweiten Festivaltag, der vorwiegend von Rock und Punk-Rock regiert wurde, passte alles zusammen.
The Hives aus Schweden treten immer einheitlich in Schale gekleidet auf. Marta und ihre Band Die Happy übernahmen die Rolle des Publikumsmagneten. Flogging Molly sorgte mit irischem Volkspunk für Tanzstimmung.

Es war ein heisser Tag, an dem es nur um die Mittagszeit einen kurzen, abkühlenden Regenschauer gab. Die Festivalbesucher hatten zwei Absagen von Bands hinzunehmen, die eigentlich für diesen zweiten Festivaltag vorhergesehen waren. Vier Tage vor dem offiziellen Beginn des Greenfield Festivals meldete sich Modest Mouse ab. Und der von vielen Fans sehnlichst erwartete Auftritt von My Chemical Romance wurde kurzfristig durch einen Sturm am Vorabend in Venedig verhindert. Um die entstandenen Lücken zu füllen, verlängerten viele Bands ihre Auftritte und sorgten mit Rock- und Punkmusik für einen gelungenen Festivaltag.  


Weiblicher Publikumsmagnet

Das Samstags-Programm war sehr vielversprechend. Auf der Zeltbühne sorgten Reel Big Fish und Cataract zuerst einmal für harten Ska-Punk und ein Metalgewitter. Spät am Abend besiegelte die Punkband Me First And The Gimme Gimmes mit ihren Coverversionen aus den sechziger und siebziger Jahren den Samstag im Zelt. 

Nachdem am frühen Nachmittag 5’o Clock Heroes, Madsen und die Schweizer Punkband Snitch die Hauptbühne rockten, übernahm um 15 Uhr die Band Die Happy das Zepter. Obwohl sich zu Beginn des Konzertes noch nicht so viele Leute vor der Bühne versammelt hatten, überzeugten die Deutschen mit einer erfrischenden Mischung aus Pop und Rock und gefielen in der Rolle des Publikummagneten. Die attraktive Sängerin Marta Jandova sorgte dafür, dass vor allem die männlichen Festivalbesucher endgültig auf dem Konzertgelände erschienen.  

Stolze Iren und energiegeladene Schweden

Davon profitierte auch die anschliessend auftretende Band Flogging Molly, die bereits vor zwei Jahren am Greenfield dabei war. Mit ihrem Volkspunk luden die in Los Angeles lebenden Iren förmlich zum tanzen und pogen ein. Die siebenköpfige Band ist mit vielen Instrumenten ausgestattet und löst sich damit geschickt vom üblichen Punkrockmuster. Nach einer halbstündigen Pause stand dann bereits der nächste grosse Act auf dem Programm. Die Alternative-Rockband The Hives sorgte für super Musik und Unterhaltung pur. Die fünf schwedischen Energiebündel rockten die Bühne so publikumsnah wie es wohl keine zweite Band an diesem Festival vermochte. Die Band um Sänger Pelle Almqvist zeigte eindrücklich, dass sie im vergangenen Jahr nicht vergeblich von einem der grössten Musikmagazine zur „Best live band in the world“ geehrt wurde.  

Melancholie vor dem Hauptact

Pünktlich um 20.30 Uhr betraten dann die Stars von Queens of the stone age die Bühne. Die Kalifornier legten einen routinierten und überzeugenden Auftritt hin. Sie vermochten sich mit jedem Lied zu steigern und beeindruckten vor allem gegen Ende des Konzertes mit schier unglaublichen Gitarrensoli. Sänger Josh Homme, das einzige ständige Mitglied der Band, kam beim Publikum mit seinen melancholischen Liedern sehr gut an. Nachdem die „Königinnen“ ihre eineinhalbstündige Vorstellung unter lautem Applaus beendet hatten, war die Bühne frei für den Hauptact und musikalischen Abschluss des Tages. Mit The Killers fiel diese Ehre einer weiteren US-Amerikanischen Band zu.

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