Kultur | 29.01.2007

„Das viele Training lohnt sich“

Einen Tag vor der dritten Finalsendung am vergangenen Sonntag Tink.ch mit vier der jüngeren Musicstar-Kandidaten. Muhammed, Brian, Sandro und Rebecca - sie ist unterdessen ausgeschieden - plauderten in den Pausen des Soundchecks über den neuen Alltag, Powervoting und das Finale.
Musicstar: Die dritte Staffel ist in vollem Gange. Fotos: Roger Tschallener Reby: "Ich werde sicherlich weitermachen." Mumi: "Im Finale würde ich den Leuten gerne beweisen, dass ich auch Balladen singen kann." Sandro: "Die Mädchen, die nach meinen Auftritten nach vorne stürmen und meinen Namen rufen, kann ich nicht überhören." Im Studio: Soundcheck des Gruppensongs Maag Music Hall - Das Musicstar Studio

Hallo zusammen, stellt euch doch bitte kurz vor.

Reby: Ich bin Rebecca Egli, bin 19 und komme aus Bern. Ich habe im Sommer 2006 die Swiss Musical Schule abgeschlossen.

Sandro: Ich bin Sandro Dietrich und würde mich etwa so beschreiben: Aufgestellt, lustig, ehrlich und ehrgeizig.

Mumi: Ich heisse Muhammed Kahraman, 18 Jahre alt und meine Stärke ist ganz klar das Tanzen. Und ich bin nicht mehr Single.

Brian: Hallo zusammen, ich bin Brian Abeywickreme, bin 18 Jahre alt und komme aus Ostermundigen.

Sandro: Brian würde ich auch gerne beschreiben: Er ist lustig, ein cooler Typ. Wir haben einen ähnlichen Charakter und ähnliche Interessen, weshalb wir uns einfach super verstehen.

Brian: Danke.  

Wie seid ihr dazu gekommen, bei Musicstar mitzumachen?

Brian: Ich mache mein Leben lang schon Musik und singe. Ich wusste, dass Musicstar so ziemlich die grösste Plattform in der Schweiz ist und man so auch am meisten Publikum ansprechen kann. Deshalb habe ich mich einfach beworben und bin nun hier.

Reby: Meine Mutter meinte, ich könne hier mitmachen, was auch ich für eine gute Idee hielt.  

Mumi, du bist der Jüngste in der Musicstar-WG, spürst du das irgendwie?

Mumi: Nein, es war mir von Anfang an klar, dass ich einer der Jüngsten sein werde. Nun bin ich stolz, dass ich es überhaupt soweit gebracht habe.  

Wie sieht ein typischer Tagesablauf eines Musicstar-Kandidaten aus?

Brian: Man muss immer ziemlich früh aufstehen und um etwa acht Uhr hier auf dem Maag-Areal in Zürich sein. Wir singen täglich ein bis zwei Stunden und tanzen rund drei Stunden. Es kann aber auch länger dauern, bis man seine Ziele erreicht hat. So gibt es immer wieder Abende, an denen man bis Mitternacht am Üben ist. Dazu kommen diverse Pressetermine oder die Planung des Stylings für die Hauptsendung. In den wenigen freien Minuten gehen wir meistens schlafen, lesen kurz unsere Mails oder schauen uns ein wenig im Internet um.

Reby und Brian: Das frühe Aufstehen ist das Schlimmste.

Sandro: Aber das viele Training lohnt sich. Anfangs konnte ich überhaupt nicht tanzen, inzwischen sieht es aber schon ziemlich gut aus. Aber die Freizeit ist schon sehr knapp. Ich war gestern mit Brian im Kino, das war für mich ein Highlight. Aber solche Momente sind leider viel zu selten.  

Brian, du warst in letzter Zeit in der Presse, weil du bei Angaben zu deiner Vergangenheit angeblich gelogen hast. Wie gehst du mit solchen Meldungen um?

Brian: Mit dem muss man umgehen können. Wenn ich dies zu ernst nehmen würde, könnte ich mich danach gar nicht mehr richtig konzentrieren. Ansonsten mag ich die Medien, sie sind für mich eine Art Sprachrohr an die Aussenwelt.

Sandro, du bist ein wenig der Frauenschwarm der Sendung, kriegst du davon viel mit?

Sandro: Von den Kommentaren in meinem Blog oder der Fanpost her ist dies nicht zu übersehen. Auch die Mädchen, die nach meinen Auftritten nach vorne stürmen und meinen Namen rufen, kann ich nicht überhören. Ansonsten sind wir hier aber ziemlich von der Aussenwelt abgeschottet.  

Stichwort Powervoting: Auf der Homepage www.powervoting.ch kann man sich Stimmen für euch kaufen, die dann während der Sendung für euch abgegeben werden. Was haltet ihr von dieser Methode der Stimmabgabe?

Brian: Nicht viel. Es ist ungerecht, wenn jemand so Stimmen kauft. Für mich ist auch fraglich, ob diese Stimmen wirklich ankommen.

Sandro: Ich halte gar nichts davon. Soweit ich weiss, verbietet das Reglement dies ja auch, aber man kann wohl nicht viel dagegen machen.

Für die Sendung vom 28. Januar wurden bisher fast 35 Prozent der Stimmen für Brian gekauft.

Brian: (lacht) Liebe Leute da draussen, ruft doch ganz normal an, die Stimmen kommen so besser an, denke ich.  

Die bisherigen Musicstar-Gewinnerinnen hatten eine zeitlich sehr begrenzte Karriere. Carmen Fenk hatte keinen Erfolg mehr, machte aber trotzdem weiter und Salome Clausen hörte aus privaten Gründen von sich aus auf. Raby, angenommen du gewinnst. Was darf man dann von dir erwarten?

Reby: Ich habe mich bereits in der Swiss Musical Schule in Sachen Gesang, Tanz und Schauspielerei ausbilden lassen. Das ist einfach das, was ich machen will, egal ob ich nun gewinne oder schon vorher ausscheide. Ich werde sicherlich weitermachen.  

Angenommen du kommst ins Finale, was wäre dein Final-Song?

Mumi: Das ist schwer… In der ersten Sendung, in der ich fast ausgeschieden wäre, habe ich meine Ballade versaut. Deshalb würde ich den Leuten gerne beweisen, dass ich auch Balladen singen kann.

Sandro: Ich hätte gerne mit der Wildcard eine meiner Eigenkompositionen gewählt. Da ich diese aber nicht mehr habe, würde ich zum Beispiel gerne Angels von Robbie Williams singen, eines meiner Lieblingslieder.  

Die Juroren Detlef D! Soost und Roman Kilchsperger gerieten wegen ihren Sticheleien, die sich oft unter der Gürtellinie befinden, heftig in Kritik. Was haltet ihr von diesen Spässchen?

Mumi und Sandro: Wir finden es lustig, die Leute haben trotzdem ihren Spass. Wir finden die Sprüche ganz amüsant, auch wenn sie manchmal etwas heftig sind.  

Was würdest du angehenden Kandidaten raten?

Mumi: Sie sollen sich von Anfang an Mühe geben und zeigen, was sie können. Ich habe mich anfangs etwas gehen lassen und man hat gesehen, dass so etwas einfach nicht funktioniert.

Sandro: Sie sollen auch an die Arbeit, die hinter dem Ganzen steckt, denken. Für einen perfekten Auftritt in der Hauptsendung muss man sehr viel üben, mehr als man denkt.

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