Gesellschaft | 15.01.2007

Aus Ehrgeiz Angst, zu versagen

Text von Nora Jakob
Ich bin für mich selbst verantwortlich. Keiner ist mehr da, der "stopp hier geht's nicht weiter" ruft. Ich selbst muss mich engagieren, auf meine eigene Initiative kommt es an. Damit entscheide ich über meine Zukunft.
Markus Thormann, 18 Jahre, München (Bayern), Student.

So weit, so gut. Ich weiss, dass ich dazu bereit bin. Ich bin bereit mein Bestes zu geben. Und für meine Ziele werde ich mit der notwendigen Portion Ehrgeiz und Leidenschaft kämpfen. Meiner Meinung nach sind diese Dinge unweigerlich miteinander verbunden. Es gibt kein „entweder – oder“. Wie wäre es mit der kombinierten Formulierung: leidenschaftlicher Ehrgeiz?  

Auf mein weiteres Leben blicke ich deshalb durchaus optimistisch. Ich studiere für den Bachelor of Art in Heidenheim an der Brenz und arbeite in meiner Praxis-Zeit in einer Münchner Bank, bekomme also schon im Studium Geld. Und ich mag die Nähe zu den Professoren, den Praxisbezug und die Schnelligkeit des Studiums – für mich die perfekte Ausbildung.

Trotzdem schaue ich in keiner Weise blauäugig in die Zukunft. Denn was passiert, wenn ich scheitern sollte? Scheitern heisst für mich persönlich mein Ziel, den erfolgreichen Abschlusses meines Bachelor-Studiengangs, nicht zu erreichen. Ich habe aus Ehrgeiz Angst zu versagen. Deswegen frage ich mich: „Was tun, wenn du scheiterst?“ Besser werden. Weitermachen. Klingt ziemlich einfach. Es wäre schön, wenn es auch so wäre. Deswegen muss ich zu geben, dass mir auf diese Frage noch keine konkrete Antwort eingefallen ist. Dafür, dass ich nicht scheitere, bin eben auch ich verantwortlich. Und ich kann dazu beitragen, dass mein beruflicher und finanzieller Erfolg gesichert ist. Punkt. So ist das.