Kultur | 08.12.2006

Spielerisch Kommunikation erleben

Das Berner Museum für Kommunikation präsentiert eine interessante Dauerausstellung. Besucher werden zudem mit Sonderausstellungen angelockt. Aktuell geht es um die Tier-Mensch-Kommunikation. Haarsträubend.
Bild: Museum für Kommunikation, Wanja Knausz. Spielerisches Erkunden im Museum für Kommunikation. Wie kommunizieren Tiere untereinander? Die Sonderausstellung "Haarsträubend" ist momentan in Bern zu sehen. Ein ausgestopfter Gepard in der Sonderausstellung.

Das einzige Museum in der Schweiz, das sich der Kommunikation und deren Entstehung widmet, steht in Bern. Es klärt von der Vergangenheit über die Gegenwart bis hin zur Zukunft der Kommunikation auf. Die Dauerausstellung „Abenteuer Kommunikation“ nimmt einen grossen Teil des Museums ein. In ihr werden ausgewählte Objekte aus den Sammlungen des Museums präsentiert. Auch die Entwicklung, die die Menschheit über die Post, Telegrafie, Telefon, Radio, TV bis zum Internet durchmachte, wird genau dokumentiert.

In einem zweiten Teil kann auf spielerische Weise die Geschichte der Kommunikation erfahren und erlebt werden. Haben sie sich schon einmal live im Fernsehen gesehen? Oder ihre eigene Radiosendung zusammengestellt? Auf den rund 1000 Quadratmetern Ausstellungsfläche der Dauerausstellung können solche und ähnliche Kindheitsträume erfüllt werden. Damit rückt das Museum bewusst nicht die Technik in den Mittelpunkt, sondern den Menschen, der das Museum besucht.

Im Mai 2007 kommt eine weitere Attraktion in Form einer Dauerausstellung ins Berner Museum: Eine Game-Lounge mit Spielkonsolen wird eröffnet.

Zwei Museen – Eine Ausstellung

Im Jahre 2005 konnte das Berner Museum für Kommunikation eine deutliche Steigerung in Sachen Besucherstatistik verzeichnen. Die rund 48’000 Menschen, die im Laufe des Jahres zu Besuch kamen, entsprechen einem Zuwachs von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese positiven Zahlen konnten vor allem wegen der Sonderausstellungen erreicht werden. Somit wurden auch für die Jahre 2006 und 2007 wieder attraktive Projekte organisiert.

Im Sommer gab es alles über den 100. Geburtstag des Postautos zu sehen und am 20. Oktober 2006 startete die Winterausstellung mit dem Titel „Haarsträubend. Tier-Mensch-Kommunikation“. Für dieses aktuelle Projekt spannte das Muesum für Kommunikation mit dem Naturhistorischen Museum zusammen. Die beiden Häuser sind zu diesem Zweck mit einem Tunnel, in Form einer Riesenraupe mit seitlichen Gucklöchern miteinander verbunden. Die Ausstellung kann vom Museum für Kommunikation wie auch vom Naturhistorischen Museum aus betreten werden. Ein gemeinsames Eintrittsticket vereinfacht dieses Vorgehen.


Haarsträubend

In „Haarsträubend. Tier-Mensch-Kommunikation“ wird den Besuchern ein Einblick in das faszinierende Universum tierischer und menschlicher Kommunikation geboten. Die Sonderausstellung zeigt auf, wie eine Kommunikation zwischen Mensch und Tier möglich ist und wie sich die Tiere untereinander verständigen. Denn ohne Kommunikation wäre unter den Menschen sowie unter den Tieren kein Zusammenleben möglich. Es wird erklärt, was es zu bedeuten hat, wenn zum Beispiel Wölfe ihre Ohren anlegen, Wale singen oder Hyänen die Nackenhaare aufstellen. Neben Tierpräparaten oder Videos sind sogar lebende Tiere zu bestaunen. In insgesamt 26 Themenbereichen werden verschiedene Aspekte der tierischen und menschlichen Kommunikation eindrücklich beleuchtet. Zudem führt ein Parcours mit 13 Stationen durch die Ausstellung, an denen knifflige Fragen zu beantworten sind. „Haarsträubend. Tier-Mensch-Kommunikation“ kann noch bis am 1. Juli 2007 in Bern besucht werden.

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