Leben gefährdet die Gesundheit

In der Sonne liegen erzeugt Krebs, normale Butter führt zu Diabetes und Bluthochdruck, das Atmen neben einer viel befahrenen Strasse führt mit Bestimmtheit zu Asthma und Sport trägt körperliche Schäden als Konsequenz mit sich. Es stellt sich die Frage, ob denn auf dieser Welt überhaupt noch irgendetwas nicht schädlich ist. Bald darf der Mensch gar nicht mehr existieren, wenn er nicht sterben will. Gesundheit ist einer der wichtigsten Faktoren im Leben. Die Definition des Wortes gemäss der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus dem Jahre 1946 lautet: “Gesundheit ist ein Zustand des vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht die Abwesenheit von Krankheit oder Gebrechen.”


Sich lebendig fühlen

Uns Menschen dient die Gesundheit dazu, einen harmonischen Lebensfluss in unseren Alltag hineinzubringen. Sie unterscheidet sich in zwei Teile: Der körperlichen und der geistigen Verfassung. Wenn beide dieser Faktoren miteinander harmonieren, fühlt der Mensch sich wohl. Das bedeutet, unser Geist muss sich in einwandfrei funktionierender Reaktion und Gegenreaktion mit der Umwelt befinden. Zudem ist es für den Menschen wichtig, sich lebendig zu fühlen und dabei psychisch stabil zu sein. Empfindungen der Ausdauer, der Frische, des Wohlbehagens, der Kraft und Leistungsfähigkeit sollten dabei ein Teil davon sein.

Jedes Lebewesen strebt, meist unbewusst, Gesundheit an und will diese auch steigern, um eine hohe Lebensqualität und ein hohes Alter zu erreichen. In Gefühlen ausgedrückt ist es der Wille nach Dauerhaftigkeit. Der Mensch merkt oft erst wenn er schwer erkrankt, oder dem Ende seines Lebens entgegenkommt, welche Bedeutung die Gesundheit hat. Frauen sind im Allgemeinen gesundheitsbewusster als Männer, vor allem was den Bereich der Körperpflege anbelangt. Einer Studie zufolge konsultiert das weibliche Geschlecht auch häufiger den Arzt.

Einflüsse für ein gesundes Leben

Um gesund leben zu können, muss der Mensch viele Faktoren mit einbeziehen. Ohne die Erfüllung der lebensnotwendigen Bedürfnisse wie Trinken und Essen lässt sich kein langes, beziehungsweise geniessbares Leben gestalten. Gegebenenfalls bedarf es zum Beispiel einem grossem Aufwand, den Konsequenzen einer Sucht auszuweichen und dem so entstandenen gesundheitlichen Schaden.

Gesunde Ernährung ist einer der springenden Punkte, welcher das Wohlbefinden des Menschen entscheidend beeinflussen kann. Der Verzehr von allzu fetthaltigen Speisen wirkt sich schnell auf die Körpermasse aus und bringt somit Gefahren in Bezug auf das Kreislaufsystem mit sich. In der Folge fühlen sich viele der Übergewichtigen unwohl. Zudem werden sie oft von der Gesellschaft ausgegrenzt werden und nehmen aufgrund dessen weiter zu. Als Aussenseiter schotten sich Übergewichtige von sich aus ab, und durchleben nicht selten Depressionen. CVP-Politikerin Ruth Humbel forderte zudem kürzlich, dass Übergewichtige höhere Krankenkassenprämien bezahlen sollten, weil sie höhere Gesundheitskosten beanspruchen. Darauf erhielt Humbel heftige Reaktionen bis Drohungen. Vermutlich gingen diese von Betroffenen aus.

Ein weiteres gesundheitsförderndes Gebiet ist die körperliche Aktivität. Sport ist nicht Mord. Sport trägt, genau so wie gesunde Ernährung, zur Gesundheit des Menschen bei. Auch Stress im Überfluss hat gesundheitsschädliche Folgen. Suchmittel sind ein weiterer schwerwiegender Faktor: Sie haben eindeutig die schlimmsten Folgen für unsere sehr kostbare Gesundheit.

Projekte, soweit das Auge reicht

Im Unternehmen Mitte, in der Gerbergasse in Basel, konnte man vom 22. bis zum 30. Mai das Connect Café besuchen. Während dieser Zeit konnte man sich in einem Nebenraum des bei den Jugendlichen sehr beliebten Kaffeehauses über alle möglichen nationalen und internationalen Organisationen informieren, die alle ganz verschiedene Dinge anbieten. Von Schüleraustauschen bis hin zu verschiedenen Workcamps auf der ganzen Welt.

Neue Interessen

Beim Betreten des Cafés fiel schon beim ersten Mal auf, mit wie viel Mühe und Liebe der Raum gestaltet wurde. Er machte einen sehr gemütlichen und offenen Eindruck und man fühlte sich sofort willkommen und wohl darin. Überall lagen Prospekte und Flyer, die man anschauen und mitnehmen konnte. Nach Wunsch konnte man sich auch von einem der freundlichen, sympathischen, hilfsbereiten und gutaussehenden Veranstaltern beraten lassen, die sich sehr gerne Zeit für einen nahmen und einem viele Dinge erzählen konnten. Auf diese Weise wurden ganz neue Interessen geweckt.

Kurz Hereinschauen
Somit lohnte sich auf jeden Fall ein Besuch, wenn man überhaupt nicht wusste was man wollte. Auch Leute, die sich einfach gerne zu den anderen gesellen wollten, waren selbstverständlich herzlich willkommen. Und nicht selten ergab sich aus einem kurzen Hereinschauen ein interessantes Gespräch mit einem interessanten Menschen. Somit lohnte es sich auf alle Fälle für jeden, mal vorbei zu schauen. Alleine schon wegen der tollen Stimmung und den engagierten Leuten.

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Eine Woche uneingeschränkte Fantasie

Vom 20. bis 27. Mai fand in der Schützi in Olten zum 16. Mal die Jugendart statt. Neben den spannenden und farbigen Kunstausstellungen wurde auch ein interessantes Bühnenprogramm geboten.


Labyrinth der Kreativität

Die Band ist gerade dabei einzuspielen, als die ersten wenigen Besucher die Halle betreten. Viel Licht, Farbe und ein sehr familiäres Klima schlägt dem Eintretenden entgegen. Die Ausstellung besteht aus vielen Ecken die abwechslungsweise von Farbe sprühen und so ein Labyrinth der Kreativität bilden. Jeder junge Künstler hat seine eigenen Ecke in welcher er seine Arbeiten ausstellen kann. Fotos und Bilder in farbig oder schwarz-weiss und Kleider; die jungen Tätigen haben eine grosse Vielfalt an Kunst geschaffen. Einer der Künstler hat ein Gästebuch erstellt, in dem die Besucher aufgefordert werden, selbst den Pinsel in die Hand zu nehmen und ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. Oft sind die Werke auch zum Verkauf angeboten und die Überlegung, eines der Fotos zu kaufen, ist es allemal wert.


Kritik- und Verbesserungsfähig – die Jugend von heute

Jede Ecke ist unterschiedlicher wie sie nicht sein könnte. Das Chaos löst die Ordnung ab und sozialkritische Bilder ergänzen die Blumenfotos. Oft wird das Thema “Alltag” aufgegriffen und auf sehr unterschiedliche Art und Weise verarbeitet, spontane Fotografien und Alltagsgegenstände, die in Bilder eingearbeitet wurden, gestalten die Ausstellungswerke sehr abwechslungsreich. “Mich interessiert die Bildsprache der Jugendlichen und ich bin immer wieder gespannt, ob ich sie auch verstehe.”, sagt die Besucherin Verena Kälin-Squaratti aus Olten. Der grösste Teil der Künstler hat zusätzlich ein Notizbuch angebracht, in dem sie um die Meinung der Besucher bitten. Die Jugend von heute ist also auch Kritik- und vor allem Verbesserungs- und Veränderungsfähig. Dies findet auch Kälin-Squaratti. Sie besucht die Jugendart seit mehreren Jahren, um diese Veränderungen zu beobachten. “Malereien und Zeichnungen vermischen sich und der Einfluss des Comic verstärkt sich immer mehr. Aber es gefällt mir.”, findet sie.

Immer wieder Neues zu entdecken

Obwohl man das Gefühl hat, man hätte bereits alles gesehen, entdeckt man beim erneuten Durchlaufen der Ausstellung immer wieder Ecken, die man noch nicht gesehen hatte. Doch nicht nur die Werke der Jungen faszinieren; auch das organisierte Bühnenprogramm ist interessant. Tanzshows, Slam Poetrys und Konzerte ergänzen das Programm und animieren auch aussenstehenden Personen den Weg in die Schützi Olten auf sich zu nehmen. “Die 16. Jugendart lief insgesamt sehr gut, das Programm ging einwandfrei über die Bühne, da alles sehr gut organisiert war und wenn es zu Zwischenfällen kam, improvisierten wir.”, erzählt der Medienverantwortliche Tomas Honegger. “Backstage gibt es eigentlich immer Probleme, aber solange die Besucher zufrieden nach Hause gehen, interessiert das niemanden.”, fügt sein Kollege Manuel Locher an und: “Ich möchte es nicht abschliessend sagen, doch dieses Jahr hatten wir die beste Besucherzahl seit jeher.”

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Teil der Gesellschaft

“Die Schweiz soll in Zukunft so rauchfrei sein, dass niemand mehr unfreiwillig dem Passivrauch ausgesetzt ist”, fordert Simone Eigenmann-Schüttel vom Bundesamt für Gesundheit. In der Schweiz rauchen knapp 30 Prozent der Gesamtbevölkerung, in anderen Ländern liegt der Anteil der Raucher zum Teil noch höher. Um diese Zahl zu senken, sind seit einiger Zeit auf allen Zigarettenpackungen Warnhinweise abgedruckt. Doch zeigen diese überhaupt Wirkung? “In einer Studie gaben fast die Hälfte aller befragten Raucher an, dass ihre Motivation, mit dem Rauchen aufzuhören, durch die Warnhinweise gestiegen ist”, sagt Eigenmann-Schüttel weiter. Seit einigen Jahren nimmt die Zahl der Rauchenden in der Schweiz leicht ab und die Tendenz ist weiter sinkend.

Betreuung und Entwöhnungspräparat

Tabakraucher nehmen mit dem eingeatmeten Rauch kleine Mengen Nikotin auf und empfinden als Folge bestimmte körperliche Wirkungen. In geringen Dosen wirkt Nikotin als Nervenstimulans, indem es die Ausschüttung von Adrenalin und anderer Hormone fördert. Die Auswirkungen des Nikotins auf das Nervensystem sind von Mensch zu Mensch verschieden. Rauchen hat negative Auswirkungen auf die Gesundheit, etwa beim Herz, Kreislauf, den Lungen und verschiedenen anderen Organen. Krebs ist ein Thema, das Raucher besonders betrifft. Die Wahrscheinlichkeit, an Lungenkrebs zu erkranken, ist bei einem Raucher siebenmal höher als bei einem Nichtraucher. Das Rauchen aufzugeben stellt jedoch für viele Süchtige eine schier unlösbare Aufgabe dar. “Der Erfolg kann deutlich erhöht werden, wenn eine fachliche Betreuung und ein Entwöhnungspräparat kombiniert werden”, erklärt Simone Eigenmann Schüttel.

Grossen Einfluss auf die Wirtschaft

Die Gewohnheit des Rauchens entstand Mitte des 16. Jahrhunderts in England. Man nahm allgemein an, Rauchen baue Spannungen ab und habe keine Nebenwirkungen. Erst ab 1930 erkannte man, dass die chemischen Stoffe im Zigarettenrauch krebserregend sind und auch andere Krankheiten verursachen können. 1964 wurden angemessene Massnahmen gegen das Rauchen gesetzt. Erst im Jahre 1997 gestand ein amerikanischer Tabakkonzern öffentlich ein, dass Rauchen abhängig macht und gesundheitsschädlich ist. Medizinische Untersuchungen haben bewiesen, dass die Gesamtsterberate bei männlichen Rauchern mittleren Alters doppelt so hoch ist wie bei Nichtrauchern. 

Gelöst und selbstbewusst

Alkohol, das am zweithäufigsten konsumierte Suchtmittel, wird oft eingenommen um sich in eine bessere Stimmung zu versetzten oder sich aufzumuntern. Man fühlt sich weniger gehemmt, gelöster und selbstbewusster. Diese positiv erlebten Wirkungen können aber mit steigender Alkoholmenge auch ins Negative kippen. “Risikoarmes Trinken ist auch ein jederzeit situationsangepasstes Trinken. Das heisst: kein Alkohol, beim Fahren, während der Arbeit, beim Sport und während der Schwangerschaft.”, weiss Simone Eigenmann-Schüttel vom BAG. “Die Schädlichkeit des Alkoholkonsums ist nicht nur vom konkreten Trinkmuster abhängig. Das konkrete Konsumumfeld oder die individuellen Reaktionsmuster unter Alkoholeinfluss sind ebenso von Bedeutung.”


Der Mann wird zur Frau und umgekehrt

Alkohol wird über die Leber abgebaut. Bei sehr häufigem Trinken von Alkohol kommt es in der Leber durch die Entgiftungsfunktion zum Teil zur Überlastung des Leberstoffwechsels und durch die hohe Alkoholkonzentration auch zur Zellschädigung. Auf Dauer entwickeln sich aus erhöhtem Alkoholkonsum eine vergrösserte Leber und eine Anhäufung von Fett, zur so genannten Fettleber. Eine Fettleber kann sich aber durch Abstinenz regenerieren. Wird weiter getrunken, kommt es zu einer dauerhaften Schädigung, denn zerstörtes Organgewebe regeneriert sich nicht mehr. Alkoholiker leiden im Gegensatz zu vielen Nichtalkoholikern viel häufiger an Hirnschrumpfungen. Bei extremem Alkoholkonsum stellt sich bei Männern zudem die männliche Hormontätigkeit langsam ein und die weiblichen Hormone können nicht mehr abgebaut werden. Das hat zur Folge, dass der Mann auf einmal Brüste bekommt und sich das Glied leicht zurück bildet. Die Frau entwickelt sich genau in die Gegenrichtung. In dem Fall sind verstärkter Haarwuchs an Beinen, Gesicht, sowie Körper und Muskelaufbau das Resultat.

Genussmittel gehören dazu

Die Statistik zeigt, dass in der Schweiz die Männer mehr rauchen als die Frauen und auch im Alkoholkonsum dem anderen Geschlecht weit überlegen sind. Bei den Jugendlichen ist die Unterschied allerdings nur gering. “Beide Substanzen können sowohl die eigene Gesundheit als auch diejenige von unbeteiligten Dritten gefährden”, beteuert Simone Eigenmann Schüttel. “Alkohol und Tabak sind aus Public Health-Sicht schädlich und für eine Vielzahl von Todesfällen und Krankheiten verantwortlich.” Der Alkohol ist allerdings im Gegensatz zum Tabak nur in hoher Dosis gefährlich. Die Genussmittel sind aber ein Teil unserer Gesellschaft und gehören auch dazu. Jeder sollte selbst entscheiden können, ob er mal eine Zigarette oder ein Bierchen geniessen will, solange er nicht die Gesundheit der Menschen um sich herum gefährdet.

The Paces

Spielt ihr dieses Jahr an einem Festival?

Nein, wir nehmen uns im Moment die CD-Aufnahme sehr zu Herzen. Wir hoffen schon, dass sich noch etwas ergibt. Aber wir haben uns dieses Jahr nicht so gross darum bemüht.

Wann kommt denn die CD raus?

Das ist noch nicht sicher. Wir nehmen zuerst einmal vier Songs auf in Zusammenarbeit mit einem deutschen Produzenten. Danach wird das ganze angeschaut: Wie ist es? Was kann man anders oder besser machen? Im nächsten Schritt wird das Ganze nochmals richtig aufgenommen und man geht damit auf der Suche nach einem Label. Vor allem in Deutschland, weil wir dort eine Agentin haben. Es müsste eigentlich schnell gehen, aber Musiker sind eben einfach langsamer als der Rest der Welt. Das hat man vorher beim Soundcheck von The View gemerkt. Vier Stunden hatten die, bis mal ein Ton raus kam und dann schlussendlich doch nichts. (Anm. d. Red.: Pete, Gitarrist von The View, hatte sich ein paar Wochen vor dem Konzert die Hand gebrochen und hatte Probleme beim Soundcheck, deswegen die Verzögerung.)

Wie würdest du eure Band beschreiben?

Wir sind The Paces aus Luzern und machen Gitarrenmusik.

Geht das noch genauer?

Es ist ein Mix zwischen Indierock und Britpop. Einfach Gitarrenmusik.

Wo habt ihr euch kennengelernt?

Mex, Nicolas und ich gingen zusammen zur Schule und Patrick ist ein Freund eines anderen Schulfreundes. So etwa kamen die Paces zusammen.

Wie ist das für euch in dieser Schweizer Szene zu sein und nicht zum Beispiel in England, wo eure Musik viel mehr gefördert werden würde?

Die Szene hier ist eben viel kleiner als die in England. Eigentlich ist sie auf der ganzen Welt grösser. Wir arbeiten aber daran und haben auch in Deutschland schon gewisse Sachen am Start. Letztes Jahr haben wir zweimal in Deutschland gespielt, das deckt schon mal die CD-Aufnahmen. Es geht also langsam vorwärts.

Gibt es euch denn schon lange?

Ursprünglich haben wir irgendwo in der sechsten Primar angefangen, ungefähr 1999. Das konnte man aber noch nicht wirklich ernst nehmen. Seit drei oder vier Jahren gibt es die Besatzung so wie sie Heute ist und seitdem sind wir eigentlich ziemlich intensiv daran.

Wird Musikmachen zu euerem Beruf werden?

Ich glaube, das können wir selber nicht entscheiden. Die Leute auf der ganzen Welt entscheiden das. Aber klar, das wäre schon sehr schön wenn wir das machen könnten.

Singt ihr alles auf Englisch, damit es besser in die Szene passt?

Ja, der Musikstil schreibt das eigentlich schon vor. Es stand nie zur Frage ob wir da…

…eine andere Sprache?

Es ist so: Beim Französischen hört es spätestens auf. Rein vom Musikstil her war es eigentlich gar nicht anders möglich. Wir wollen auch gar nicht auf Deutsch, Französisch oder Italienisch singen.

Schreibt ihr eure Songs selber?

Ja das schon. Ein Song entsteht meistens beim Sänger. Er hat eine Idee oder irgendwas und dann schauen wir es in der Gruppe an und beenden es. Danach kommt unser Produzent aus der Schweiz und schaut es nochmals mit uns an. Er sagt uns immer, was wir noch verändern können.

Da seid ihr ja schon richtig organisiert!

Na ja, Produzent könntest ja auch du sein. Die Frage ist, ob es sinnvoll ist oder nicht.

Habt ihr in letzter Zeit sonst noch irgendwo gespielt?

Wir waren im letzten Herbst mit den Lovebugs auf Tour, bevor sie nach Japan gingen. Wir gaben etwa neun Konzerte. Das war schon cool.

Hattet ihr denn keine Lust, mit nach Japan zu gehen?

Ach weisst du, wir hatten einfach keine Zeit dafür. (lacht) Naja, ich denke das wäre das für The Paces das finanzielle Ende gewesen.

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Die Metapher des Todes

Was die Radiohörerinnen und -Hörer von Linkin Park kennen, sind Songs mit einer Mischung aus Rap und Screamo (Liedteile, die mehr geschrieen als gesungen werden, oftmals sehr emotional, Anm. d. Red.). Dieses Album jedoch überrascht mit einigen ruhigeren und nachdenklichen Songs. Doch die Songs, bei denen man an Konzerten Chesters Halsschlagadern oft ungesund hervortreten sieht, müssen die Fans nicht missen. “Given up”, der zweite Track, ist einer davon. “Wake in a sweat again, another day’s been laid to waste” (Schon wieder schweissgebadet aufgewacht, schon wieder ein zerstörter Tag) “I’ve given up, I’m sick of living.” schreibt und singt Chester Bennington. Alle Tracks haben im Booklet noch einen kurzen Beschrieb dazu, wann und wie sie entstanden sind. Das macht die ganze CD auf schöne Weise persönlicher. Auch finden sich im Booklet Fotos und Zeichnungen, die teilweise in ihrer Buntheit überraschen.

Der fallende “Mensch”Auf dem Album befindet sich ebenfalls das Lied “What I’ve done”, seinerseits die erste Single Auskoppelung des Albums. Die Musik selbst ist in diesem Stück nicht besonders speziell und erinnert an viele andere Linkin Park-Stücke. Doch sieht man sich den Text im Booklet und das Bild im Hintergrund an, steigt der Song wieder auf der Skala. Mit festem Blick wird der Realität in die Augen gesehen und der nächste Schritt getan. In diesem Fall wie es scheint ein endgültiger. Auch im Kommentar steht: “Der Text  war dafür gedacht, verschiedene Themen anzusprechen wie Frieden, Kunst und die Metapher des Todes.” Sehr gut getroffen! Genauso passend ist das Bild vom Fotografen Phil Hale welches auf dem Booklet zu sehen ist. Eine Figur im Fall rückwärts mit einem Kopf der sich nach oben hin auflöst. Die Arme verkrüppelt gehalten und wie es aussieht wird dieser “Mensch” an einem Kopfschuss zugrunde gehen, denn hinter seinem Kopf führt eine Spur vorbei die aussieht wie die Fluglinie einer Kugel. Aus diesem Grunde ist das “Parental Advisory”, welches auf dem CD-Cover prangt, nicht übertrieben. “Minutes to Midnight ist sicher keine CD fürs leichte Gemüt aber im Grossen und Ganzen sicher empfehlenswert.

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Ein Jahrhundertprozess

Der grösste Wirtschaftsskandal der Schweiz, der Niedergang der Swissair, einer Ikone der Luftfahrt, die gleichzeitig Stolz und Identität vermittelte, wurde vom 16. Januar bis zum vorläufigen Ende vom 9. März 2007 in einem spektakulären Prozess nachgezeichnet. Mit dabei: Der Journalist des Tages-Anzeigers, Constantin Seibt. Dieser hat nun seine Eindrücke von schweigenden Verwaltungsräten, einer schwachen Anklage, stundenlangen Plädoyers und freisinnigem Wirtschaftsfilz in einem Buch verarbeitet. Und was für eines.

Das Geschwätz ignorieren
Zwei Möglichkeiten seien zur Wahl gestanden, meint der Chefredaktor des Tages-Anzeigers, Peter Hartmeier, im Vorwort: Eine faktenreiche und emotionslose Darstellung des Prozesses oder eine Darstellung in Geschichten, in prägenden Einzelschicksalen, die dem hochkomplexen Fall ein Gesicht geben. Entschieden hat man sich die zweite. Die Aufgabe, die Seibt zu bewältigen hatte, war keine einfache. Aus einer Fülle von Material, 19 Anklageschriften, 4180 Bundesordner an Dokumenten und höchst gegensätzlichen Standpunkten musste er Relevantes herausfiltern, Geschwätz ignorieren. Entstanden ist ein Buch, das mit viel Humor alle involvierten Parteien ausgeglichen beleuchtet.


Eine Millieustudie
Doch die Stärke der Texte liegt nicht nur in ihrer Fachkenntnis, sondern vor allem in ihrer Leichtigkeit und geschliffenen Formulierungen, mit denen Seibt dem tristen Gerichtstagen in der Bülacher Stadthalle Leben einhaucht. Der heldenhafte Auftritt des letzten Swissair Chefs, Mario Corti, wird ebenso beschrieben wie der Werdegang von Verwaltungsrat Eric Honegger vom Politiker zum einflussreichen Wirtschaftsführer. Dass sich Seibt nicht ausschliesslich auf den Prozess beschränkt und vielmehr die Leute, die Gesichter hinter der Swissair mit ihren persönlichen Schicksalen ins Zentrum stellt, macht aus seinem Buch eine detailreiche und höchst amüsante Milieustudie Schweizer Wirtschaftsgeschichte.
Der letzte Teil der Swissair Geschichte, das Urteil, wird am 7. Juni verkündet. Damit seine Leser nicht darauf verzichten müssen, wird Seibt auf der Homepage seines Verlags (www.echtzeit.ch) das letzte Kapitel zum Herunterladen bereitstellen. 24 Stunden nach Urteilsverkündung.

Das Buch:


Constantin Seibt: Der Swissair Prozess. Verlag Echtzeit, Gebunden, 160 Seiten.

“Einer neuen Lebensform begegnen”

Warum sind Sie im Platzteam beschäftigt und nicht als Artistin in der Manege?
Das ist ganz einfach: Ich habe nicht genügend Fähigkeiten dafür (lacht). Deshalb kam ich gar nie auf die Idee, etwas anderes zu tun, als im koordinierenden Teil des Zirkus meinen Beitrag zu leisten.

Weshalb haben Sie sich überhaupt für das Zirkusleben entschieden?

Das etwas andere Leben hat mich extrem gereizt. Ich wollte neue Menschen kennen lernen, herumreisen und fremde Orte besuchen; einfach einmal einer neuen Lebensform begegnen. Zudem suchte ich eine Abwechslung zu meinem Berufsalltag als Pflegefachfrau. So habe ich mich beim Circus Monti beworben. Das ist nun gut fünf Jahre her.

Wie muss man sich die Arbeit des Platzteams vorstellen?
Es ist wohl eine der abwechslungsreichsten Aufgaben, die man beim Zirkus überhaupt haben kann. Ich bin für die Küche – manchmal auch fürs Kochen – die Einkäufe, das Buffet und den Kinderhort zuständig. Der Auf- und Abbau des Zeltes gehört natürlich auch dazu.

Das klingt nach sehr viel Arbeit. Wie lange dauert denn ein Arbeitstag?

Wenn wir das Zelt aufbauen, beginnen wir morgens um 6.15 Uhr und sind bis mittags um 12.30 Uhr dran. Gibt es eine Abendvorstellung, arbeite ich oft bis um Mitternacht. Pro Woche habe ich zwei halbe Tage frei.

Kommt bei dieser ganzen Arbeit das Familienleben nicht zu kurz?

Eigentlich nicht. Ich telefoniere oft mit der Familie oder Kollegen. Ich pflege bewusst meine Kontakte. Der Draht zur “Aussenwelt” ist mir sehr, sehr wichtig.

Wenn man derart nahe in Wohnwagen zusammenlebt, kommt es da nicht zwangsläufig zu Konflikten?
Natürlich kann dies zum Problem werden. Wir arbeiten zusammen und geniessen unsere Freizeit oft gemeinsam. Es ist wie in einer Dorfgemeinschaft. Auch dort gibt es manchmal Probleme. Doch wir geniessen ein sehr gutes Umfeld und man kümmert sich um die anderen.

Gibt es humorvolle Ereignisse aus dem Zirkusalltag, die bei Ihnen haften geblieben sind?

Oh ja, davon gibt es einige. Einmal, als wir bei unserem Campingplatz einen Hydranten aufgedreht haben, gab es einen Rohrbruch. Alle wurden klitschnass und es floss ein regelrechter Bach die Strasse hinab. Das war eine sehr lustige Angelegenheit.

Haben Sie auch noch Zeit für ein Hobby?

Ich lese gerne und viel. Zudem höre ich oft Musik und gehe an den Tourneeorten spazieren, oder auch mal shoppen. Und manchmal veranstalten wir mit dem Team Spiele.

Gab es auch schon Momente, in denen Sie genug vom Sägemehl und der glitzernden Zirkuswelt hatten?

Eigentlich entscheide ich jedes Jahr aufs Neue, ob ich noch eine Saison anhängen will. Nach dem zweiten Jahr hatte ich bereits wieder aufgehört. Doch dann reizte es mich plötzlich wieder und ich beschloss, wieder zum Circus Monti zurückzugehen.

Das Geld hat dabei wohl nicht den Ausschlag gegeben. Reicht es trotzdem, um gut leben zu können?

Trotz der Abzüge für Kost und Logis reicht es gut für ein bescheidenes Leben. Es ist wirklich nicht viel, aber man kann es sich einrichten. Im ersten Jahr musste ich noch etwas aus der eigenen Tasche drauflegen, damit es für meine damalige WG und den Circus reichte.

Wird die diesjährige Tour durch die neuen Aufgaben für Sie speziell anstrengend?
Sie sollte eigentlich kaum anstrengender werden, dafür wohl umso intensiver und lehrreicher. Als Verantwortliche für einen bestimmten Bereich bieten sich mir grössere Herausforderungen. Und mit der Zeit weiss man beim Zirkus sowieso, worauf man sich einlässt (schmunzelt).

Wird Ihre Zukunft dem Circus Monti gehören?
Das kann ich jetzt noch nicht sagen. Ein Leben lang kann man kaum beim Zirkus bleiben. Momentan gefällt mir meine Arbeit aber sehr gut. Im August, gegen Ende der Tour 2007, weiss ich mehr.

Ein Monsterprogramm

Noch ist es nicht lange dabei, doch es gibt in der Festivalbranche bereits mächtig den Ton an: Das Greenfield Festival ist das jüngste der grossen Openairs in der Schweiz. Und bereits  von Anfang an hat es sein Profil gefunden. In Interlaken wird seit jeher konsequent auf Rock gesetzt. Nach den grossen Namen im Eröffnungsjahr und der durchwegs erfolgreichen Durchführung der zweiten Ausgabe präsentiert das Greenfield Festival in diesem Jahr vom Freitag 15. bis Sonntag 17. Juni ein Programm, das vor allem den Fans und Liebhabern der härteren Musik keinen Wunsch offen lässt.  

Zwischen Marilyn Manson und The Killers

40 Bands treten während drei Tagen auf der Haupt- und der Zeltbühne auf und zeigen ihr Können. Besonders der Freitag hat es in sich. Böse Buben wie die Jungs von Slayer oder der geliebte und gefürchtete Marilyn Manson werden dem Publikum gehörig einheizen. Auch The 69 Eyes und Sonic Youth wollen ihren Teil dazu beitragen. Am Samstag geht die Party im selben Stile weiter. Mit Flogging Molly, The Hives, Me First and the Gimme Gimmes, Queens of the Stone Age und als Hauptact The Killers wartet ein Monsterprogramm mit Rock und Punk Rock.  

Chicago-Band auf Comeback-Tour

Etwas ruhiger wird es am Sonntag zu und her gehen. Stone Sour, Incubus und die bekannte Chigagoer Band The Smashing Pumpkins werden das Festival abschliessen. Nebst viel Rock setzt man am Greenfield vor allem auf Bands aus den USA. Doch auch einige wenige Schweizer Acts wie Snitch oder Navel sind vertreten. 3-Tages-Pässe für das Festival können über RailAway oder eventim.ch bezogen werden und kosten 175 Franken plus 10 Franken Mülldepot. Im Preis ist der Zeltplatz, die Bahnfahrt sowie der Shuttle-Transfer zum Festivalgelände inbegriffen. 

Die Menschenrechtsanwältin

Cherie Blair, Juristin und Frau des britischen Premierministers Tony Blair, war der Stargast am 4. internationalen Menschenrechtsforum (IHRF) in Luzern. Die erfolgreiche Anwältin, welche unter ihrem Mädchennamen Cherie Booth praktiziert, setzt sich seit Jahren für die Rechte der Kinder ein. Zusammen mit dem Kinderhilfswerk Bernardo’s und weiteren Organisationen kämpft die selbsternannte Menschenrechtsanwältin gegen die Ausbeutung und Verarmung der Kinder dieser Welt. Am vergangenen Freitag hielt sie im vollen Luzerner Saal des KKL ein Referat darüber, was jeder Einzelne von uns tun kann, um die Grundrechte der Kinder zu fördern. Und ist überzeugt: “If we all work together, we can make the world a better place.”

Das Aushängeschild
“Dear Mrs Blair. . .” So begannen die vielen Begrüssungen am zweiten Tag des International Human Right Forums am Freitagmorgen im Kunst- und Kongresshaus Luzern. Die Britin war das Ausgängeschild des Forums und sorgte für ein ausverkauftes KKL. Sie wurde denn auch von allen Seiten gelobt, immerhin setzt sie ihre Prominenz für eine gute Sache ein, für die Rechte der Kinder.   
Tatsächlich wirkte Cherie Blair sehr engagiert und hielt ein solides Referat mit passender Power Point Präsentation. Diese zeigte mehrheitlich Bilder. Bilder von Cherie selbst, einmal umringt von schwarzen Kindern inmitten einer afrikanischen Wüste, einmal zusammen mit Kofi Anan, den sie auffällig häufig zitierte und schliesslich Cherie zusammen mit ihrem Mann Tony Blair und den vier gemeinsamen Kindern. Die Mutterrollte verleiht einer Kinderschützerin eben doch sehr viel Glaubwürdigkeit.

Wie unabhängig ist sie?
Aber ist sie auch glaubwürdig als Frau des britischen Premierminister Tony Blair? Jenem Tony Blair, der den Krieg der Amerikaner im Irak unterstützte und sogar selbst Krieg im nahen Osten führte und immer noch führt?
Cherie Blair sprach im Zusammenhang des internationalen Kinderschutzes auch das Problem der Kindersoldaten an. Kinder, die in Krisengebieten leben und dazu gezwungen werden, zur Waffe zu greifen. Oder den Eintritt in den Krieg als einziger Ausweg aus der Armut sehen. Kriesengebiete, wie es zur Zeit auch der Irak ist. Ob das soziale Engagement Cherie Blairs tatsächlich vollständig unabhängig von der Politik ihres Mannes stattfindet, sei dahin gestellt. Bei der anschliessenden Diskussion, bei welcher auch Fragen aus dem Publikum gestellt werden konnten, hätte auch Cherie Blair teilnehmen sollen. Leider ist sie kurz zuvor spontan abgereist.