Politik | 08.03.2007

„Wählen und Stimmen statt Jammern“

Heute Morgen am internationalen Tag der Frau wurde an einer Medienkonferenz in Bern der breit abgestützte Aufruf zum "Wählen und Stimmen statt Jammern" verlesen. Zahlreiche junge Parlamentarierinnen waren dabei.

„Wir, junge Politikerinnen aller Bundesratsparteien, sind besorgt über die Entwicklung, dass sich Frauen zunehmend von der Politik abwenden und Abstimmungen und Wahlen fernbleiben. Wir wollen Frauen – und vor allem auch junge Frauen – motivieren, ihre demokratischen Rechte wahrzunehmen.“

Im von den Nationalrätinnen Brigitte Häberli (CVP), Christa Markwalder (FDP), Jasmin Hutter (SVP) und Ursula Wyss (SP) lancierten Aufruf wird darauf hingewiesen, dass nur mit der aktiven politischen Teilnahme der Frauen die Gleichstellung in Gesellschaft, Beruf und Politik realisiert werden kann. Dabei wurden insbesondere die Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen und Mängel bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie als konkretes Beispiel angeführt. Um dies zu ändern, brauche es das Engagement und die aktive Teilnahme der Frauen in der Politik sowie an Wahlen und Abstimmungen.

Im von zahlreichen Nationalrätinnen unterzeichneten Aufruf werden die Parteien aufgefordert, Frauen und insbesondere junge Frauen aktiv zu fördern und ihnen Betätigungsforen zu bieten, da weibliche Vorbilder die beste Motivation für junger Frauen sei, sie zu engagieren. Ausserdem solle die Bundeskanzlei in ihren Informationsmaterialien im Hinblick auf die eidgenössischen Wahlen im Herbst die Zielgruppe Frauen speziell berücksichtigen, heisst es weiter im Aufruf. Dieser ist am heutigen internationalen Tag der Frau publiziert worden.