Kultur | 25.05.2007

Afrika in Winterthur

Wochenende, Feiertage, freie Tage, Pfingsten. Du weißt gar nicht was das ist? Mit christlichen Feiertagen kannst du nichts anfangen? Oder noch besser, du magst das Pfingstfest? Dann nichts wie los nach Winterthur. Dort sind wieder Afro-Pfingsten. Buntes Markttreiben, Konzerte, Filme, Geschichten und natürlich auch ein Gottesdienst laden ein zum freudigen Beisammensein.
Bild: www.afro-pfingsten.ch Farbenfroh, voller Energie, mit viel Rhytmus und Freude, Afro Pfingsten in Winterthur

 Eines der «Pfingstwunder« ist die Fähigkeit der Jünger, in allen Sprachen zu sprechen und alle Sprachen zu verstehen, so verschwinden kulturelle und sprachliche Barrieren. An den Afro-Pfingsten wird dieser Gedanke wieder aufgenommen. Afrika meets Schweiz, Afrika meets Afrika, Schweiz meets Schweiz und Schweiz meets Afrika, einfacher gesagt jeder trifft Jeden und Jede.

Balsam für Magen, Ohren, Augen, Seele

Für einige Tage verwandelt sich die Winterthurer Altstadt in ein farbenprächtiges, stimmungsvolles und lebendiges Plätzchen Erde, das mit Kunsthandwerk, Musik und kulinarischen Gaumenfreuden für jeden etwas zu bieten hat. Es herrscht ein buntes Markt-Treiben – bis Montag lädt der Afrika-Markt zum Flanieren, Staunen und Handeln ein, Freitag und Samstag kommt noch der Welt-Bazar dazu.

Um auch für Ohren und Geist etwas zu tun, haben die Veranstalter einige der stärksten und besten Stimmen des afrikanischen Kontinents nach Winterthur geholt. Über 20 Acts sorgen für beste Stimmung und juckende Füsse, schwing das Tanzbein, lass dich mit den Rhythmen treiben und heb ab. Ein Blick auf das Programm lohnt sich, denn je nach Musikgeschmack, findet sich ein passendes Konzert.

Neben Magen- und Ohrenfreuden sollen natürlich auch die Augen nicht zu kurz kommen. Bis zum 6. Juni lädt das Kino Loge zum Filmfest ein. Fünf Streifen aus verschiedenen afrikanischen Ländern laden zum verweilen, nachdenken, lachen und weinen ein.

Highlights

Am Sonntagmorgen wird in der City Halle ein Gospel-Gottesdienst abgehalten. Musiker und Theologen habe zusammen mit Jugendlichen das Thema «Hinsehen« am Beispiel Afrika erarbeitet. Auch der Pfingstgedanke der Verständigung und der Aufruf zu handeln wird hier gefeiert. Die Kollekte wird für Aids-Arbeit in Afrika eingesetzt.

Auch am Montagmorgen gibt’s was zu sehen und zu hören. Mamadou Sylla Ka alias Kara erzählt singend und in Begleitung von Gitarrenklängen Geschichten aus und vom Leben. Er folgt damit der Tradition der westafrikanischen Geschichtenerzähler, die so genannten Griots.

Simon Soha, Bildhauer und Maler aus Benin, hat sich mit der Frage auseinandergesetzt, die ganze Welt in eine Flasche zu bringen. Dies ist ihm gelungen, der Zuschauer entdeckt immer wieder neues in den Glasbehältern und fragt sich stets: Wie kam all dies in die Flaschen? Findet es heraus! Die Foto-Ausstellung läuft noch diesen Freitag und Samstag im Kunstwerkraum.

Lust bekommen? Dann stöbere doch mal durch die Afro-Pfingsten Homepage! Wie schon gesagt ob Film, Musik, Kunst, Hunger, Durst oder Lust auf Ferienfeeling – für jeden ist etwas zu finden.

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