Gesellschaft | 24.05.2007

Knotenpunkt wächst schneller als gedacht

Text von Andreas Renggli
Was beseitigtes Konkurrenzdenken innert kürzester Zeit bewirken kann, zeigt ein lebhaftes Kinder- und Jugendzentrum in Basel. Am Mittwoch feierte der Knotenpunkt F80 seinen ersten Geburtstag. Und bereits wird vom Ausbau geträumt.
Früher Villa, nun Jugendzentrum: Der Knotenpunkt F80 Ein Treffpunkt junger engagierter Leute.

„Eigentlich hätten wir uns für den Aufbau zwei Jahre Zeit geben wollen. Doch nun sind bereits nach einem Jahr alle Räume belegt.“ Stolz führt Christoph Nidecker durch den Knotenpunkt F80, das Kinder- und Jugendzentrum an der Feierabendstrasse 80 in Basel. Er selber leitet die Koordinationsstelle Jugendarbeit der evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt (Koje). In der stilvoll renovierten Villa trennt lediglich ein Korridor sein Büro von dem der katholischen Kinder- und Jugendfachstelle Ecco.

Was anfänglich Bedenken verbreitete, entwickelte sich rasch zu einem entscheidenden Vorteil: die räumlich nahe Zusammenarbeit zwischen den beiden Konfessionen und mit anderen Organisationen im Kinder- und Jugendbereich. Als Resultat der gegenseitigen Vernetzung ist zum Beispiel seit Eröffnung im Frühjahr 2006 bereits ein gemeinsamer Projektfonds für Kinder und Jugendliche entstanden.

Kulturelle Amuses bouches

60 bis 70 Personen haben am Mittwochabend an der ersten Geburtsfeier teilgenommen. Sie haben die tollen Räume bestaunt und sich über die erfreuliche Entwicklung des Zentrums informieren lassen. Doch nicht nur das: Junge Künstlerinnen und Künstler der Organisation Sprachraum M, des jüngsten Mitglieds im Knotenpunkt, haben in den einzelnen Räumen der Villa kulturelle Amuses bouche vom Feinsten serviert. Tink.ch präsentiert einige davon in der Rubrik Multimedia (siehe „Mehr zum Thema“).

Grosse Freude aller Beteiligten

Auch Thomas Gander von Ecco betont bei seiner Ansprache das gemeinsame Wirken: „Es ist eine grosse Freude hier im Knotenpunkt zu arbeiten. Tagsüber ist es jeweils etwas ruhiger, aber wehe, wenn es sechs oder sieben Uhr wird und die Jugendverbände mit ihren Leuten kommen und das Haus in Beschlag nehmen. Dann wird offensichtlich, dass es so was wie den Knotenpunkt gebraucht hat. Einen Ort, wo man Tür an Tür ist, schnell miteinander kommunizieren und sich austauschen kann. Ich freue mich deshalb auf das zweite Jahr im Knotenpunkt und die künftigen Projekte.“

Ende August werden die Organisationen des Knotenpunkts während des Jugendkulturfestivals an prominenter Lage das Friedensförderungsprojekt Peacecamp betreiben und gleichzeitig auf sich aufmerksam machen. Auch wenn sich die Existenz des Zentrums bereits weit herumgesprochen hat: Jede Woche gibt es zahlreiche Anfragen von Organisationen und Einzelpersonen, die die Räumlichkeiten nutzen möchten. Aus diesem Grund träumt Christoph Nidecker bereits vom Ausbau. Der Dachstock könnte in weitere Räume für Kinder und Jugendliche verwandelt werden und den Knotenpunkt viel schneller wachsen lassen als ursprünglich geplant.



Organisationen im Knotenpunkt F80

Ecco

Koje

Pfadi Region Basel

Jubla BS/BL

Infoklick.ch

Tink.ch

Sprachraum M

Familienpass

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