Kultur | 12.03.2007

„Beim Blues steht die Musik im Zentrum“

Text von Milena Geiser
Tink.ch traf im Bieler Zwänzgichäller die Newcomerband Igor nach deren erstem Konzert zum Gespräch. Micha, Sumi und Jerome über Blues, das Entstehen der Band und die Zukunft.
Reporterin Milena Geiser im Interview mit Reto Sommer und Micha Sportelli von Igor. Fotos: Fabio Blaser Schlagzeuger Jerome kam nach Micha und Sumis Konzert im Kreuz Nidau dazu. Micha ganz ruhig: Sonst hüpft er als Sänger der Rock'n'Roll Formation Cry Baby auf der Bühne herum.

Wie lange existiert die Band jetzt schon?

Micha: Wir haben für dieses Konzert genau drei Proben gehabt. Wir arbeiten also noch nicht sehr lange in dieser Konstellation zusammen.

Jerome: Bei den Proben war es wichtig, sich Abläufe zu merken. Wir mussten auch in einigen Songs die Taktart anpassen, weil es sonst zu kompliziert gewesen wäre, sich diese zu merken.  

Wie habt ihr euch kennen gelernt?

Micha: Sumi und ich haben uns über Bekannte kennen gelernt. Jerome hat uns dann an Silvester im Restaurant Kreuz in Nidau spielen gehört.

Jerome: Ich kannte Micha vom Sehen her. Nach dem Konzert im Kreuz Nidau bin ich zu ihm gegangen und habe ihm, ohne Hintergedanken, gesagt, dass ich das Konzert toll gefunden, allerdings einen feinen Schlagzeug-Beat vermisst habe. Darauf hat er mir geantwortet, dass ich ja Drummer sei und doch gleich selber mit ihnen spielen solle.  


Was wollt ihr mit eurem Blues dem Publikum übermitteln?  

Micha: Für mich ist es wichtig, den Leuten ein Gefühl zu übermitteln. Ich versuche auch mit eingängigen Melodien und meinen Texten ein Message rüberzubringen.

Sumi: Ich komme mehr vom Jazz. Hier beim Blues ist wirklich die Musik im Zentrum. Wir sind auf der Bühne natürlich ausgestellter, als wenn wir eine grosse Show abziehen würden. Das macht das Ganze aber auch so spannend.


Habt ihr mit Igor irgendwelche Ambitionen?

Jerome: Für alle ist diese Band wichtig, aber eben nicht die Hauptband. Micha ist mit seiner Hauptband Cry Baby sehr beschäftigt, Sumi mit Notabene und ich mit Fatman Running.

Sumi: Wir kommen alle von Bands, die „härtere“ Musik spielen und es ist gut, auch mal etwas Ruhigeres zu spielen. Es macht Spass und ich bin sicher in Zukunft weiter dabei.

Micha: Ich spiele mit meiner Band Cry Baby oft in Bars und da mache durch mein Herumgehüpfe regelrecht Sport. Bei Igor ist das anders. Es wird sicher noch mehr Proben und Auftritte mit dieser Band geben.  


Wo kann man Igor in Zukunft sehen?  

Micha: Es ist noch sehr ungewiss. Im Juni ist ein Familienopenair geplant. Ich kann aber noch nichts Genaueres dazu sagen.