Kultur | 29.01.2007

Punk is really not dead

Text von Sandro La Marca
Viel Bier, bunte Haarprachten aber vor allem laute rohe Punkmusik: Das Konzert von UK Subs und The Vibrators am letzten Samstag im Sedel in Luzern war eine wilde Sache.
Ob es zu Gründungszeiten des Punk schon Haarspray gab? Fotos: Sandro La Marca The Vibrators aus England: Ihre Musik ist 31 Jahre alt... ...ihr Publikum wohl etwas jünger. Sänger Knox, sein Bier und seine Fans. Charlie Harper begrüsst sein Publikum.

Am letzten Samstag betrat im ausverkauften Sedel, im ehemaligen Gefängnis von Luzern, eine wahre Legende die Bühne: UK Subs, eine der wohl ältesten noch aktiven Punkbands überhaupt. Man kann sie ohne weiteres zu den Dinosauriern der Punkbewegung made in Britain zählen. Mit dabei waren ausserdem die Vibrators und Sir William Hills aus Basel, zwei nicht minder fossile Spezies.  

Urgesteine des Punks

Zeitgleich mit Joy Division begann auch die Karriere der UK Subs, nur dass sie nicht drei Jahre dauerte, sondern mittlerweile drei Jahrzente überdauert hat. Damit gehören sie zum Urgestein des British Punk. Sie trugen einen wichtigen Teil zu dieser Kultur bei und erhalten sie noch heute mit ihrer Musik am Leben. The Vibrators, die gar schon 1976 zusammen fanden und mit Bands wie den Sex Pistols auf den Brettern standen, trugen ihren Teil dazu bei, dass die Stimmung im Sedel so war, wie es sich für ein richtiges Punkkonzert gehört: lebendig und roh. Bierbecher flogen halbvoll über den mehr oder weniger kahl rasierten Köpfen der Zuhörer hin und her.

Rauf auf die Bühne

Mitten im Publikum ein Foto zum machen, wurde zur echten Herausforderung, denn kaum hatte man sich von ein paar verschwitzten Punks und Skins befreit, die quer über einem lagen, wurde man schon von der nächsten Pogowelle erfasst und gegen die Bühne geknallt. Das Gute daran war, dass man sich dort eigentlich recht frei bewegen konnte. So landeten letztendlich einige Chaoten auf der Bühne, wo sie sich sichtlich wohler fühlten. Das konnte man ihnen kaum übel nehmen, denn wo sonst stehen einem 30 Jahre Punk so nah vor der Nase?

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