Gesellschaft | 27.04.2007

Ein Zeichen gegen Gewalt

Nachdem die Gewalt in Solothurn zugenommen hat, reagiert die Einwohnergemeinde und das Alte Spital. Zusammen kreierten sie das Projekt «Gewalt - Nein danke!« mit einem spannenden Wettbewerb.
Die Projektreihe "Gewalt - Nein danke!" des Alten Spitals und der Einwohnergemeinde Solothurn geht auf Slogan-Suche.

In den letzten Jahren hat die Gewalt in Solothurn mehr und mehr zugenommen und ist immer wieder zu einem Tagesthema avanciert. Verschiedene, negative Ereignisse im Zentrum der Stadt haben zu einer Empfindlichkeit und Gereiztheit in der öffentlichen Meinung geführt. Zudem hat das Sicherheitsgefühl der Einwohner – vor allem an Orten wie dem Amtshausplatz oder um den Hauptbahnhof – zunehmend abgenommen.  Diese Zonen werden nun spätabends oder nachts oftmals gemieden und den bedrohlich aussehenden Personengruppen überlassen. Diese Entwicklung führt die Stadt in einen Teufelskreis, da bei allfälligen Konflikten oder Gewaltakten immer weniger Menschen eingreifen oder helfen können. Somit geht auch die Zivilcourage verloren. An diesem Punkt setzt die Projektreihe «Gewalt – Nein danke!« an, die vom Kulturhaus «Altes Spital« im Auftrag der Einwohnergemeinde Solothurn realisiert wurde. Sie will in erster Linie Jugendliche dazu ermuntern, sich nicht von den gewaltsamen Ereignissen an öffentlichen Plätzen abzuwenden, sondern hinzuschauen.  

Wettbewerb als Slogansuche

Dadurch soll die Machtlosigkeit der Bevölkerung nach und nach abgebaut werden. Besonders vorschulpflichtige Kinder, Schülerinnen und Schüler, sowie arbeitslose Jugendliche will man mit der neuen Projektreihe ansprechen. Die erste Aktion – ein Wettbewerb – steht bereits: Sende deine Entwerfung eines Slogans zum Thema «Gewalt – Nein danke!« bis zum 31. Mai an Altes Spital, Barbara Kläsi, Oberer Winkel 2, 4500 Solothurn, oder barbara.klaesi@altesspital.ch mit deinem Absender, Telefonnummer und Alter ein. Die Slogans werden anschliessend von einer Jury bewertet und im Alten Spital ausgestellt. Der Gewinner-Slogan wird auf T-Shirts gedruckt. So wird dein Spruch vielleicht schon bald in ganz Solothurn zu sehen sein. Zu gewinnen gibt es zudem Eintritte ins Alpamare, Tickets für die Kulturfabrik Kofmehl, persönliche Infocards (Tink.ch berichtete) und T-Shirts mit dem neuen Spruch gegen Gewalt. Am 1. Junis folgt ab 19.30 Uhr eine Ausstellung mit Apero.

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