Kultur | 27.03.2007

Mosaik der Ideen

In der Kategorie der freien Produktionen bis 19 Jahre war fast alles vertreten: Dokumentarfilme, Animationsfilme, Monologdarstellungen und Spielfilme, die aktuelle Problematiken wie die Sprayerszene, die Ausländerfeindlichkeit oder die Dealerei aufgreifen. Da soll noch einer sagen, die heutige Jugend sei einfallslos.
Das Publikum bekam Einiges zu sehen und wurde mit verschiedensten Filmen überrascht.
Bild: Sandro La Marca Sandra Kunz holte die kreativen Filmemacherinnen und Filmemacher auf die Sofas... Fotos: Johannes Dietschi und fragte sie über ihre Erlebnisse beim Dreh aus.

Für Michael Koch, ehemaliger Gewinner der Kategorie E und diesjähriges Jurymitglied, steht fest: Dieses Jahr sind die Jugendlichen sehr motiviert und haben Freude am Experimenten. Er selbst filmte vor einem Jahr ein Fussballpublikum, das er selbst motivierte. So etwas kann störend sein oder gar als schlecht bezeichnet werden, aber die Umsetzung ist meistens der Schlüssel zum Erfolg. „Der beste Tipp den man jungen Filmemacher geben kann, ist, das zu machen, was man am besten kann und was einen interessiert.“ Damit die Nachfolger der diesjährigen Jugendfilmtage-Teilnehmer Bescheid wissen: Das Beste sei, an sich zu glauben und seine Interessen zu verteidigen.  

Alles dreht sich um den Chip der Macht 

Zusammen mit Beni-wann und Adi-wann ist es Tschubis Mission, den Chip der Macht aus den machtgierigen Händen des Raumschiffchefs Ventilator zu entreissen. Dar-Vida hat den undankbaren Job den vom Dreierteam gestohlenen Chip der Macht zurückzuholen, um weiterhin Spacecola herzustellen. Mit diesem Getränk kann die Seele des Konsumenten gänzlich manipuliert und somit beherrscht werden. Mit Laserwaffen, die einer „Techno WC-Bürste“ ähnlich sehen, wird in der alpinen Berglandschaft gekämpft, so dass schliesslich die ungeheure Macht des kleinen Chips in einem Vulkan für immer zerstört werden kann.


Mit Liebe zum Detail

Schade, dass bei diesem Werk der Vertonung, einem doch sehr wichtigen Element, etwas zu wenig Beachtung geschenkt wurde. Die selbst genannten Schwierigkeiten wie die Nachbearbeitung wurden jedoch mit Bravour gelöst. Sowohl die Requisiten, als auch die mit mütterlicher Genauigkeit hergestellten Kostüme zeugen von der Liebe zum Detail. Da für den Dreh des 20-minütigen Filmes über mehrere Jahreszeiten hinweg viel Zeit auf dem Set verbracht wurde, ist es verständlich, dass da einige Unzufriedenheiten im Kreise der Familien auftauchten. Im Team hingegen habe es so gut wie nie Spannungen gegeben, so die Filmemacher.

Der Spielfilm „Der Chip der Macht – die geheime Mission“ erreichte am Ende den dritten Rang in der Kategorie C.

Links