Gesellschaft | 21.03.2007

„Es gibt für jeden etwas zu tun“

Mit einer Baumpflanzung und einem Apéro feierte die neue Jugendnaturschutzorganisation Junaktiv die offizielle Vereinsgründung und wurde vom WWF Solothurn für ihren Einsatz zum Schutz der Natur gelobt.
Junaktiv - seit Kurzem ein Verein. Fotos: Julian Perrenoud Eine der ersten Naturschutzorganisationen in Solothurn. Die Mitglieder von Junaktiv an der Vereinsgründung. Der Baum als Symbol für den Naturschutz. Junaktiv hat viele Pläne.

«Willkommen in Solothurn, der schönsten Barockstadt der Schweiz«, steht auf dem Strassenschild beim Vorstadtschulhaus. Gleich daneben auf der Wiese wächst seit kurzem eine neu gepflanzte Stieleiche, die von der Jugendnaturschutzorganisation Junaktiv zur Vereinsgründung gepflanzt wurde. 30 Meter hoch und bis zu 800 Jahre alt soll dieser Baum werden und ein Zeichen für den regionalen Naturschutz setzen. Achim Glatz begrüsste die rund 40 Naturfreunde, die zur offiziellen Gründungsfeier erschienen waren. Elsbeth Wirth vom WWF Solothurn lobte anschliessend den Einsatz der jungen Menschen. «Man kann entweder verzweifeln, wegsehen oder handeln. Junaktiv hat sich für das Handeln entschieden.« Die Umweltschutzorganisation Solothurn (USOS) sei sehr dankbar für diesen Einsatz und werde weiterhin im Hintergrund mithelfen.

Widerstand bei Baumpflanzung

Vor gut einem Jahr wurde Junaktiv von WWF, Pro Natura, ASA (Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Aare) und einigen Jugendlichen ins Leben gerufen. «Wir haben bald einmal die Leitung übernommen«, erklärte der 19-jährige Sven Batke, Geschäftsführer von Junaktiv. Bereits im vergangenen Sommer stand die Website und eine erste Flyeraktion und ein Informationsstand wurden realisiert. Der harte Kern besteht aus fünf Jugendlichen. «Es gibt aber viele, die temporär bei uns mithelfen.« Momentan ist Junaktiv auf der Suche nach Geld für ein Waldprojekt. Doch dies ist nicht ganz einfach, denn es gibt immer wieder Widerstand. Selbst bei der Baumpflanzung gab es anfängliche Probleme. «Zuerst wollte uns die Stadt kein grünes Licht geben, doch nachdem der WWF und Pro Natura Druck gemacht haben, klappte die Pflanzung doch noch«, erzählte Batke.

Taschenprojekt und Sommerlager

Die Naturschützer haben bereits viele neue Ideen für die Zukunft. «Wir planen gerade ein Taschenprojekt, bei dem wir bedruckte Stofftaschen beispielsweise bei Migros und Coop verkaufen wollen.« Weiter wolle man im Sommer ein Lager für junge, Natur bewusste Menschen organisieren, doch dieses Projekt ist erst noch am entstehen. Für die Realisation braucht es viel Aufwand und eine menge Geld. Natürlich wirbt Junaktiv auch für Neumitglieder und Spender. Die Zielgruppe ist zwischen 15 und 23 Jahre alt. Der Verein soll stetig wachsen, damit der erste, richtige Naturschutzverein von Solothurn längerfristig auch etwas bewirken kann. «Wir wollen, dass bei den Mitgliedern ein ständiger Wechsel besteht. Auch Jüngere sollen vermehrt zum Zuge kommen, denn es gibt für jeden etwas zu tun.«

Weitere Informationen rund um den neue Jungendnaturschutzverein sind auf der Website von Junaktiv zu finden.

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