Kultur | 01.12.2006

Mit heissem Punkrock in den Winter

Mit viel Power und Leidenschaft wurde im Kofmehl der Winter begrüsst. Die Kulturfabrik bot am 1. Dezember mit Die Happy und Itchy Poopzkid zwei besondere Leckerbissen für alle Punkrock-Fans.
Sängerin Marta von Die Happy entzückte das Solothurner Publikum. Fotos: Julian Perrenoud Itchy Poopzkid machten auf der Bühne einen guten Job. Die Happy spielten rund eineinhalb Stunden... ...mal schnell und laut... ...mal langsam und ruhig.

Mit über einer Stunde Verspätung betrat die Vorband des Abends, Itchy Poopzkid, nach 22 Uhr die Bühne. Die Drei-Mann-Band aus Eislingen an der Fils in Deutschland legte mit viel Schwung los und brachte die Halle ein erstes Mal zum kochen. Die diesjährige Tour der drei Musiker, die im Jahre 2001 aus einer Schülerband Itchy Poopzkid gegründet haben, führt nach dem kurzen Aufenthalt in der Schweiz wieder zurück ins Heimatland, wo ein Auftritt den nächsten jagt, bis das Jahr zu Ende ist.

Während gut einer Stunde verzückten sie das Solothurner Publikum mit vielen Songs von ihrer neusten CD „heart to believe“, die im Jahre 2005 realisiert wurde und auch kurz darauf in den Plattenläden landete. Nach Itchy Poopzkid gabs eine Pause und die Bühne musste umgebaut werden.  

Heisse Stimmung in der Halle

Es ging bereits gegen Mitternacht zu, als die Lichter erloschen, Nebel aufstieg und die Bühne einhüllte, als unter tosendem Applaus Die Happy die Bühne betraten. Die vielen Besucher im nicht ganz ausverkauften Kofmehl drängten nach vorne, um einen Blick auf Sängerin Marta zu erhaschen. Die vierköpfige Band, deren Geschichte bis 1993 zurückreicht, bestritt nach Zürich und Luzern bereits das dritte Konzert in nur wenigen Tagen in der Schweiz. Nach Solothurn folgte noch ein weiterer Auftritt in Bern. An die Vorband anknüpfend, begannen Die Happy mit viel Power und dem neusten Stück „The Ordinary Song“, das erst seit wenigen Tagen in den Plattenläden erhältlich ist. Mit viel Leidenschaft präsentierten die vier Musiker ihre Songs und versprühten eine heisse Stimmung in der Halle. Der Funke sprang sofort auf das Publikum über, es wurde gepogt, getanzt und freudig mitgesungen. Mit Songs wie „Wanna Be Your Girl“, „Like a Flower“ und „Supersonic Speed“ zeigten Die Happy eine eindrückliche Show und liessen den Konzertbesuchern kaum Zeit zum verschnaufen.  


Zum Schluss nochmal Vollgas

Die deutschen Musiker benötigten ihrerseits aber auch ab und zu eine kleine Pause, um sich von den rasanten Stücken zu erholen. Sängerin Marta suchte dabei immer wieder das Gespräch mit dem Publikum, forderte es auf zu singen und zu tanzen oder erzählte einige Anekdoten und Witze. Es war bereits weit nach ein Uhr Nachts, als sich das Konzert langsam dem Ende zuneigte. Die Happy gaben aber nach einigen ruhigen und melancholischen Liedern noch einmal so richtig Gas und zogen spätestens jetzt die letzten Zweifler auf ihre Seite. „Wir wollen Solothurn in guter Erinnerung behalten“, erklärte Marta lachend und erhielt für ihren engagierten Auftritt von einem Besucher eine Krawatte, die sie sich gleich anzog, um das letzte Stück in Angriff zu nehmen. Danach war Schluss. Doch nach lautem Zugabe-Geschrei kamen die vier Musiker noch einmal auf die Bühne zurück und spielten drei weitere Stücke, bis sie sich endgültig verabschiedeten.

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