Gesellschaft | 17.06.2007

Eigene Grenzen überwinden

Text von Carole Fuchs
Über Pfingten nahmen 150 Personen mit und ohne Behinderungen am Eurolager in Balzers teil. Ein kurzer Bericht über die Idee das Lagers.

1978 fand auf der Insel Reichenau (Bodensee) ein legendärer Eurovisionsgottesdienst mit behinderten und nicht behinderten Menschen aus dem ganzen deutschsprachigen Europa statt und wurde damals sogar vom Fernsehen übertragen. Aus diesem Grossanlass heraus entstand   ein Jahr später die Idee eines Zeltlagers mit behinderten und nicht behinderten Menschen, das auf ähnliche Weise jedes Jahr stattfinden soll. Das Eurolager war geboren. Seit 1979 treffen sich jedes Jahr 150 bis 160 junge Menschen in diesem Lager.

Die Idee des Eurolagers besteht hauptsächlich darin, behinderte mit nicht behinderten Menschen zusammenzuführen in einer Umgebung, in der man sich selbst sein kann. Die Veranstalter versuchen Vorurteile und anfängliche Berührungsängste in einer ungezwungenen Umgebung mit einer Mischung aus Spiel und Spass abzubauen.

Das diesjährige Lager in Balzers (Fürstentum Liechtenstein) stand ganz unter dem Motto Mittelalter und war verzaubert von Hexen, Gespenstern, Gauklern, Rittern und Königen. Die vier Tage über Pfingsten wurde getanzt, jongliert, musiziert, gekämpft, gespielt und viel gelacht. Auf dem Programm standen die kreative Zeltgruppenzeit, die energiegeladenen Grossgruppenspiele, die individuellen Ateliers, ein abwechslungsreicher Postenlauf und natürlich die unvergesslichen Feste am Abend, an denen eine Disco nicht fehlen durfte.

Der Höhepunkt war das grosse Spectaculum am Sonntagabend, wo alle mittelalterlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Können unter Beweis stellten.

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