Kultur | 26.03.2007

„Eine festliche Atmosphäre“

Text von Stephan Weber
Am 16. Fumetto, das am letzten Samstag seine Tore öffnete, sind die verschiedensten Besucherinnen und Besuchern anzutreffen. Tink.ch pickte ein paar Gesichter heraus und verglich deren Ansichten in der Welt der Comics.
Packt an am Fumetto: Patrick. Fotos: Sandro La Marca Künstler mit einem Hang zu Bildergeschichten: Christoph und Sara. Ist mit seiner Tochter unterwegs: Hari.

Patrick, 27, aus Brugg
Aufseher am Fumetto

Was war deine Motivation, um für das Fumetto zu arbeiten?

Ich finde das Festival spannend und liebe Comics ebenso wie die Vielfalt der Illustrationen. Hier gibt es ja alles von formal bis verspielt. Und natürlich bin ich auch deswegen dabei, weil es ein Internationales Festival ist.

Was erwartest du vom Fumetto?

Dass viele junge Leute dabei sind, und dass man die festliche Atmosphäre spürt. Vor allem jetzt mit den Bands, die auch auftreten, entsteht eine neue Festlichkeit, die es früher nicht gab.

Mit welchen drei Wörtern würdest du das Fumetto beschreiben?
rot, blau und international.

Warum Rot und Blau?

Weil es die zwei Farben des diesjährigen Fumettoplakates sind. Einerseits sind es zwei völlige Gegensätze, weil es Komplementärfarben sind, andererseits wirken sie auf dem Plakat harmonisch.

Christoph, 34, und Sarah, 30, aus Bern
Künstler in der Freizeit

Was war eure Motivation ans Fumetto zu kommen?
Christoph: Der Fumetto-Wettbewerb, an dem ich teilgenommen habe. Vor allem aber mein Interesse an Kunst, das sicherlich bereits 20 Jahre zurückreicht.

Was erwartet ihr vom Fumetto?
Sara: Neue Stile, aber auch eine Variation von alten Sachen.
Christoph: Immer wieder neue Inspiration.

Was ist das Interessante an Comics?
Sara: Ich finde es spannend, weil sie nicht zwingend an die Realität gebunden sind. Gut ist auch, dass die Bilder meistens von einer Geschichte begleitet sind und somit mehrere Informationen gleichzeitig transportieren.

Mit welchen drei Wörtern würdet ihr das Fumetto beschreiben?
Variantenreich, überbordend und experimentell.

Hari, 36, aus Luzern
Treuer Fumetto-Besucher und Familienvater

Was war Ihre Motivation, um ans Fumetto zu kommen?
Wir kommen jedes Jahr und schätzen im Allgemeinen, dass es ein mittelgrosses Festival ist und nicht ein Riesenanlass. Wir mögen einfach die Atmosphäre des Festivals und selbstverständlich haben wir auch ein grosses Interesse an Comics.

Was erwarten Sie vom Fumetto?
In erster Linie eine tolle Atmosphäre und natürlich ein breites Angebot an Comickunst. In diesem Jahr haben wir uns eine spezielle Aufgabe vorgenommen: Wir wollen sehen wie viele Comics es für die kleineren Gäste gibt. Insbesondere für meine Tochter, die jetzt gerade vier Jahre alt ist und darauf hofft, dass sich unter all diesen Comics irgendwo die Barbapapas befinden.

Was würden Sie machen, wenn Ihre Tochter aufgrund des Fumetto plötzlich Künstlerin werden möchte?
Nun, ich würde ihr sicherlich nicht im Weg stehen. Wenn sie Künstlerin werden möchte, dann wäre das ihre Entscheidung. Was ich ihr aber ganz sicher als Tipp mitgeben würde, ist, dass dieser Weg sehr steinig ist.