Kultur | 20.06.2007

Entspannung zum Abschluss

Am dritten und letzten Tag spielten am Greenfield Festival vermehrt ruhigere Bands auf. Nebst The Smashing Pumpkins, Incubus und Stone Sour gab es auch einige kleine Entdeckungen.
30 Seconds to Mars setzte in der Zeltbühne auf Radio-Rock. Die sechs Jungs von Stone Sour heizten nochmals mächtig ein. Incubus sorgte am Abend für melancholische Atmosphäre.

Bereits kurz nach Mittag wurden die letzten Schläfer und etwas müden Festivalgänger in ihren Zelten geweckt und von Mc Queen vor die Hauptbühne gelockt. Die vier englischen Powerfrauen boten vor allem dem männlichen Publikum rotzigen Rock’n’Roll und Hard Rock. Darauf folgte im Zelt harter Punk Rock mit den deutschen Itchy Poopzkid und Pop-Rock von Sugarplum Fairy aus Schweden. Trotz dem noch hochkarätigen Programm schienen viele Besucher bereits an die Heimreise zu denken, packten ihre Zelte zusammen und verliessen bereits nach dem Mittag in grösseren Scharen das Gelände. Dieser Abwanderung ein Ende zu setzen, versuchte Therapy?. Die Band aus Nordirland, die seit der Bandgründung 1989 auf Punk, Metal und Rock’n’Roll setzt, sorgte nochmals für richtige Festivalatmosphäre.

30 Seconds to Mars setzten Ausrufezeichen

Während am Freitag vor allem Metal und harter Rock vorherrschend waren und am Samstag Punk-Rock und Rock dominierten, setzten die Veranstalter am Sonntag vermehrt auf ruhigere Musik, wie beispielsweise die von Frank Black und Dashboard Confessional. Für einen kleinen Höhepunkt waren die Jungs von 30 Seconds to Mars besorgt, die eigentlich bereits am Samstag hätten auftreten sollen, deren Gig aber aufgrund Planänderungen auf den letzten Tag verschoben wurde. Die Alternative Rock-Band begeisterte auf der Zeltbühne mit elektrisierendem und energiegeladenem Sound und zog das Publikum mit einer aufopfernden Live-Performance in ihren Bann. Kurz nach 17 Uhr hämmerte die US-amerikanische Band Stone Sour kräftigen Hard Rock über das Festivalgelände. Die fünf Musiker spielen nach eigenen Angaben „harte, melodische Musik mit Inhalt und Initiative“.

Bier, Brände und 24’848 Besucher

Aus einem Wörterbuch heraus entstand der Name der Band Incubus, die als Zweitletzte die noch anwesenden Besucher zu begeistern versuchte. Dies gelang den fünf Kaliforniern mit Crossover und Alternative, sowie Stücken wie „Anna Molly“, „Dig“ oder „Love Hurts“. Als Headliner sorgten anschliessend The Smashing Pumkins mit ihrem Comeback für den krönenden Abschluss eines Festivals, bei dem nebst hochstehender Rockmusik und stürmischem Regen am Freitag auch sehr viel Bier floss. Überschattet wurde das Musikfest von Bränden an vier Autos und einer Toi Toi-Toilette. Die Veranstalter gehen von einem technischen Defekt aus, Brandstiftung ist aber nicht auszuschliessen. Bereits jetzt darf man gespannt darauf sein, ob das Greenfield Festival 2008 an ihrem Konzept festhält, konsequent auf Rock und exklusive Bandauftritte zu setzen. Dieser Versuch scheint mit täglich fast 25’000 Besuchern aufgegangen zu sein.

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