Kultur | 31.05.2007

The Paces

Nicht alle Bands haben schon so viel am laufen wie The Paces aus Luzern. Ihr Mando Diao-Sound bringt sie so weit, dass sie sogar mit den Lovebugs auf Tour gehen. Adrian Schörter erläuterte für Tink.ch, wer die Paces sind und wohin sie wollen.
The Paces v.l.n.r.: Drummer Mex Respondek, Sänger Nicolas Chèvre, Bassist Patrick Bussmann und Gitarrist Adrian Schörter.

Spielt ihr dieses Jahr an einem Festival?

Nein, wir nehmen uns im Moment die CD-Aufnahme sehr zu Herzen. Wir hoffen schon, dass sich noch etwas ergibt. Aber wir haben uns dieses Jahr nicht so gross darum bemüht.

Wann kommt denn die CD raus?

Das ist noch nicht sicher. Wir nehmen zuerst einmal vier Songs auf in Zusammenarbeit mit einem deutschen Produzenten. Danach wird das ganze angeschaut: Wie ist es? Was kann man anders oder besser machen? Im nächsten Schritt wird das Ganze nochmals richtig aufgenommen und man geht damit auf der Suche nach einem Label. Vor allem in Deutschland, weil wir dort eine Agentin haben. Es müsste eigentlich schnell gehen, aber Musiker sind eben einfach langsamer als der Rest der Welt. Das hat man vorher beim Soundcheck von The View gemerkt. Vier Stunden hatten die, bis mal ein Ton raus kam und dann schlussendlich doch nichts. (Anm. d. Red.: Pete, Gitarrist von The View, hatte sich ein paar Wochen vor dem Konzert die Hand gebrochen und hatte Probleme beim Soundcheck, deswegen die Verzögerung.)

Wie würdest du eure Band beschreiben?

Wir sind The Paces aus Luzern und machen Gitarrenmusik.

Geht das noch genauer?

Es ist ein Mix zwischen Indierock und Britpop. Einfach Gitarrenmusik.

Wo habt ihr euch kennengelernt?

Mex, Nicolas und ich gingen zusammen zur Schule und Patrick ist ein Freund eines anderen Schulfreundes. So etwa kamen die Paces zusammen.

Wie ist das für euch in dieser Schweizer Szene zu sein und nicht zum Beispiel in England, wo eure Musik viel mehr gefördert werden würde?

Die Szene hier ist eben viel kleiner als die in England. Eigentlich ist sie auf der ganzen Welt grösser. Wir arbeiten aber daran und haben auch in Deutschland schon gewisse Sachen am Start. Letztes Jahr haben wir zweimal in Deutschland gespielt, das deckt schon mal die CD-Aufnahmen. Es geht also langsam vorwärts.

Gibt es euch denn schon lange?

Ursprünglich haben wir irgendwo in der sechsten Primar angefangen, ungefähr 1999. Das konnte man aber noch nicht wirklich ernst nehmen. Seit drei oder vier Jahren gibt es die Besatzung so wie sie Heute ist und seitdem sind wir eigentlich ziemlich intensiv daran.

Wird Musikmachen zu euerem Beruf werden?

Ich glaube, das können wir selber nicht entscheiden. Die Leute auf der ganzen Welt entscheiden das. Aber klar, das wäre schon sehr schön wenn wir das machen könnten.

Singt ihr alles auf Englisch, damit es besser in die Szene passt?

Ja, der Musikstil schreibt das eigentlich schon vor. Es stand nie zur Frage ob wir da…

…eine andere Sprache?

Es ist so: Beim Französischen hört es spätestens auf. Rein vom Musikstil her war es eigentlich gar nicht anders möglich. Wir wollen auch gar nicht auf Deutsch, Französisch oder Italienisch singen.

Schreibt ihr eure Songs selber?

Ja das schon. Ein Song entsteht meistens beim Sänger. Er hat eine Idee oder irgendwas und dann schauen wir es in der Gruppe an und beenden es. Danach kommt unser Produzent aus der Schweiz und schaut es nochmals mit uns an. Er sagt uns immer, was wir noch verändern können.

Da seid ihr ja schon richtig organisiert!

Na ja, Produzent könntest ja auch du sein. Die Frage ist, ob es sinnvoll ist oder nicht.

Habt ihr in letzter Zeit sonst noch irgendwo gespielt?

Wir waren im letzten Herbst mit den Lovebugs auf Tour, bevor sie nach Japan gingen. Wir gaben etwa neun Konzerte. Das war schon cool.

Hattet ihr denn keine Lust, mit nach Japan zu gehen?

Ach weisst du, wir hatten einfach keine Zeit dafür. (lacht) Naja, ich denke das wäre das für The Paces das finanzielle Ende gewesen.

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