Gesellschaft | 15.01.2007

Initiativen – schlicht auf Papier

«projekt.zeitung" ist eine neue Zeitschrift von jungen, initiativen Redakteurinnen und Redakteuren. Sie will ein Forum bieten für alle, die aktiv an der gesellschaftlichen Entwicklung beteiligt sein wollen. Tink.ch im Interview mit Benjamin Kolass, Philipp Tok und Katharina Ludwig.
Initiative, Begegnung, Papier: Die neue Jugendzeitschrift "schreit nicht, sondern ist eher leise."

Die erste Ausgabe von „projekt.zeitung“ ist draussen. Was wollt ihr mit dieser Zeitung erreichen oder aussagen?

Benjamin: Wir greifen auf, was uns in Gesellschaft, Kultur oder im Zeitgeschehen begegnet. Es geht um Fragen, die junge Menschen beschäftigen und um deren philosophische und gesellschaftliche Dimension, wie bei der aktuellen Ausgabe die Frage nach der eigenen Identität. Ausserdem suchen wir nach interessanten Alternativen in Politik und Wirtschaft oder schaffen auch ganz einfach eine Plattform für Ankündigungen und Berichte. Wir möchten zu eigenen Initiativen ermutigen, indem wir weniger über das berichten, was „da draussen“ von Politik, Industrie und ihren Agenturen gerade zum Thema oder Trend erklärt wird, sondern über das, was ich und du und andere junge Menschen persönlich tun. Denn die Welt, das sind ja wir.  

Philipp: Ich hoffe, dass von der Zeitung eine gewisse Anregung ausgehen wird und dass sich konkrete Anknüpfungspunkte für die Leserschaft finden werden.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, eine solche Zeitung herauszugeben?

Benjamin: In der Schule hatte ich eine Schülerzeitung gemacht. Auch später schrieb ich wieder, beschäftigte mich mit Literatur und dachte stets an eine Zeitschrift, die sich ins Zeitgeschehen vertieft. So eine Jugendzeitschrift, die in die Tiefe geht, gab es noch nicht, solch eine Plattform war noch nicht vorhanden.

Und dann hast du ein Redaktionsteam zusammengestellt?

Benjamin: Ja, ich habe Leuten von möglichst verschiedenen Orten und Initiativen von der Zeitungsidee erzählt. Wir haben dann verabredet, jeweils in unserem Umfeld zu schauen was läuft und spannend ist für die Zeitung. Ich hoffe, dass sich noch mehr Leute finden werden und dieser Kreis wächst.

Was ist die Perspektive?

Philipp: In zwei Jahren wird man vielleicht zurückblicken können auf viele Wege, die sich eröffnet und einzelne Lebenswege verändert haben. Projekte haben zusammen gefunden, die aus dem gesellschaftlichen Zusammenhang der Zeitung entwickelt wurden.  

Welches Zielpublikum strebt ihr an?

Benjamin: Es können Schüler, Studenten, Eltern oder auch ältere Leute sein, die unsere Zeitung lesen. Aber sie richtet sich vor allem an Jugendliche, die sich mit Fragen unserer Zeit und des Lebens auseinandersetzen. Diese Fragen werden in der Gesellschaft oftmals zu wenig aufgegriffen.  

Philipp: Sie sollte jeden Menschen ansprechen, denn es ist sinnvoll, wach zu werden für Initiativen mit Zukunft. Ich denke besonders an Leute, die sich der Wirklichkeit und dem Leben stellen wollen.  

Was unterscheidet diese Zeitschrift von den anderen Jugendzeitschriften?

Philipp: Diese Zeitung hat eine offene Redaktion mit Schreibern aller Art und dient nicht nur als Leseobjekt, sondern ist selbst ein beziehungs-stiftendes Projekt das Perspektiven aufzeigen will.  

Katha: Der Stil dieser Zeitung schreit nicht, sondern ist eher leise und hat wenig Bilder. Wir haben versucht, eine junge, schlichte Zeitung zu machen mit klarer Struktur. Die Kraft dabei liegt in der Ruhe.  

Wie lautet eure Mitteilung an die Leserschaft?

Philipp: Diese Zeitung sucht nach echten Biographien.  

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