24.01.2007

Belächelt, beneidet, bewundert

Text von Tink.ch | Bilder von gaskessel.ch
Die Jugendmedienausstellung von Tink.ch ist für einen Monat im Gaskessel Bern zu sehen. Sie zeigt die Höhepunkte jugendlicher Medienexperimente und porträtiert ihre Macherinnen und Macher.
Bild: gaskessel.ch

Viele Jugendliche träumen von einer eigenen Zeitschrift, einem Radiosender, einer Website oder einer eigenen Fernsehsendung, weil sie ihre Ideen selber in die Welt hinaus tragen möchten. Für die meisten jungen Leute bleibt es jedoch beim Wunsch, weil sich die Umsetzung oft schwierig gestaltet: fehlende Mittel, mangelnde Kenntnisse sowie zu wenig Zeit neben Ausbildung oder Arbeit. Zudem ein Umfeld, das einem nicht nur belächelt, sondern vom Unsinn der eigenen Idee überzeugen will.

Wer sich dadurch nicht beirren lässt, allem Widerstand zum Trotz hartnäckig dran bleibt und nicht nur eine einzige Ausgabe publiziert, wird später für den Erfolg beneidet. Und wer aufgrund der gesammelten Erfahrung den Sprung in die professionelle Medienwelt schafft, erntet für die jugendlichen Experimente schliesslich grosse Bewunderung – von seinem Umfeld.

Faszination Jugendmedien

Tink.ch, INFOKLICK.CH, Junge Medien Schweiz und der Dachverband offene Jugendarbeit Schweiz widmen der Faszination Jugendmedien gemeinsam eine Wanderausstellung. In den vier Bereichen Print, Radio, TV und Online dokumentiert sie junge Medien von früher und heute mit Porträts ihrer Macherinnen und Macher. Ehemalige blicken auf die Zeit zurück, als sie selber experimentiert haben. Und zahlreiche Medienprodukte in Form von Texten, Bildern, Ton- und Videobeiträgen sind Zeugen der Entstehung und Höhepunkte einzelner Jugendmedien in der Schweiz. Dazu gehören auch Sendungen von DRS 3, Virus, Radio 3fach und Webradios, Texte des ersten Online-Magazins Biwidus und Ausschnitte aus Jugendsendungen im Fernsehen. Nachdem die Ausstellung bereits im Frühling 2006 in Moosseedorf zu sehen war, wurde sie aktualisiert und durch ein Begleitmagazin ergänzt.

Die Ausstellung ist bis zum 25. Februar am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag jeweils nachmittags frei zugänglich. Andere Zeiten und Führungen nach Absprache mit dem Gaskessel (Fon +41 31 372 49 00). Auch während regulären Anlässen ist sie teilweise geöffnet.

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