Kultur | 29.03.2007

Vom Anfänger bis zum Profi

Vom 20. bis 27. Mai geht in der Schützi in Olten zum 16. Mal die JugendArt über die Bühne. Nebst spannenden Kunstausstellungen bieten die Organisatoren auch ein interessantes Bühnenprogramm.
In der Schützi stellen 30 junge Künstler ihre Werke aus. Fotos: Jugendart Die Jugendart verleiht mit Kunst und Bühnenauftritten eine spezielle Ambiance. Auch viele Musiker sind in Olten während einer Woche zugegen.

Kunst und Kultur für junge Menschen – das gibt es an der Jugendart in Olten. Vom 20. bis 27. Mai bietet die 16. Durchführung eine Plattform für junge Künstler, die sich präsentieren und entfalten wollen. «Die Jugendart soll Jugendlichen die Chance geben, ihre Vorstellungen von Kunst zu zeigen«, erklärt Manuel Locher, Verantwortlicher für das Rahmenprogramm und die Administration der JugendArt. Die jungen Menschen im Alter zwischen 13 und 26 Jahren mussten bei der Anmeldung auch keine Vorselektion durchlaufen. Die Schützi in Olten bietet Platz für 30 Künstler. Wer zuerst kommt, malt zuerst – eine der Grundphilosophien der JugendArt. „Wir wollen allen eine Chance bieten, vom Anfänger bis zum Profi, der tausende Franken verdienen kann.“ Insgesamt werden unter den 30 Künstlern drei Förderpreise verliehen, einer vom Alten Spital in Solothurn, ein weiterer von einer Druckwerkstatt und der letzte vom JugendArt-Team. „Es sind keine Geldpreise, sondern sie bieten den Gewinnern die Möglichkeit, neue und alte Werke an anderen Orten auszustellen, beispielsweise an einem Kunstmarkt.“, sagt Locher.  

U20-Poetry Slam zum Mitmachen

Die Ausstellung der JugendArt wird durch das ausgefallene Bühnenprogramm bereichert, das eine ganz spezielle Hintergrundatmosphäre schafft. Ein Schwergewicht bildet dabei die Musik und das Theater. „Wir bieten ein erweitertes Kunstspektrum, und zu diesem gehört auch das Singen und Theaterspielen“, erzählt der Pressechef Tomas Honegger. Neu in diesem Jahr ist auch der U20-Poetry Slam, wo Besucher gleich selber Kunst erzeugen können. Die JugendArt erreicht mehr und mehr Kultstatus, die positive Entwicklung ist laut Honegger extrem. Im vergangenen Jahr erschienen rund 2000 Besucher. Nebst Sponsoren, einem dem kantonalen Lotteriefonds, dem Migros Kulturprozent und privaten Stiftungen hilft auch die Stadt Olten kräftig mit. So können die Organisatoren jeweils mit einem Budget von etwa 15’000 Franken rechnen. War das Einzugsgebiet früher nur Olten und Umgebung, geht es heute von Liechtenstein bis nach Genf. „Es gibt bereits erste Nachahmer in Chur, Luzern und Fribourg.“

Junge Generation ansprechen

Die JugendArt ist eine Co-Produktion des Oltner Kulturvereins Art.i.g und Blauring & Jungwacht Kanton Solothurn. Das Team um Locher und Honegger besteht aus weiteren sieben Personen. Für ihre Arbeit und den Erfolg erhielten sie vor zwei Jahren den Oltner Kulturförderpreis. Mit der JugendArt wolle man auch weiterhin vor allem die junge Generation ansprechen. Die vielen Bewerbungen seien in gutes Zeichen für die JugendArt. Die 30 Kunstplätze waren in nur gerade zehn Tagen vergeben. „Wir hätten über 45 Bewerbungen annehmen können, doch dazu fehlt uns in der Schützi einfach der Platz.“ Ein baldiger Umzug in eine grössere Halle sei kaum denkbar, da das Kulturzentrum ideal liege und relativ günstig ist. „Wir wollen uns aber Jahr für Jahr in allen Bereichen verbessern und die Organisation stetig professionalisieren.“

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