“Der Sport steht im Zentrum”

Blindspot fokussiert auf Abenteuer und Sport. Warum?

Weil es genau in diesem Bereich ein Lücke gibt. Auch sehbehinderte und blinde Jugendliche wollen sich auf etwas stürzen, wollen Action und Abenteuer. Von den Sehenden werden sie aber oft gebremst, aus Angst…  

…die sie selber nicht haben?

Genau. Sie haben ein anderes Angstverständnis als Sehende, fürchten sich oft weniger vor dem, was auf sie zukommt, gerade weil sie es nicht sehen.

Ist das nicht gefährlich?

Nein, eher eine Chance, denn Angstlosigkeit führt schneller zu Sicherheit und zu den Grenzen der eigenen Möglichkeiten, während Angst hemmt und gar zu Unfällen führen kann. Aber natürlich brauchen die Sehbehinderten und Blinden sehr wache und professionelle Begleiter. Diese müssen mit einem viel breiteren Horizont als gewohnt arbeiten, die ganze Situation auf der Piste im Blickfeld haben und gleichzeitig voll auf die Person, mit der sie den Hang hinunterfahren, konzentriert sein. Schliesslich übernehmen sie von ihr den ganzen Bereich der Sicherheit.  

Ihr geht also gemeinsam auf die Piste. Und dann?

Der Sport steht im Zentrum, jeder Teilnehmende soll etwas lernen und seine Fahrkünste weiterentwickeln können. Die Sehbehinderten haben ihre Snowboardlehrer, wie die Sehenden auch. Und auch wenn sich die Gruppe mal teilt, treffen wir uns immer wieder, zum Beispiel zum Aufwärmen, zum Essen und zum Heimfahren.  

Es geht um Integration, oder?

Ja, wir wollen das Gefälle zwischen den Behinderten und den Nichtbehinderten abbauen. Das erreichen wir durch eine gemeinsame Aktivität, den Sport. Und wir machen das Angebot bewusst für beide Seiten attraktiv, auch die Sehenden müssen profitieren können. Denn würden wir uns, wie in so manchen Integrationsprojekten, nur auf die Behinderten konzentrieren, so wäre es für die Sehenden zwar immer noch ein Erlebnis, aber eher unter dem Aspekt des Helfens. Und gerade das Helfen ist für die Integration nicht förderlich. Das Gefälle bleibt dann bestehen, so wie es auch bei blosser Sensibilisierung bestehen bleibt, wenn zum Beispiel eine Blinde in einer Klasse im Gymnasium von ihrem Leben erzählt.

In unseren Lagern vermeiden wir deshalb künstliche Integration in Form von Gesprächsrunden zum Thema. Wir setzen viel mehr auf natürliche Integration, die entsteht, wenn emotionale Erlebnisse gemeinsam erlebt werden. Das bringt die Jugendlichen zusammen.  


Ist denn nie ein Helfen aus Mitleid zu spüren?

Doch, am Anfang schon, aber dann werden im Lager Freundschaften geschlossen, Sehbehinderte und Sehende vermischen sich. Und wenn dann sehende Jugendliche mit dem Wunsch zu mir kommen, selber mal eine nicht sehende Person auf der Piste zu begleiten, steckt mehr Motivation als nur der Wunsch zu Helfen dahinter. Als dieses Bedürfnis beim letzten Lager das erste Mal aufkam, haben wir es ernst genommen und den sehenden Jugendlichen niederschwellig beigebracht, was es heisst, einen blinden oder sehbehinderten Kollegen zu begleiten. Schliesslich konnten sie zusammen auf den Lift und auch gemeinsam auf der Piste fahren. Das war für beide ein tolles Erlebnis.  

Im Jahresbericht 2006 schreibst du: “Die Begriffe “behindert” und “nicht behindert” rücken in den Hintergrund. Was meinst du damit?

Dass sich in den Lagern etwas ergibt, was eigentlich ganz normal ist, nämlich, dass zwei Menschen zusammen Spass haben und alles andere, wie Religion, politische Ausrichtung, Beruf und Lebenshaltung, in den Hintergrund rückt. Für Nicht-Behinderte ist das leicht, weil sie all das verstecken können, wenn sie auf neue Leute zugehen. Behinderte aber können das nicht, man merkt ihnen die Behinderung an und weil die in unserer Gesellschaft meist auf irgend eine Art bewertet wird, lastet sie oft schwer auf den Betroffenen.

Wir wollen die Leute nicht unbehindert machen, aber erreichen, dass sie als gleichwertig erkannt werden, nach dem Motto: “Du hast andere Voraussetzungen – na und.”  

Was bewirkt das bei den Jugendlichen?

Den Behinderten gibt das ein starkes Selbstwertgefühl und die Nicht-Behinderten nehmen die Gewissheit mit, auch in anderen Lebenssituationen mit Behinderten umgehen zu können. Das geschieht aber eher auf unbewusster Ebene.

Was nehmen sie denn sonst noch mit aus den Lagern?

Das Erlebnis vom gemeinsamen Sport treiben, Freundschaften und Kollegschaften. Im besten Fall treffen sie sich wieder, nach dem Lager oder im nächsten Jahr.  

Kommen manche mehrmals ins Lager?

Ja, auch dieses Jahr kommen wieder sieben, die schon im Vorjahr dabei waren. Und einige waren so begeistert und motiviert, dass wir sie in die Vorbereitungen zum heurigen Lager mit eingebunden haben. Sie waren bei den Vorbesprechungen dabei und haben Aufgaben übernommen, Teile des Sponsorings, das Rahmenprogramm im Lager und die Mitarbeit an einem ausgiebigen Lagerbericht. Auch während des Lagers bauen wir sehr auf Selbstverantwortung.  

Wie erlebst du persönlich die Lager?

Es ist schön, dass eine Idee funktioniert und sich entwickeln kann, durch das Mitwirken der Jugendlichen. Ihre Reaktionen sind für mich jeweils ein Highlight, sie motivieren mich und bringen uns weiter.  

Wie soll es denn weitergehen?

Wir wollen ganz klar mehr Angebote schaffen, weil das ein Bedürfnis ist, wie wir von Sehenden und Sehbehinderten wissen. So soll im Sommer 2008 nebst dem Snowboard- und dem Kletterlager auch noch eine Sommersportwoche mit Tanz, Kampf- und Wassersport stattfinden. Zudem planen wir kürzere aufs Jahr verteilte Angebote, damit die Jugendlichen nicht ein Jahr warten müssen, um wieder miteinander Sport treiben zu können. Ein Fernziel ist es, andere mitzureissen. Denn auch wenn der Weg zur Akzeptanz beispielsweise bei geistig Behinderten länger sein mag, das Grundprinzip ist das gleiche. Ich möchte die Leute zusammenführen können, weil es nichts gibt, was dagegen sprechen würde.  

Lagerdaten 2007


Das Snowboardlager findet vom 11. bis 17. März in Saas Fee statt, das Kletterlager im Herbst vom 7. bis 13. Oktober in La Traversella in Norditalien. Für letzteres Angebot können sich sehende, sehbehinderte und blinde Jugendliche im Alter zwischen 12 und 20 Jahren noch bis am 31. August 2007 beim Verein BlindSpot anmelden.

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Was darf es sein, bitte?

“Was darf es denn sein, Fräulein?”, fragt mich die nette Dame hinter der Brotauslage. Ich möchte gerne dieses Brötchen dort rechts hinten, aber ich weiss nicht, wie es heisst. Aus den kleinen Schildchen, die die verschiedenen Brot-Sorten beschreiben sollten, werd’ ich leider auch nicht schlau. Unter den langen mit Salz bestreuten Dingern dort steht “Bio-Sonnenblumen-Laibchen”, was mich verunsichert. Die Dame schaut mich erwartungsvoll an. “Ich hätte gerne einen Kornspitz”, antworte ich ihr, weil ich sie nicht länger warten lassen will und weil das die einzige Bezeichnung ist, die mir spontan in den Sinn kommt. Ich mag Kornspitze zwar, aber ich möchte auch die anderen Sorten ausprobieren.  

Da liegt zum Beispiel die Semmel aus Weissbrot, die in Vorarlberg übrigens der Semmel genannt wird, welche mir jedoch zu langweilig ist. Aufgepeppt als Leberkässemmel oder als Wurstsemmel, wie ich sie aus der Krimiserie “Kommissar Rex” kenne und wie sie in Wien liebend gern gegessen wird, ist sie nicht mehr so langweilig, aber ich mag weder die Wurst noch den Leberkäs (Fleischkäse). Die Schwester der Semmel nennt sich Steirische Langsemmel und ist, wie der Name schon sagt, länglich. Zu kaufen gibt es die Langsemmel nature oder mit Saatenmischung bestreut.  

Weiter vorne liegt das Croissant oder Kipferl, das zwar meist nicht so gut wie das Schweizer Gipfeli ist, aber – so wird erzählt – von den Wiener Bäckern höchstpersönlich erfunden wurde. Nach dem Sieg gegen die Türken 1683 hätten sie zum Andenken das Teighörnchen in der Form eines türkischen Halbmondes erfunden. Der Name “Croissant” kommt aus dem Französischen, wo die Mondsichel als “croissant de lune” bezeichnet wird.  

Neben den Butterzöpfli, die sich hierzulande Flesserl oder Striezerl nennen, präsentieren sich die verschiedensten Arten von Weckerln: Das Sonnenblumenweckerl, das Kürbiskernweckerl oder das Topfenkornweckerl. Die österreichischen Weckerl sind meist aus Vollkornmehl und somit nicht mit unseren Weggli zu verwechseln. Die verschiedenen Sorten sprechen mich sehr an – ich muss mir die Namen merken, um beim nächsten Broteinkauf nicht schon wieder mit einem Kornspitz aus dem Geschäft zu gehen.

Bitte kein Digestif mehr

Keine Frage, die Schweiz leidet an einem fürchterlichen Humordefizit. Unsere Sessel sind zu steif. Nur allzu selten lehnen wir uns so richtig weit zurück und lachen lauthals über bitteren Ernst.

Gross war deshalb meine Freude auf die Ankündigung von Digestiv.tv, einer neuen Schweizer Wochenschau im Internet. Ähnlich wie Ehrensenf.de. Nur besser. Und noch bissiger als extrascharf.

Umso grösser jedoch die Enttäuschung bereits nach der ersten Sendung. Sandji Lilas Versuch, der Schweiz etwas mehr Humor in die Stube zu bringen, scheitert kläglich. Ein Beispiel? “Was hat Windows mit einem U-Boot zu tun? Sobald du ein Fenster öffnest, kriegst du Probleme.” Bitte lachen. Später packt sie Adolf Ogis längst vergrabenen Spruch aus: “Freude herrscht”. Ich gähne.

Doch noch nicht genug der Scherze: “Jedes Jahr am 14. Februar gehen ganze Monatslöhne für Blumen drauf. Und trotzdem wird fast jede zweite Ehe in der Schweiz geschieden. Warum eigentlich? Ist es wegen Geldsorgen? Oder wegen übertriebener Erwartungen? Oder weil er endlich den Schweizer Pass hat?” Bitte wieder lachen.

Sandji Lila macht sich lustig über die inzwischen ausgeschiedene Musicstar-Kandidatin Börni und wünscht sich die Hexenverbrennung zurück. Ob sie sich da etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt und selber Feuer gefangen hat?

Für die dritte Sendung vom letzten Freitag muss nämlich Pascal Holzer einspringen. Er kontert die Vorwürfe auf die ersten beiden Sendungen und verweist auf einen Deutschen, der sich kürzlich eine langstielige Rose mit Dornen in den Penis gesteckt hat. Bitte nochmals lachen.

Als er schliesslich seinen Abgang ankündigt, folgt der Wahnsinnsbrüller: “So, ich muss, bin noch an eine Fasnachtsparty eingeladen.” Er zieht sich eine rote Badekappe über den Kopf und erklärt: “Ich gehe als Britney Spears.” Bitte, bitte, lachen. Ein letztes Mal.

Ich frage mich ernsthaft, ob es Jäggi, Stöhlker, Weibel, der Weltwoche und Huggenbergers, die alle hinter dem Projekt stecken, die Mundwinkel auch nur ein einziges Mal ansatzweise nach hinten gezogen hat. Mir jedenfalls nicht.

Da es auch bei der dritten Sendung nicht gelungen ist, nur eine leichte Steigerung anzudeuten, habe ich nur einen Wunsch übrig. Und den übrigens nicht nur, weil ich in der Fastenzeit wieder mal ganz auf Alkohol verzichte: Bitte kein Digestif mehr.

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Wieso gerade die Raucher?

Mir ist sehr wohl bewusst, dass das Rauchen schädlich ist. Es ist auch keinesfalls meine Absicht, Nichtraucher zum Rauchen zu animieren. Was mich aber richtig ärgert, ja regelrecht zur Weissglut treibt, ist die Art, wie seit einiger Zeit überall auf der Welt eine Hetze gegen die Raucher stattfindet.

Es weiss wohl etwa ab dem sechsten Lebensjahr jeder, dass das Rauchen schädlich ist. Es gehört zur Pflicht der Eltern, ihre Kinder vom Rauchen abzuhalten, genauso wie es ihre Pflicht ist, sie davon abzuhalten Alkohol zu trinken oder minderjährig schwanger zu werden. Doch sobald eine Person selbstständig ist und die Freiheiten eines Volljährigen besitzt, ist sie meiner Meinung nach fähig, selbst entscheiden zu können, ob er oder sie rauchen will. Daher verstehe ich nicht, wieso ständig die Zigarettenpreise erhöht werden und wieso seit kurzem der Zigarettenverkauf erst an Jugendliche ab 18 Jahren gestattet ist. Ich habe meinen Konsum in den letzten drei Jahren trotz der ständig steigenden Preise nicht um eine Zigarette gesenkt und den Rauchern in meiner Umgebung geht es ähnlich. Wir steigen vielleicht auf andere Formen des Rauchens um, doch wir rauchen nicht weniger. Das Einzige, was mit der Teuerung der Zigaretten erreicht wird, ist der wirtschaftliche Ruin vieler Raucherinnen und Raucher.

Und wieso gerade wir? Wieso werden nicht ständig die Alkoholpreise erhöht? Wieso steigen die Preise von fetthaltigen Speisen nicht? Sind das nicht auch gesundheitsschädliche Genussmittel? Das Rauchen ist eine Freiheit und sollte es auch bleiben, genauso wie die Entscheidung Alkohol zu trinken oder eine gefährliche Sportart auszuüben. Jeder muss selber entscheiden, inwieweit er seine Gesundheit gefährden oder schädigen will. Man kann einen überzeugten Raucher niemals dazu zwingen, das Rauchen aufzugeben, erstens, weil es eine Sucht ist, und zweitens, weil der Beschluss aufzuhören vom Betroffenen selbst kommen muss.

Eine andere Angelegenheit ist das Rauchen in öffentlichen Räumen. Ich halte es für selbstverständlich, dass man als Raucher Rücksicht auf Nichtraucher nimmt. Wenn ich in einem Café oder Restaurant sitze, frage ich meine Tischnachbarn, ob es sie stört, wenn ich rauche. Antworten sie mit ja, dann warte ich oder lasse es bleiben. Wiederum finde ich, dass an die Eigenverantwortung eines Menschen appelliert werden sollte, anstatt Verbote und Gesetze zu erlassen. Ich weiss, dass die meisten Menschen in vielerlei Hinsicht nicht sonderlich rücksichtsvoll sind, doch es widerstrebt mir, dass, anstatt ein Umdenken zu erreichen, immer der einfachere Weg der Verbote gewählt wird. Ein weiterer Nachteil ist die Tatsache, dass Verbote bei vielen Rauchern eine Trotzreaktion hervorrufen. Sie nehmen eine Busse in Kauf, nur um weiterhin rauchen zu können, weil sie es für ihr Recht halten, überall rauchen zu dürfen. Diese Haltung finde ich natürlich auch lächerlich, verstehe aber nicht, wieso in Zügen ein Rauchverbot gilt. Die Anzahl der Nichtraucherwagen war sowieso immer grösser als die der Raucherwagen und ich habe mich in meinen Nichtraucherzeiten nie über die Existenz der Raucherwagen gestört.  

Mein Fazit: Mehr Eigenverantwortung übernehmen und keine Hetze gegen die Raucher betreiben. Dass dieses Thema erst in letzter Zeit so aktuell ist, finde ich sowieso höchst fragwürdig. Meines Wissens wird seit einigen Jahrhunderten Tabak geraucht, das Rauchen ist nicht ein neues Phänomen unserer Zeit. Soll mit der Anti-Raucher-Propaganda vielleicht von anderen innenpolitischen Problemen abgelenkt werden?

Electropop in einzigartiger Form

Feinfühlige Melodien, mitreissende Electro-Beats, eindrücklicher Gesang: Das zweite Album des Electropduos Pola “Oh my God what have I done” überzeugt vor allem mit seiner Vielfältigkeit. Jedes Lied unterscheidet sich auf der ganzen Linie von den anderen Stücken. Und doch findet sich in allen etwas wieder: Die unverwechselbare Handschrift der beiden Bandmitglieder, die nicht umsonst Meister von Beats und Melodien genannt werden.


Früher mit Felka und Züri West

Beide Musiker von Pola haben in ihrer Vergangenheit schon in anderen Bands Erfahrungen gesammelt. Marcel Blatti war früher bei Felka und Mãozinha engagiert, Oli Kuster hat sogar in Mich Gerbers Band und bei Züri West gespielt.

Jetzt verarbeitet das Berner Musikerduo Dancefloorsound, New Wave und Trip Hop geschickt zu einem eigenen Mix. Es scheint unmöglich, die Musikrichtung von Pola mit einem Wort zu definieren, etwas Vergleichbares ist nicht leicht zu finden. Der Bandname, eine Kurzform von Polaroid, wurde von den beiden Bernern gewählt, weil sie damit auf eine filmische und bildinspirierte Musik anspielen wollen.

Erste Höhenflüge vor zwei Jahren

Keyboarder Oli Kuster und der Schlagzeug spielende Sänger Marcel Blatti sorgten bereits im Jahre 2005 mit ihrem Debütalbum “Pola” für Aufsehen. Der Erstling wurde von allen Seiten in den höchsten Tönen gelobt und die anschliessende Tour brachte die beiden Berner Newcomer bis nach Deutschland und Frankreich. Seither gelten sie als grosses Electropop-Versprechen für die Zukunft. Mit dem aktuellen Album “Oh my God what have I done” verleihen sie dem nun Nachdruck. Ob sie gar zu einem ähnlichen Höhenflug ansetzen können, wird sich zeigen.

Die Scheibe beinhaltet insgesamt zwölf Lieder und dauert 55 Minuten. Es wurde jedoch einiges getan, um diese Zahlen zu erreichen: Im zweitletzten Lied “All day long” haben die beiden Musiker eine mehr als zehnminütige Pause eingebaut und das letzte Stück “Maybe tomorrow” ist eher ein sechs Sekunden dauerndes Geräusch, als ein würdiges Ende der ansonsten sehr guten CD.

Plattentaufe


Am 8. März eröffnen Pola ihre Tournee mit einem Konzert im Berner ISC und taufen ihre neue Platte. Am 16. März schliesslich kommt "Oh my God what have I done" in die Läden. Erhältlich ist die Scheibe auch über die Website der Band.

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Mittendrin statt nur dabei

Noch während sich das Miller’s Studio füllte, drangen erste Schreie und Tierlaute aus dem Backstagebereich. Als Moderator Christian Sauter die Bühne freigab, gab es kein Halten mehr: Küsse wurden verteilt, Glieder verrenkt, Komplimente und Beschimpfungen ausgetauscht und die skurrilsten Geschichten aus der Luft gegriffen. Und auch als das Licht im Saal schon lange erloschen war, pflegten die Spieler an der Bar noch immer ihren locker-theatralischen Umgangston.  

Schiedsrichter und Entertainer

Bei soviel Spontaneität und kreativen Geistesblitzen einen roten Faden zu knüpfen, erwies sich als keine leichte Aufgabe. So berief sich Christian Sauter zur Not immer wieder auf seine imaginäre Schiedsrichterlizenz und wies die Spieler mit gelben Karten in die Schranken. “Diese willkürlichen Bestrafungen dienen dazu, dass sich das Publikum mit den Teams verbündet”, erklärt Zuschauer Frank Renold, selbst aktiver Improspieler. “Die Zuschauer werden auf dieselbe Ebene gestellt wie die Schauspieler.” Der gewünschte Effekt blieb nicht aus. Obwohl das Miller’s bis auf den letzten Platz besetzt war, stellte sich bald eine familiäre Atmosphäre ein. Das Publikum wurde Teil des heiteren Trubels. Nicht zuletzt, weil ihm im Theatersport eine wichtige Rolle zukommt: Einerseits entscheidet es am Ende jeder Szene, welcher Auftritt mehr überzeugt hat. Andererseits ist es für kreative Inputs zuständig, die das Geschehen auf der Bühne massgeblich beeinflussen.  

Pointen auf Knopfdruck

Theatersport setzt sich aus unzähligen Spielmodi zusammen, einer überraschender als der andere. Der Moderator stellt die Teams laufend vor neue Aufgaben, die es spontan zu erfüllen gilt: Mal verlangt er plötzliche Gefühlswechsel während der Szene, lässt die Spieler plötzlich die Sprachen wechseln oder das Gesehene in verschiedenen Filmgenres wiederholen.

Um diese Vorgaben zu konkretisieren, holen sich die Teams Vorschläge aus den Zuschauerrängen. Im Miller’s zum Beispiel wurde um den Namen eines Autors gebeten und der Text nach dessen Stil gestaltet. Auch nach Emotionen, Charakterzügen oder einem kniffligen Problem wurde gefragt, das im Laufe der Szene gelöst werden soll. Eine Dame aus der ersten Reihe wurde gar dazu aufgefordert, den erlebten Tag zu schildern, worauf das slowenische Team ihr szenisch prophezeite, was sie in der folgenden Nacht träumen werde.  

Spiel mir das Lied vom Tod

Die Ideen des Publikums und der Schauspieler erwiesen sich als explosives Gemisch. Ehen wurden geschlossen und gebrochen, Klischees über die verschiedenen Länder karikiert und ein mörderisches Lied aus dem Ärmel geschüttelt. Obwohl manche Vorgaben an Absurdität kaum zu überbieten waren, schien die Phantasie der Spieler nicht enden zu wollen. Besonders in den letzen Runden liefen sie zur Höchstform auf. Der kleine Final zwischen den Capital Legends und dem EIT endete mit einem Match in der Königsdisziplin, der so genannten Trilogie der grossen Künste: Eine erste Szene wird gereimt, eine zweite getanzt und die dritte gesungen. Der Titel “Die Odyssee von Paul”, der sich aus Publikumsrufen zusammensetzte, hielt mehr als er versprach. Das Publikum war derart begeistert, dass eine Steigerung kaum mehr möglich schien. Doch es kam noch besser.  

Fantastische Leistung

Das Finale zwischen dem slowenischen Teater Narobov und Belleville aus Bologna wurde zu einem Feuerwerk aus Lachsalven. Ein in die Jahre gekommenes Partygirl trällerte beschwipst 90er-Jahre-Hits. Das naiv-dümmliche Schneewittchen wurde von quengelnden Zwergen gepiesackt und erntete sogar vom gegnerischen Team Standing Ovations. Das abschliessende Musical “Only for tonight” setzte dem Festival die Krone auf. Die Geschichte dreier Cabaretsängerinnen und ihrem Produzenten, die alles dafür tun würden, um endlich Ruhm und Ehre zu erlangen, liesse so manches Broadway-Sternchen vor Neid erblassen. Besonders rührend war die Figur des Bauers Goran, der in die Stadt reist, um seine Frau auf die Farm zurückzuholen. Sein Auftritt quittierte die slowenische Schauspielerin mit dem ironischen Kommentar “Oh God, my Slowenian past is coming after me.”  

Keine Verlierer

Die schlussendliche Reihenfolge auf dem Siegertreppchen, Belleville vor Narobov, dem EIT und den Berliner Schlusslichtern, muss an dieser Stelle nur der Vollständigkeit halber erwähnt werden. Die Teams scherten sich überhaupt nicht um die Punktvergabe, sondern zeigten ehrliche Freude über jeden gelungenen Auftritt. Diese Einstellung war auch für das Publikum spürbar, welches das Miller’s auch nach der Zugabe nur widerwillig räumte. Sollte diese Begeisterung anhalten, ist dem Festival ein fester Platz im Kulturkalender sicher. Bleibt nur zu hoffen, dass die Mannschaften auch nächstes Jahr den Weg nach Zürich finden. Kann man ja nie wissen, bei soviel Improvisationslust.

“Uns ist es schnuppe, wer gewinnt”

Das EIT ist die am längsten bestehende Impro-Gruppe der Schweiz. Konntest du im Laufe der Jahre eine Veränderung feststellen was die Bekanntheit des Theatersports betrifft?

Theatersport ist erst seit diesem Jahr in den Medien etwas präsenter. Ich bemerke das auch in meinem privaten Umfeld. Wenn ich sage, dass ich Theatersport mache, haben die Meisten schon etwas davon gehört. Als wir angefangen haben, kannte das niemand.

Wie sieht das denn in anderen Ländern aus?
Improvisationstheater ist weltweit sehr bekannt. So gab es in Deutschland während der Fussball-WM auch eine Impro-WM. Es wird natürlich in ganz verschiedenen Arten betrieben. Es gibt Länder, die total durchorganisiert sind, wie zum Beispiel Italien. Dort gibt es sogar ein Improvisationsministerium mit einem Minister, was ich doch seltsam finde für ein Metier, das vom Moment und vom Improvisierten lebt. So sehe ich auch die Einteilung der Teams in Profi- und Amateurliga in der Westschweiz als unnötige Bürokratie und Missverständnis.

Wir versuchen nicht in diese Falle zu tappen. Wir spielen einen Match für das Publikum, und dieser Zweifel, wie ernst wir das nehmen, soll durchaus bestehen. Uns ist es wirklich schnuppe, wer gewinnt.

Das ist bei den Vorführungen durchaus spürbar, es herrscht ein sehr freundschaftlicher Umgang.  

Genau. Wir laden Leute ein, die wir guten finden, weil wir auch eine gute Zeit mit ihnen haben. Das ist das Wichtigste. Wer gewinnt, das interessiert uns gar nicht.

Glaubst du, dass es für das Spiel von Vorteil ist, wenn man sich persönlich kennt?

Das ist absolut egal. Man kann sich drei Minuten vor der Show kennen lernen und es funktioniert.    

Wie ist es, wenn jemand neu zur Gruppe stösst? Könnte man da gleich zusammen auftreten?

Nein, das ginge nicht. Also doch, natürlich könnte man auch einen Unerfahrenen auf die Bühne bringen, fragt sich nur, ob das für ihn besonders angenehm wäre. Bei der Impro ist es so, dass man Fortschritte macht, ohne es zu bemerken. Man arbeitet immer wieder an den Grundlagen, wie ein Boxer, der auch nicht aufhört Seil zu springen, bloss, weil er das schon mal getan hat. Es braucht Zeit. Man muss dran bleiben.

Kann denn jeder Impro lernen, oder braucht es Talent?  

Talent ist vielleicht das falsche Wort. Ich würde es eher Offenheit nennen.    

Dass man auch bereit ist, sich darauf einzulassen.  

Genau. Wenn du sagst: “Du bist meine Grossmutter”, dann bin ich deine Grossmutter. Das ist eine Einstellung, die man sich antrainieren kann.

Kann Improvisationstheater einen Menschen verändern?
Man lernt ganz sicher das Ja-Sagen in Situation, wo man normalerweise blockiert hätte. Und man lernt, dass man sich selbst vielleicht nicht ganz so ernst nehmen und seine Meinung nicht bis auf den Tod verteidigen muss. Jemand anderes bringt eine Idee, man kann sie vielleicht nicht nachvollziehen, aber man probiert es einfach.    

Bist du mit den Jahren ein besserer Spieler geworden?  

Ich will es hoffen. Seit drei Jahren haben wir eine stabile Situation in unserer Gruppe mit sechs Personen. Das ist sehr fruchtbar. Wir proben besser und sind besser geworden.

Kommt es vor, dass es dennoch überhaupt nicht klappt?
Klar, das passiert ja in jeder Show. Meistens wird es von einem anderen Spieler aufgefangen. Im besten Fall merkt das Publikum nichts davon. Aber natürlich gibt es immer mal wieder Szenen, die wir völlig in den Sand setzen.    

Vielleicht macht gerade das den Reiz aus.  

Wenn das nicht so wäre, müssten wir es gar nicht machen. Es wäre völlig witzlos zu sehen, dass eine Szene nach der anderen klappt.    

   

Besteht beim Improvisationstheater die Gefahr, dass der Humor zu schwarz oder verletzend wird, weil man sich nicht an ein Skript halten muss?

Impro hat natürlich schon die Freiheit, dass es keine Zensur gibt. Es wird allein durch die Assoziation bestimmt. Das Publikum kann ja die Entwicklung der Szene mitverfolgen, die wird nicht einfach aus der Luft gegriffen. Und selbst wenn man einen Rassisten spielt und sagt: “Diese Neger sollen in Afrika bleiben”, dann sagt das der Rassist, nicht ich. Wo die Grenze ist, hängt vom Groove der Leute ab, die auf der Bühne stehen. Und natürlich passiert es auch mal, dass man sie überschreitet und sich nach der Szene sagt: “Ach Gott, was habe ich da gemacht.”  

Gibt es bei dir trotz aller Spontaneität Momente, in denen du denkst: “Das ist mir jetzt doch etwas zu peinlich?”

Zu peinlich nicht. Ich überlege mir bloss, ob das jetzt richtig ist für die Szene. Das ist vor allem bei Frauen und Körperkontakt ein Thema. Wenn wir aber ein Liebespaar spielen, ist die Sache klar. Da muss ich die Frau anfassen, auch wenn ich sie erst vor zehn Minuten kennen gelernt habe, weil es die Szene nun mal verlangt.    

Im Vorfeld des Festivals habe ich mich gefragt, wie ihr die sprachlichen Hürden meistern werdet. Siehst du es als Hindernis, wenn du nicht in deiner Muttersprache improvisieren kannst?

Das Fehlen einer Sprache ist eher ein Vorteil, weil du dich nicht auf das Qequatsche sondern die Action verlässt. Die Sprache droht so nicht zum Lückenfüller zu werden.    

Wenn man nun selbst Impro machen will – wie packt man das an?  

Man meldet sich am besten bei einer Gruppe mit Kopf und Fuss und fragt nach, ob sie Improworkshops anbietet. Einmal im Jahr kann man Keith Johnstone, den Urvater des Improtheaters, im Dimitritheater im Tessin sehen. Er ist nach wie vor ein sehr guter Anfängerlehrer, obwohl man viele seiner Dogmas wieder vergessen muss, wenn man weitermacht.                               

Welche Projekte stehen bei euch derzeit in den Startlöchern?

Wir treten im Keller 62 mit einer Impro-Langform names “Harold” auf. Daran arbeiten wir zurzeit am intensivsten. Für uns ist es einen Zacken schärfer als Theatersport. Langformen sind gefährlicher, weil du nur einen Versuch hast und es gleich klappen muss. Du fängst eine Geschichte an und dann dauert sie eineinhalb Stunden. Das ist weniger populär, aber für uns umso interessanter. Von den Zuschauern, auch wenn sie noch nicht sehr zahlreich sind, bekommen wir sehr positive Rückmeldungen. Es ist näher am Theater und nicht zwingend Comedian-artig, es gibt durchaus auch tragische Geschichten.     


Gibt es eine Frage, die dir noch nie gestellt wurde, die du aber gerne beantworten möchtest?  

Ach ja, wegen dem Musiker. Sein Anteil am Ganzen wird häufig unterschätzt, weil wir aus Filmen stimmungsvolle Musik gewohnt sind, dabei trägt er viel zum Gelingen einer Show bei. Wir arbeiten mit zwei Musikern und proben auch regelmässig, weil die Musik oftmals die Stimmung einer Szene vorgibt, sie führt Regie. Das nützen manche aus und werde zu regelrechten Rampensäuen, die die Aufmerksamkeit zu stark auf sich ziehen. Doch: Eine Gruppe von Einzelkämpfern funktioniert nicht. Ein kooperativer Spieler, der vielleicht nicht so viele Mittel hat was Reimen und Singen betrifft, brilliert am Schluss eher als einer, der sich selber produziert.

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Der Knacks-Punkt

1 . 1    Arbeit

Ich weiss wies ist, na klar, und ob!

Ich sucht schon oft `nen neuen Job.

Ich ging zum Chef, ich wusst ich pack’s!

Ich stellt’ mich vor,

er stellt’ mich ein.

Doch ich verlor

den Arbeitsschein

stets kurz darauf. Ich hab `nen Knacks…

1 . 2    Liebe

Ich seh’ durch Rauch und Nebel klar

ein Mädchen stehen an der Bar.

Geschminkt nach Kunst des Wohlgeschmacks.

Komm sprich sie an,

geh zu ihr hin!

Doch kommt sodann

mir in den Sinn:

Ach nee, ich hab ja einen Knacks….

1 . 3    Alltag

Ich brauch, sonst geht mein Brotteig fehl,

vom Supermarkt noch `nen Sack Mehl.

Ich irr’ Zwecks Auffindung des Sacks

durch die Regal’

von Reiz und Flut.

Für mich ne Qual!

Brauch dazu gut

den halben Tag. Ich hab `nen Knacks…

1 . 4    Knacks

Oft steh ich vor verschlossnen Türen

sobald ich meinen Knacks verkünd’.

Wohin würd’ wohl mein Leben führen

wenn ich ohne ihn da stünd’?

2 . 1    Arbeit

Ich schau mir die Geschäftswelt an,

die nur noch eins erheitern kann:

Der Glanz des hochpolierten Lacks

an ihren Schuh’n.

Stets schmuckbehängt,

stets viel zu tun,

stets eingeengt

vom Massschnitt ihres Arbeits-Fracks.

2 . 2    Liebe

Ich schau dem Typen ins Gesicht,

der schamlos jede Frau anspricht

als wäre das führ ihn ein Klacks.

Aus Sex entsteht

der Ehebund.

Zu oft nur geht

die Eh’ zu Grund

wie lose Teile eines Wracks.

2 . 3    Alltag

Ich schau im Supermarkt mich um,

wo Leut’ versklavt sind vom Konsum,

dem “Mittelspitz des Dreierzacks”!

Sie treten ein,

sie greifen zu

und finden schein-

bar wie im nu

stets was sie “brauchen” schnur und stracks.

2 . 4    Knacks

Ich zieh’ vor meinem Knacks die Mütze!

Wie würd’ ich ohne ihn da steh’n?

Mein Knacks ist mir die beste Stütze

meinen Lebensweg zu geh’n.

Multikulturelle Ballnacht

Schon als wir die Feststiege mit dem dunkelroten Teppich hinaufgingen, fühlte ich mich wie in ein Märchen versetzt, und als wir den grossen Saal des Wiener Rathauses betraten, blieb mir der Atem weg. Das Rathaus, von dem ich in früheren Gschichtln bereits geschwärmt hatte, zog mich mit seiner Innenarchitektur in seinen Bann: Der Festsaal beeindruckt vor allem durch seine Höhe, aber auch durch die liebevollen Verzierungen im neugotischen Stil. Durch die stattlichen Fenster kann das Burgtheater vis-à -vis bestaunt werden und die prachtvollen Kronleuchter geben dem Raum eine angenehme Wärme.

Ich habe die Atmosphäre an diesem aussergewöhnlichen Ball sehr genossen. Im Publikum fanden sich eleganten Damen in wallenden Ballkleidern, Gewänder aus afrikanischen Stoffen, junge Erwachsene in aufwändigen Kostümen oder mit Dreadlocks und bequemen Jeans. Menschen aus aller Welt tanzten zu Musik aus aller Welt. Im Festsaal und im Staatsenatssaal fanden gleichzeitig mehrere Konzerte statt, während im Grauen Salon verschiedene DJs die multikulturelle Masse zum Schwitzen brachten. Unter anderem musizierten in dieser Nacht folgende Künstlerinnen und Künstler: Die kubanische Sängerin Milagros Piñera mit Iván Ruiz Machado, Russkaja, Fatima Spar & die Freedom Fries, Juanita und die Chili Cheeps sowie Denk. Zwischen den Konzerten ertönte immer wieder der klassische Wiener Walzer aus den Lautsprechern. Ein Stück, das sich perfekt in die kulturelle Vielfalt eingliederte und gern betanzt wurde.    

Auch Shantel aus Frankfurt begeisterte mit seinem Bukovina Club Orkestra die Tanzbeine. Die Musik klingt, laut Programmheft, nach Osteuropa, mit Klezmer- und Zigeunertönen. Der publikumsnahe Shantel wird im April, als erster Deutscher, mit dem renommierten BBC Award for World Music 2006 ausgezeichnet. Sein Können hat er mit seiner achtköpfigen Band auch am 13. Flüchtlingsball bewiesen. Zu deren Gipsy-Sound wurde getanzt bis die Füsse schmerzten und gesungen bis die Kehlen trocken waren. Um dem entgegenzuwirken, verteilte Shantel zwischen seinen Liedern zwei Flaschen “Duty-Free-Vodka from Istanbul” in Plastikbechern an sein Publikum.  

Später bewegten wir uns zu den rhythmischen Klängen von Insingizi aus Zimbabwe und Haja Madagascar. Doch nach dem letzen Trommelschlag wankten auch wir mit schmerzenden Füssen durch die leeren Strassen nach Hause und sanken um halb fünf in der Früh ins wohlverdiente Bett.

Wiener Flüchtlingsball


Der Wiener Flüchtlingsball wird vom Projekt Integrationshaus organisiert. Die gesamten Einnahmen des Festes kommen den Flüchtlingsprojekten im Integrationshaus zu Gute. Auch die Stadt Wien beteiligt sich und stellt dem Flüchtlingsball jedes Jahr die Räumlichkeiten des Rathauses zur Verfügung.

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